Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Zwerggrindwal

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Zwerggrindwal
Systematik
Ordnung: Wale (Cetacea)
Unterordnung: Zahnwale (Odontoceti)
Familie: Delfine (Delphinidae)
Unterfamilie: Grindwale (Globicephalinae)
Gattung: Feresa
Art: Zwerggrindwal
Wissenschaftlicher Name
Feresa attenuata
Gray, 1874

Der Zwerggrindwal (Feresa attenuata), aufgrund einiger gemeinsamer Merkmale mit dem Großen Schwertwal (Orcinus orca) auch bekannt als Zwergschwertwal oder Zwergkillerwal, ist ein kleiner, relativ selten gesichteter Wal aus der Familie der Delfine (Delphinidae).

Bis in die frühen 1950er Jahre kannte man den Wal nur aufgrund von zwei Schädeln im British Museum. Die erste Beschreibung stammt von John Gray aus dem Jahr 1874. 1954 wurde er von Muneasto Yamada anhand von Exemplaren vor Honshu wieder entdeckt und erneut beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Der Zwerggrindwal entspricht in seiner Größe dem Durchschnitt der meisten Delfinarten und wird entsprechend häufig mit anderen Arten, vor allem dem Rauzahndelfin verwechselt. Der Körper der Tiere ist kompakt und dunkel gefärbt, der Kopf ist gerundet und hat keine Schnauze. Die Flanken sind etwas heller und der Bauch ist meistens weiß gefärbt, gelegentlich kommt eine weiße Linie am Mund oder am Hals hinzu. Die Rückenfinne ist seht hoch leicht gebogen.

Der Zwerggrindwal bildet Schulen von 10 bis 30 Tieren, manchmal auch sehr viel größere Gruppen. Sie wurden beobachtet, dass sie gemeinschaftlich jagen und dabei auch andere Kleinwale wie den Gemeinen Delfin töten. Ihre Hauptnahrung besteht allerdings aus Fischen und Kopffüßern. Sie sind neben der Jagd nur sehr wenig aktiv.

Verbreitung

Der Zwerggrindwal ist weltweit in tropischen und subtropischen Gewässern beheimatet. Er scheint allerdings natürlich nicht sehr häufig zu sein, die einzige größere Population besteht aus etwa 40.000 Tieren im Ostpazifik. Regelmäßige Sichtungen gibt es von Hawaii und aus Japan, als Beifang wird er regelmäßig im Indischen Ozean nahe Sri Lanka und den Kleinen Antillen gefangen. Im Atlantik gibt es Sichtungen an den Küsten von Florida und dem Senegal.

Haltung

Es gab mehrere Versuche, den Zwerggrindwal in Gefangenschaft zu halten. Bei Versuchen in Hawaii und in Südafrika stellten sich die Tiere in Gefangenschaft als sehr aggressiv heraus und töteten sich gegenseitig. Eine dritte Gruppe, die in Japan gefangen wurde, war weniger aggressiv.

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Zwerggrindwal – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
  • Feresa attenuata in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: Cetacean Specialist Group, 1996. Version vom 12. Mai 2006
Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen