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Zwickauer Mulde
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Die Zwickauer Mulde ist der linke bzw. westliche Quellfluss der Mulde. Eine weniger gebräuchliche Bezeichnung ist Westliche Mulde. Um den Fluss von der Freiberger Mulde oder auch Östlichen Mulde zu unterscheiden, trägt er das Adjektiv „Zwickauer“.
Der Name Mulde bedeutet Die Mahlende und soll auf die Vielzahl der früher am Fluss betriebenen Mühlen hinweisen. Auch heute sind noch zahlreiche Wehre in Betrieb, die überwiegend der Stromerzeugung dienen.
Die Zwickauer Mulde besitzt zwei Quellbäche. Die westliche Rote Mulde entspringt in einer Höhe von 770 m ü. NN direkt bei der Stadt Schöneck im Vogtland. Die Weiße Mulde hat ihre Quelle dagegen 4 km östlich in gleicher Höhe beim Schönecker Ortsteil Kottenheide. Am ursprünglichen Zusammenfluss beider Bäche wurde die Talsperre Muldenberg gebaut, in die somit heute Rote und Weiße Mulde münden und sich vereinen. Ab hier trägt der Wasserlauf den Namen Zwickauer Mulde und fließt überwiegend in nordöstliche Richtung durch waldreiches Gebiet sowie durch die Orte Muldenberg, Hammerbrücke und Morgenröthe-Rautenkranz. Hinter Morgenröthe-Rautenkranz verlässt der Fluss in einem engen Tal das Vogtland, tritt ins Westerzgebirge ein und wird bald zur Talsperre Eibenstock aufgestaut.
Bei Aue nimmt die Zwickauer Mulde das Schwarzwasser auf und wechselt die Fließrichtung in Richtung Nordwest. Nach Bad Schlema fließt die Mulde durch den Poppenwald. Hier passiert der Fluss den ehemaligen Wismut-Schacht 371 sowie die im Talhang gelegene Prinzenhöhle. Bei Hartenstein fließt die Zwickauer Mulde an der Burg Stein vorbei in Richtung Fährbrücke. Später erreicht der Fluss Wiesenburg und verläuft von nun an weitgehend parallel zur Bundesstraße 93. Nach Wiesenburg und Silberstraße erreicht die Zwickauer Mulde Wilkau-Haßlau. Hier überquert die A 72 das Tal mit einer 718 m langen und 50 m hohen Brücke.
Die Mulde erreicht dann Zwickau, die Satdt, nach der sie benannt ist. Im Zwickauer Ortsteil Cainsdorf befinden sich Stromschnellen im Flussbett. Der felsige Abschnitt war lange Zeit Schauplatz internationaler Kajak-Slalom-Wettbewerbe und bildet gleichzeitig ein geschütztes Geotop, unter anderm, weil hier Steinkohlenflöze zu Tage treten. Die Mulde umfließt das Stadtzentrum in östlicher Richtung. Hier wird der Fluss in Hochwasserschutzdeiche gezwängt, weil der historische Stadtkern durch bergbaubedingte Absenkungen heute unter dem Höhenniveau des Flussbettes liegt.
Bei Zwickau verlässt der Fluss das Erzgebirge, passiert vor Glauchau das VW-Werk Mosel und hat vor und um Glauchau weite Retentionsflächen in Wiesen und Feldern. Nach Glauchau erreicht die Zwickauer Mulde Waldenburg, Penig, Rochsburg, Lunzenau und Rochlitz und nimmt als größten Nebenfluss, in der Nähe von Wechselburg, die Chemnitz auf.
Nördlich von Colditz und Zschadraß, in der Gemeinde Großbothen, Ortsteil Sermuth, vereinigt sie sich nach 166 km mit der Freiberger Mulde zur Mulde. Entlang des Flusses verläuft eine Route des Muldentalradwanderweges.
Wie viele andere Flüsse in der ehemaligen DDR war die Zwickauer Mulde bis in die 1990er Jahre durch Einleitung von schlecht oder ungeklärten Abwässern hoch belastet.
Siehe auch:
Koordinaten: 51° 09′ 37" n. Br., 12° 47′ 54" ö. L.
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