World Wide Fund For Nature

Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten und erfahrensten Naturschutzorganisationen der Welt und in mehr als 100 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen ihn rund fünf Millionen Förderer.

Im globalen Netzwerk des WWF arbeiten 59 nationale Sektionen, Programmbüros und Partnerorganisationen zusammen. Rund um den Globus führten 2006 etwa 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 2.000 Projekte zur Bewahrung der biologischen Vielfalt durch (Selbstdarstellung).

Website: www.wwf.de.

Bundesregierung missbraucht Klimaschutz

Angebliche Klimaziele sollen Subvention von Spritfressern vertuschen

Angebliche Klimaziele sollen Subvention von Spritfressern vertuschen

Als dreiste klimapolitische Täuschung bewertet der World Wide Fund For Nature (WWF) das Vorhaben der Bundesregierung zur Aussetzung der KFZ-Steuer für angeblich schadstoffarme Neuwagen. Die geplante Regelung hätte zur Folge, dass sämtliche Neuwagen steuerlich gefördert würden.

Selbst eine S-Klasse von Mercedes bekäme ein Jahr Steuerfreiheit, ein 3er BMW sogar zwei Jahre. Eine für das Klima relevante Senkung des CO2-Ausstoßes würde dadurch in keiner Weise erreicht.

Grund für diesen umweltpolitischen Unfug: Die Bundesregierung will alle Neufahrzeuge der Schadstoffklassen IV-VI vorübergehend von der KFZ-Steuer befreien. Dabei dürfen schon seit 2005 überhaupt nur noch Neuwagen der Schadstoffklasse IV zugelassen werden. Ab dem kommenden Jahr erhalten nur noch Neuwagen der Schadstoffklasse V eine Zulassung.  weiter »

›Nicht in Angststarre verfallen‹

Im vergangenen Jahr stieg der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre auf ein Rekordniveau von 383 ppm. Das ist der höchste Wert seit mehreren Millionen Jahren.

"Die erschreckenden Daten, die das Global Carbon Project (GCP) vorgelegt hat, zeigen, dass wir schneller denn je in die falsche Richtung laufen. Jetzt gibt es noch ein Handlungsfenster, um einen unkontrollierten Klimawandel zu vermeiden. Dieses schließt sich aber zunehmend", kommentiert Regine Günther, Leiterin des Klimabereichs beim WWF Deutschland den Bericht. Die Studie verdeutliche einmal mehr die Dringlichkeit einschneidender Maßnahmen. Europa komme dabei eine Schlüsselrolle zu.

Der Bericht der US-amerikanischen Wissenschaftler zeigt, dass die Geschwindigkeit in der der Kohlenstoffgehalt in der Atmosphäre ansteigt, erneut zugenommen hat: 2006 betrug der Anstieg 1,8 ppm, zuletzt wurde eine Zunahme um 2,2 ppm registriert.  weiter »

Die Deutschen essen immer mehr Öko-Fisch. Über 29 Prozent des in Deutschland erhältlichen Fisches aus Wildfängen stammt nach Angaben des WWF aus Fischereien, die sich im Programm des ›Marine Stewardship Council‹ (MSC) befinden. Das sind Fischereien, die entweder bereits das MSC-Zertifikat tragen oder es beantragt haben. Das Zertifikat steht für eine umweltschonende Fischerei und wird vom WWF empfohlen.

Nach den heute veröffentlichten Zahlen des Fischinformationszentrums (FIZ) lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch- und Meeresfrüchten in Deutschland 2007 bei 16,4 Kilo. Damit hat sich der Konsum seit 2004 um fast 20 Prozent erhöht. Angesichts des steigenden Verzehrs fordert Wder WWF stärkere Anstrengungen von Politik, Fischverarbeitern und Handel für eine umweltschonende und faire Fischerei.

Überfischung, zerstörerische Fangmethoden und der oftmals vermeidbare Beifang von Fischen und anderen Meerestieren zählen zu den größten Gefahren für die Ozeane. So werden beispielsweise für jedes Kilo Seezunge auf dem Teller mindestens sechs Kilo Fisch, vor allem Jungtiere, als oft qualvoll verendeter Abfall wieder über Bord geworfen.  weiter »

Virtuelles Wasser (WWF)

Virtuelles Wasser: Unsichtbare Wasserlast in Lebensmitteln und Industriegütern.

Unter virtuellem Wasser versteht man die Menge an sauberem Frischwasser, die zur Herstellung eines bestimmten Produktes verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird.

