Anmeldung |
Wikipress, Band 10: FriedensnobelpreisträgerDer Band Friedensnobelpreisträger – Geschichte, Personen, Organisationen verzeichnet alle Preisträger seit 1901 und liest sich wie eine Geschichte der Konflikte und Krisen des 20. und 21. Jahrhunderts. Martin Luther Kings riskanter Kampf gegen den Rassismus, Willy Brandts mutiges Eintreten für eine entspannte Ostpolitik oder Amnesty Internationals anhaltendes Engagement für die Einhaltung der Menschenrechte: Die Geschichte des Friedensnobelpreises ist reich an Beispielen interessanter Biographien und Hintergrundberichte im Spannungsfeld der großen globalen Themen der Zeitgeschichte. Die Inhalte dieses WikiPress-Buchs entstammen der deutschsprachigen Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Autoren der Wikipedia verzichten grundsätzlich auf ein persönliches Honorar. WikiPress unterstützt mit einem Teil der Erlöse dieses Buchs die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte durch finanzielle Zuwendungen an den Verein Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. (Verlagsinformation). Bibliographische Angaben Wikipress, Bd.10 : Friedensnobelpreisträger Sprache: Deutsch |
WissenMonitoringBenachrichtigen bei Änderungen:
Lesezeichen setzenExterne VerweiseRezensionenRessourcen |
WikiPress-Band Friedensnobelpreisträger eingetroffen
Nachdem der Wikipress-Band Nr. 10: Friedensnobelpreisträger – Geschichte, Personen, Organisationen bereits für November 2005 angekündigt war, konnte das Buch nun endlich geliefert werden. Im Vergleich zum ziemlich schmalen WikiPress-Band Robben wirkt dieser neue Band mit vollen 380 Seiten ausgesprochen üppig. Enthalten sind knapp hundert Abbildungen in Schwarzweiß; auf Farbtafeln wurde in diesem Band verzichtet.
Während das Wikipedia-Buch noch vergleichsweise linear aufgebaut war, merkt man den Kapiteln des Robben-Bandes ihre Herkunft aus einem Nachschlagewerk noch recht deutlich an: Den mit Abstand größten Teil des Bandes bildet die Chronologie der Friedensnobelpreise (S. 24-254), eine nach Jahren sortierte Abfolge von Biographischen zwischen den Jahren 1901 (Henri Dunant und Frédéric Passy) und 2005 (Internationale Atomenergieorganisation und Mohammed el-Baradei). Literaturangaben zu den einzelnen Personen und Organisationen finden sich am Kapitelende, zusätzlich existiert am Buchende eine knappe (leider nicht kommentierte) Liste ausgewählter Literatur und Internet-Ressourcen.
Erschlossen wird der Band über ein viel kurzes Inhaltsverzeichnis, in dem die einzelnen Preisträger leider nicht aufgeführt werden, und einen umfangreichen alphabetischen Index auf zehn dreispaltig bedruckten Seiten. Dem Buch ist wieder ist eine Editcard eingeheftet, die jetzt Korrekturvorschlag heißt. Wie bereits im WikiPress-Konzept angekündigt, sollen diese Postkarten der Korrektur der Buchinhalte dienen. Per E-Mail oder Telefax kann man die Korrekturen leider nicht einreichen, wahrscheinlich geht das WikiPress-Team stillschweigend davon aus, dass halbwegs technisiserte Leser ohnehin direkt in der Wikipedia arbeiten werden. Dennoch würde ein wenig mehr Flexibilität sicherlich nicht schaden, man wird aber wohl abwarten müssen, wie viele Leser die Postkarte aus dem Buch heraustrennen, ausfüllen, mit einer Briefmarke frankieren und zum Briefkasten tragen werden.
Die spannende Frage bleibt wohl, ob dieser Band seine Käufer finden wird. Für eine Publikation mit wissenschaftlichem Anspruch fehlen detailierte Quellennachweise, für breite Käuferschichten ist der Band vielleicht zu wenig bunt – und zum "einfach mal Mitnehmen" ist er möglicherweise mit 9,90 Euro doch etwas zu teuer. Andererseits gibt es praktisch keine Konkurrenz auf dem Buchmarkt – wer in den überraschend spannenden Biographien der Friedensnobelpreisträger schmökern und dafür nicht allzu viel Geld ausgeben möchte, wird kaum Alternativen auf dem Buchmarkt finden. Man wird also abwarten und beobachten müssen, was Versandhändler und Buchhandel mit den WikiPress-Bänden anfangen werden, ob diese ins Sortiment aufgenommen und ansprechend präsentiert werden und die "Laufkundschaft" eine Chance erhält, überhaupt auf die Bände zu stoßen.