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Zwergmeerkatzen

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Zwergmeerkatze
Bild:Talapoin S.jpg
Nördliche Zwergmeerkatze </br> (Miopithecus ogouensis)
Systematik

Unterordnung: Trockennasenaffen (Haplorhini)
Teilordnung: Altweltaffen (Catarrhini)
Familie: Meerkatzenverwandte (Cercopithecidae)
Unterfamilie: Backentaschenaffen (Cercopithecinae)
Tribus: Meerkatzenartige (Cercopithecini)
Gattung: Zwergmeerkatzen
Wissenschaftlicher Name
Miopithecus
I. Geoffroy, 1862

Die Zwergmeerkatzen (Miopithecus) ist eine Primatengattung aus der Gattungsgruppe der Meerkatzenartigen innerhalb der Familie der Meerkatzenverwandten.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Zwergmeerkatzen leben im zentralen Afrika; ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Kamerun über die Demokratische Republik Kongo bis Angola.

Beschreibung

Mit einer Kopfrumpflänge von 32 bis 45 cm und einem Gewicht von rund 1,3 kg (Männchen) beziehungsweise 0,8 kg (Weibchen) sind Zwergmeerkatzen die kleinsten Altweltaffen. Ihr Fell ist an der Oberseite graugrün und an der Unterseite weißlich gefärbt. Der Kopf ist rund und kurzschnäuzig, das Gesicht ist haarlos. Wie bei vielen Primaten ist das Männchen größer als das Weibchen.

Lebensweise

Zwergmeerkatzen sind tagaktive Baumbewohner, die Regen- oder Mangrovenwälder in Wassernähe bevorzugen. Man findet sie auch auf Plantagen, die Nähe des Menschen scheint ihnen nichts auszumachen. Ähnlich den Sumpfmeerkatzen können sie gut schwimmen und suchen im Wasser auch nach Nahrung.

Diese Tiere leben in großen Gruppen von 60 bis 100 Tieren. Zur Nachtruhe versammeln sie sich auf Bäumen nahe dem Wasser, tagsüber teilen sie sich in in kleinere Untergruppen auf, um zur Nahrungssuche auszuschwärmen. Gruppen setzen sich aus einigen geschlechtsreifen Männchen, zahlreichen Weibchen und deren Nachwuchs zusammen. Im Gegensatz zu den eigentlichen Meerkatzen kennen Zwergmeerkatzen keinerlei Territorialverhalten. Auch ihr lautliches Repertoire ist gegenüber den eigentlichen Meerkatzen eingeschränkt.

Nahrung

Zwergmeerkatzen sind Allesfresser, ihre Nahrung besteht aus Früchten, Samen, Wasserpflanzen, Insekten, Muscheln, Vogeleiern und kleinen Wirbeltieren.

Fortpflanzung

Nach rund 160-tägiger Tragzeit bringt das Weibchen meist zwischen November und März ein einzelnes Jungtier zur Welt. Junge Zwergmeerkatzen werden relativ groß und gut entwickelt geboren (Neugeborene wiegen über 200 Gramm und erreichen damit ein Viertel des Gewichts der Mutter) und entwickeln sich rasch. Mit sechs Wochen nehmen sie bereits feste Nahrung zu sich und sind mit drei Monaten unabhängig. Das höchste bekannte Lebensalter eines Tieres in Menschenobhut betrug 28 Jahre, die Lebenserwartung in freier Wildbahn ist nicht bekannt.

Bedrohung

Zwergmeerkatzen haben zahlreiche natürliche Feinde wie Leoparden, Ginsterkatzen, Goldkatzen, Greifvögel, Schlangen oder Warane. Weil sie Plantagen verwüsten, werden sie auch oft von Menschen gejagt, allerdings zählen Zwergmeerkatzen nicht zu den bedrohten Arten.

Systematik

Wurden alle Tiere früher zu einer Art zusammengefasst, unterscheiden jüngere Systematiken zwei Arten:

  • die Nördliche Zwergmeerkatze (Miopithecus ogouensis) und
  • die Südliche Zwergmeerkatze (Miopithecus talapoin).

Die Grenze zwischen den beiden Arten bildet der Kongo-Fluss.

Weblink

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Zwergmeerkatzen – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
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