Abbildung: obs/WWF World Wide Fund For Nature

Virtuelles Wasser (WWF)

Hinter jedem Produkt des alltäglichen Lebens verstecken sich wahre Fluten von Wasser. Der Wasser-Fußabdruck eines jeden Menschen setzt sich nämlich nicht nur aus der Dusche am Morgen, Wäsche waschen und dem Toilettengang zusammen. Dieses Wasser muß nicht aus der Wohnortnahen Quelle kommen, sondern kann je nach Herkunft gar aus Regionen stammen, die unter Wasserknappheit und Dürre leiden. Unter dem Begriff ›Virtuelles Wasser‹ fassen Experten daher die Menge an sauberem Wasser zusammen, die zur Herstellung eines Produkts verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird.

"Die Deutschen haben beim direkten Pro-Kopf-Verbrauch einen sehr guten Durchschnittswert. Zählt man jedoch das Virtuelle Wasser hinzu, schnellt der Fußabdruck eines jeden Bürgers dramatisch nach oben", führt Martin Geiger vom World Wide Fund For Nature (WWF) aus. "Wir haben die Verantwortung, bei dem Import von Produkten auf deren Wasserverbrauch bei der Herstellung zu achten".

Vom 17. bis 23. August 2008 treffen sich Experten, Politiker und Wirtschaftsvertreter in Stockholm zur Weltwasserwoche 2008. "Wassermangel ist eines der drängenden Probleme unserer Zeit und nicht nur eine Frage des reinen Vorhandenseins der Ressource, sondern auch des Zugangs und der Nutzung. Wir brauchen ein weltweites, international koordiniertes Wassermanagement", erklärt WWF-Experte Geiger.  weiter »

Buckelwal (Megaptera novaeanglia)

Morgen beginnt die 60. Tagung der Internationalen Walfangkommission IWC in Santiago de Chile. Bis zum 27. Juni debattieren die mittlerweile 80 Mitgliedsstaaten über die Zukunft von Walen, Delfinen und Tümmlern.

Doch um was geht es in Chile genau? Der WWF sagt, was geschehen muss, damit viele der hoch bedrohten Meeressäuger - vom über 30 Meter langen Blauwal, dem größten Tier der Erde, bis zum kleinen Zwergwal - auch in drei Jahrzehnten noch in unseren Weltmeeren schwimmen.

Die zehn WWF-Forderungen an die Staaten der IWC:  weiter »

Buckelwal

Vor Beginn der 60. Tagung der Internationalen Walfangkommission IWC vom 23. bis 27. Juni in Santiago de Chile schlägt der WWF in einer neuen Studie Alarm: Der fortschreitende Klimawandel gefährdet viele ohnehin bereits bedrohte Walarten zusätzlich. Besonders betroffen sind wandernde Walarten der südlichen Erdhalbkugel, die in Kaltwasserregionen ihre wichtigsten Nahrungsquellen haben.

Die Wale in den südlichen Ozeanen trifft der Klimawandel genauso stark wie die Eisbären am Nordpol“, sagt WWF-Walexperte Volker Homes. „In 35 Jahren wird ihr Lebensraum um bis zu ein Drittel geschrumpft sein, und sie werden für weniger Futter immer weitere Strecken auf sich nehmen müssen“. Selbst wenn alle anderen Bedrohungsfaktoren gestoppt würden, werde ein ungebremster Klimawandel viele Wale das Leben kosten.

Die WWF-Studie fasst Ergebnisse von Wissenschaftlern zusammen, wonach die prognostizierte Klimaerwärmung bis zum Jahre 2042 das Eis im Südpolarmeer um bis zu 30 Prozent verringern wird. „In kaum mehr als einer Wal-Generation wird sich der Lebensraum dramatisch verändern, etwa für den bedrohten Antarktischen Minkwal, der übrigens von Japan weiterhin bejagt wird“, erläutert Homes. „Die Tiere werden bis zu 500 Kilometer weiter Richtung Pol wandern müssen, um ihre wichtigen Krill-Nahrungsgebiete zu finden“. Betroffen seien neben dem Minkwal die letzten eintausend Blauwale - die größten Tiere der Erde - und die gefährdeten Buckelwale, die sich gerade erst von der intensiven Jagd erholen, die im vergangenen Jahrhundert auf sie gemacht wurde.  weiter »

Die biologische Vielfalt unseres Planeten ist von 1970 bis 2005 um 27 Prozent zurückgegangen. Dies geht aus dem neuen ›Living Planet Index 2008‹ hervor, den der WWF vor Beginn des Bonner UN-Umweltgipfels veröffentlicht hat. Erstmals seit Mitte der 1970er Jahre ist der Index allerdings nicht weiter gefallen.

