Digitale Bibliothek

Die Digitale Bibliothek ist ein umfangreiches und langfristig angelegtes Digitalisierungsprojekt des Berliner Verlags Directmedia Publishing, das seit 1997 auf CD-ROM und DVD-ROM publiziert wird. Die Digitale Bibliothek umfasst mittlerweile weit über hundert "Bände", die meist auf einem einzigen Speichermedium das Gesamtwerk eines Autors oder ein mehrbändiges Werk wie das Killy Literaturlexikon oder das Lexikon Musik in Geschichte und Gegenwart umfassen. Der thematische Schwerpunkt der Digialen Bibliothek liegt im Bereich von geistes-, literatur- und kulturwissenschaflichen Produkten.

Gemeinsames Merkmal aller "Bände" ist die proprietäre Digibib-Software, die kostenlos für die verbreiteten Betriebssysteme Microsoft Windows [1] und GNU/Linux [2] angeboten wird. Die Software ist zwar vergleichsweise gewöhnungsbedürftig und fehleranfällig, aber zugleich auch recht mächtig und funktional.

Obwohl die Digitale Bibliothek von Directmedia im vergangenen Jahrzehnt selbst in konservativen Kreisen geisteswissenschaflichen einen guten Ruf erworben hat und auch kommerzielle Erfolge verzeichnen konnte, werden große Teile der ursprünglich recht kostspieligen CD-ROM-Ausgaben mittlerweile von modernen Antiquariaten stark preisreduziert angeboten.

Die "Offline"-Ausgaben der deutschsprachigen Wikipedia erscheinen seit mehreren Jahren regelmäßig als Sonderbände in der Digitalen Bibliothek; ältere Ausgaben konnten über die Digibib-Software genutzt werden, während die aktuellen Ausgaben mit einem eigenen Anzeigeprogramm, dem Zeno Reader, daherkommen. Bereits durch die Veröffentlichung als Sonderbände wurde eine gewisse Distanzierung deutlich, die durch die neue Benutzungssoftware wohl noch weiter verdeutlicht wird.

Siehe auch

Netmarks

Fußnoten

fn1. http://wiki.directmedia.de/index.php/Digibib4

fn2. http://wiki.directmedia.de/index.php/Digibib/Linux

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