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Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke
Aus Kefk.
| Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke | |||||||||
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| Teil des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges | |||||||||
| Bild:Lugou battle.jpg Chinesische Soldaten verteidigen die Brücke | |||||||||
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| Kontrahenten | |||||||||
| Befehlshaber | |||||||||
| Song Zheyuan | Kanichiro Tashiro | ||||||||
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Der Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke am 7. Juli 1937 stand am Beginn des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs. Japanische und chinesische Soldaten lieferten sich 15 Kilometer südwestlich vom Pekinger Stadtkern an der Marco-Polo-Brücke (auch Lugou Qiao nach der chinesischen Bezeichnung) über den Yongding-Fluss an diesem Tag ein Feuergefecht.
In Japan ist der Zwischenfall unter dem Namen Roko-Brücken-Angelegenheit (jap. 盧溝橋事件, Rokokyo-jiken) oder Roko-Brücken-Zwischenfall (jap. 盧溝橋事変, Rokokyo-jihen) bekannt.
In China werden die Bezeichnungen Zwischenfall des 7. Juli (chin. 七七事變, qīqī shìbiàn
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) und Lugouqiao-Zwischenfall (chin. 蘆溝橋事變, lúgōuqiáo shìbiàn
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) gebraucht.
Verlauf
Auslöser für den Zwischenfall war, dass die japanische Guandong-Armee, die für zahlreiche Zwischenfälle mit der chinesischen Armee verantwortlich war, einen ihrer Soldaten vermisste und Einlass in die chinesische Garnisonsstadt von Wanping verlangte oder ansonsten sich diesen mit militärischem Zwang verschaffen würde. Dies wies die Kuomintang-Verwaltung der Stadt aber zurück.
Beide Seiten beschuldigten sich, den ersten Schuss abgegeben zu haben. Tatsache ist, dass die Japaner sich mit militärischen Mitteln den Zugang erkämpften. Nach einem Ultimatum beschoss die Artillerie Wanping ab Mitternacht des 8. Juli und japanische Panzer rückten über die Brücke vor. Mit nachgerückter Unterstützung konnten die Chinesen am nächsten Tag die Brücke komplett zurück erobern. Daraufhin bot die japanische Seite Verhandlungen an.
Zwei Tage nach der Verlustmeldung tauchte der vermisste Soldat wieder auf, und die Japaner setzten die chinesische Seite davon in Kenntnis. Die Chinesen gingen davon aus, dass die Aktion nun als abgeschlossen galt. Die Japaner verpflichteten sich, Peking und Tianjin nicht zu erobern, wenn die Kuomintang sich zu folgenden Maßnahmen verpflichtete:
- die Kuomintang musste alle antijapanischen Bewegungen und Organisationen unterbinden
- die Kuomintang musste die volle Verantwortung für den Zwischenfall übernehmen
- Song Zheyuan, Kommandant der 29. Armee, die die Region verteidigte, musste sich persönlich entschuldigen.
Der verhandelnde General der 38. Division Zhang Zizong erklärte sich zu den ersten beiden Punkten bereit, wollte jedoch nicht für Song entscheiden und reiste ab. Daraufhin eröffneten die Japaner einen Angriff auf Peking (→ Schlacht um Peking-Tianjin), dem die chinesischen Verteidiger nichts entgegen zu setzen hatten. Am 29. Juli kapitulierte Peking und einen Tag später Tianjin.
Auswirkungen
Die Japaner setzten ihren Vormarsch von Norden und Süden in China fort und auch die Nationalregierung unter Chiang Kai-shek erklärte am 7. August den Japanern den Krieg.
Eine Provokation ist nicht auszuschließen, wird aber für unwahrscheinlich gehalten. Nach Meinung von Historikern war es nur eine Frage der Zeit, bis sich in dieser Region ein solcher Vorfall ereignete, weil gleichzeitig sowohl chinesische als auch japanische Truppen dort stationiert waren.
An dem Ort des Zwischenfalls wurde ein Museum errichtet, das den Krieg aus der Sichtweise der kommunistischen Partei schildert.
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