Mit dem ›Living Planet Index‹ präsentiert der WWF einen international anerkannten Standard zur Messung der biologischen Vielfalt. Weltweit werden 4.000 Populationen von fast 1.500 unterschiedlichen Arten untersucht. Einzelne Arten wie die Grüne Meeresschildkröte in Costa Rica oder der Atlantische Lachs in Norwegen haben sich nach Angaben des WWF-Reports erholt. Aber in vielen Regionen ist die Entwicklung nach wie vor alarmierend. Ein besonders dramatischer Trend zeigt sich im asiatisch-pazifischen Raum, wo der Index für Land- und Süßwasserarten seit 1970 um über 70 Prozent gefallen ist. So ist der Jangste-Flussdelfin vermutlich ausgestorben.

Auch in Europa ist der ›Living Planet Index‹ für an Land und im Süßwasser lebende Arten von 1990 bis 2005 um über 35 Prozent eingebrochen. Dabei hat sich die EU sogar noch höhere Ziele als die UN-Konferenz gesetzt - Brüssel will den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2010 stoppen. Angesichts der neuen Zahlen sei es zweifelhaft, ob Europa dieses Ziel noch erreichen könne, so der WWF. Arten wie der Iberische Luchs, der Braunbär, das Europäische Bison oder der Fischotter seien stark bedroht.  weiter »

Bund und Länder werden ihr Ziel, das Artensterben zwischen Wattenmeer und Alpen bis 2010 zu stoppen und die biologische Vielfalt in Deutschland zu bewahren, nur mit erheblichem Mehraufwand erreichen können. Dies geht aus der heute veröffentlichten WWF-Studie "Naturschutz in Deutschland - Schutzgebiete und das Biodiversitätsziel 2010" hervor. Deutschland ist ab Mitte Mai Gastgeber des UN-Umweltgipfels zum "Übereinkommen über die biologische Vielfalt" (CBD) in Bonn.

Wie die Studie berichtet, ist die Zahl der bedrohten Biotope trotz aller Schutzbemühungen zwischen 1994 bis 2006 von 68,7 auf 72,5 Prozent gestiegen. Langfristig drohe die Hälfte aller Biotope zu verschwinden. Andererseits genießt lediglich ein halbes Prozent der Landesfläche den höchsten Schutzstatus eines Nationalparks.

Auf dem Papier gebe es darüber hinaus zwar eine beeindruckende Zahl von Schutzgebieten. Doch ein Großteil davon, so der WWF-Report, leiste faktisch keinen Beitrag zur Bewahrung der Vielfalt. So seien die über 7.000 Landschaftsschutzgebiete und knapp 100 großen Naturparke nahezu wirkungslos.  weiter »

Um die aktuelle Wasserkrise in Spanien in den Griff zu bekommen, beabsichtigen die spanischen Behörden, riesige Trinkwasservorräte per Schiff, Tanklaster, Bahn oder durch neue Leitungen aus anderen EU-Staaten in besonders stark betroffene Regionen zu transportieren. Allein der bislang geplante Schiffstransport und der dafür erforderliche Hafenausbau in Barcelona sollen etwa 74 Millionen Euro verschlingen.

Dieses Geld sollte nach Ansicht der WWF-Süßwasserexpertin Dorothea August sinnvoller in eine effizientere Wassernutzung und in eine verbesserte Landwirtschaft investiert werden: "Der geplante Trinkwasser-Tourismus für Spanien ist so absurd, dass ich zunächst an einen Schildbürgerstreich dachte. Aber offensichtlich bevorzugen die Behörden einen wenig aussichtsreichen Feuerwehreinsatz, anstatt sich endlich über langfristige und vor allem billigere Alternativen den Kopf zu zerbrechen", so Dorothea August.

Das aktuelle Krisenszenario in Spanien gehört ihrer Meinung nach zu einer langen Reihe von Umweltkatastrophen im gesamten Mittelmeerraum, die mittlerweile jedes Jahr in Form von chronischen Dürren und verheerenden Feuersbrünsten spürbar werden und ganze Landstriche verwüsten. Dorothea August warnt davor, die extreme Trockenheit in den Mittelmeerstaaten als natürliches Phänomen einer wasserarmen Region zu verharmlosen.  weiter »

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