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Zwiefalten

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Wappen Deutschlandkarte
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Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Reutlingen
Koordinaten: Koordinaten: 48° 14′ N, 9° 28′ O48° 14′ N, 9° 28′ O
Höhe: 538 m ü. NN
Fläche: 45,43 km²
Einwohner: 2144 (29. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88529
Vorwahl: 07373
Kfz-Kennzeichen: RT
Gemeindeschlüssel: 08 4 15 085
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 3
88529 Zwiefalten
Webpräsenz:
Bürgermeister: Hubertus-Jörg Riedlinger (SPD)

Zwiefalten ist eine Gemeinde im Landkreis Reutlingen etwa auf halber Strecke zwischen Stuttgart und dem Bodensee. Das Ortsbild wird durch die Gebäude der ehemaligen Abtei Zwiefalten (heute: Zentrum für Psychiatrie) dominiert, deren Klosterkirche eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Oberschwäbischen Barockstraße ist.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Der Name des Ortes leitet sich von seiner Lage in den Tälern der Zwiefalter-Aach und der Kessel-Aach her und wurde als "Zwivaltum" erstmals 904 erwähnt.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Zwiefalten, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Reutlingen bzw. zum Alb-Donau-Kreis ¹ und zum Landkreis Biberach ²

Hayingen, Emeringen ¹, Riedlingen ², Langenenslingen ² und Pfronstetten.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Zwiefalten gehören die acht Ortsteile Attenhöfen, Baach, Gauingen, Gossenzugen, Hochberg, Mörsingen, Sonderbuch und Upflamör.

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Das Innere des Münsters

Geschichte

Die Ortsteile Zwiefalten, Mörsingen und Gauingen wurden erstmal auf einer Urkunde von König Ludwig IV. vom 15. Juni 904 erwähnt.

Zwiefalten verdankt seine Bedeutung dem ehemaligen Benediktinerkloster (siehe Kloster Zwiefalten), das 1089 von Mönchen aus Hirsau gegründet wurde. Die Grafen Luitold von Achalm und Kuno von Wülflingen sowie ihre Ministerialen ließen dem Kloster umfangreiche Stiftungen zukommen. Zunächst bestand auch ein Frauenkloster im Ort, das jedoch wohl im Lauf des 14. Jahrhunderts aufgegeben wurde; vermutlich handelt es sich bei der heutigen Friedhofskirche um die ehemalige Kirche des Nonnenklosters. Bis zum 15. Jahrhundert gelang es dem Kloster, ein arrondiertes Territorium auf der Schwäbischen Alb zu erwerben. Allerdings plünderten die Bauern im Bauernkrieg von 1525 das Kloster; dabei soll es bei Tigerfeld zu einer Schlacht gekommen sein, bei der die Bauern eine Niederlage erlitten.

Im Jahr 1750 wurde das Benediktinerkloster zur voll bestätigten Reichsabtei erhoben, indem es sich durch hohe Geldzahlungen von der württembergischen Schirmvogtei loskaufte.

Zum Gebiet des Klosters Zwiefalten gehörten die Orte

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Deckengemälde im Münster

Anlässlich der Säkularisation 1803 wurde das Kloster gewaltsam aufgelöst. 1812 wurde in den Klostergebäuden die königlich württembergische Heilanstalt eingerichtet. Heute ist dort das Zentrum für Psychiatrie der Münsterklinik Zwiefalten.


Eingemeindungen

  • 1938 - Attenhöfen
  • 1938 - Baach
  • 1938 - Gossenzugen
  • 1972 - Mörsingen
  • 1974 - Upflamör
  • 1975 - Gauingen
  • 1975 - Hochberg
  • 1975 - Sonderbuch

Wappen

Bild:Wappen Moersingen.png
Mörsingen
Bild:Wappen Gauingen.png
Gauingen
Bild:Wappen Sonderbuch.png
Sonderbuch

Politik

Bürgermeister

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Hubertus-Jörg Riedlinger endet am 1. Juli 2014.

  • bis 1990: Karl Ragg
  • seit 1990: Hubertus-Jörg Riedlinger (SPD)

Wappen

Auf blauem Hintergrund befinden sich zwei ineinander verschlungene Ringe, die den Zusammenfluss der Zwiefalter-Aach und der Kessel-Aach symbolisieren. Die sieben goldenen Sterne stammen aus dem Wappen der ehemaligen Grafen von Achalm.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Württembergisches Psychiatriemuseum Zwiefalten

Musik

  • Kolping-Fanfarenzug
  • Liederkranz Cäcilia e.V.
  • Münsterchor
  • Musikkapelle e.V.
  • Schalmeienkapelle e.V.

Bauwerke

Bild:Zwiefalten Abtei.jpg
Abtei Zwiefalten

Das Münster Unserer Lieben Frau, die Kirche der ehemaligen Abtei, gilt als Meisterwerk des deutschen Spätbarock. Der Bau wurde 1739 von den Gebrüdern Joseph Schneider und Martin Schneider begonnen und bis 1765 von Johann Michael Fischer vollendet. Die reiche Ausstattung der Kirche enthält ein spätgotisches Gnadenbild von 1430 sowie barocke Deckenfresken und ein Altarblatt von Franz Joseph Spiegler, Fresken von Andreas Meinrad von Au, Stuckaturen von Johann Michael Feuchtmayer und Skulpturen und ein Chorgestühl von Johann Joseph Christian.

Naturdenkmäler

  • Wimsener Höhle, auch Friedrichshöhle, eine seit 1447 bekannte Wasserhöhle, mit einem Kahn befahrbar. Die Gesamtlänge beträgt 723 m, jedoch sind erst 263 m vermessen.
  • Zwiefaltendorfer Tropfsteinhöhle, mit einer Länge von 27 Metern kleinste Schauhöhle in Deutschland. Zwiefaltendorf ist Teilort von Riedlingen
  • Aachtopf (Kesselbach) entspringt im Talgrund des Dobeltals, ähnlich dem Blautopf bei Blaubeuren.

Sport

  • Schützenverein Zwiefalten 1929 e. V.
  • Tennisclub Gauingen e. V., gegründet 1970
  • TSG Zwiefalten

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Zwiefalten hat eine eigene Narrenzunft, die die schwäbisch-alemannische Fastnacht pflegt. Die Narrenzunft Rälle e. V. ist Gründungsmitglied der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte (VFON).
  • Jedes Jahr findet im gemeindeeigenen Höhenfreibad das Zwiefalter Schwimmbadfest statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Zwiefalten liegt an der B 312. Diese verbindet die Gemeinde im Norden mit Reutlingen und im Süden mit Riedlingen.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 227.

Einrichtungen

Zwiefalten besitzt mit der Münsterklinik Zwiefalten ein Zentrum für Psychiatrie. Die Gemeinde ist auch Sitz des Dekanats Zwiefalten des Bistums Rottenburg-Stuttgart, das zum Dekanatsverband Reutlingen-Zwiefalten gehört.

Bildung

  • Münsterschule Zwiefalten
  • Krankenpflegeschule

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Sonstiges

Zwiefalter Klosterbrauerei

Landschulheim Upflamör

Literatur

Ein Gedicht von Robert Gernhardt hat den Ort (insbesondere die psychiatrische Klinik) zum Thema. Die in Bodo Kirchhoffs Roman Zwiefalten beschriebene Stadt ist hingegen nicht mit dem tatsächlichen Ort Zwiefalten identisch. Eine Bar im Berliner Stadtteil Kreuzberg trägt den Namen des Ortssteils Upflamör "San Remo - Upflamör".

Weblinks

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Wikipedia
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