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Zwiebelfisch (Buchdruck)
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Zwiebelfische nennen Schriftsetzer und Buchdrucker ein Durcheinander unsortierter oder versehentlich nicht richtig auseinandersortierter Lettern. Der Begriff stammt aus der Zeit des Bleisatzes und wurde in der genannten Bedeutung nur im Plural verwendet.
Wurden einzelne Lettern beim Auflösen eines Drucksatzes (fachsprachlich Ablegen genannt) in den falschen Setzkasten zurücksortiert, so konnten dadurch später einzelne unpassende Lettern in Texte kommen, die aus diesem Setzkasten neu zusammengesetzt wurden. Von einem verfischten Setzkasten sprach man, wenn zahlreiche Lettern falsch einsortiert waren. Weicht in einem gedruckten Text ein einzelner Buchstabe versehentlich in Schriftart, -größe oder -stil von der beabsichtigten und sonst verwendeten Schrift ab, nennt man dies auch kürzer einen Fisch.
Auch beim Desktop Publishing kommen Zwiebelfische vor; beispielsweise dadurch, dass man für einen Text mit Umlauten eine Schriftart benutzt, die keine Umlaute enthält. Die in der Schriftart nicht enthaltenen Sonderzeichen werden dann von den entsprechenden Zeichen aus einer anderen Schriftart ersetzt.
Siehe auch
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