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Zweite Schlacht bei Chlumec

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Kaiser Lothar III. kämpft in der Schlacht bei Chlumec gegen die Böhmen. Illustration einer Ausgabe der Historia septem sapientum, um 1450.

Die Zweite Schlacht bei Chlumec war die Kulmination eines Erbstreites um das Herzogtum Böhmen und fand am 18. Februar 1126 in der Nähe des Ortes Chlumec u Chabařovic (deutsch: Kulm) am südlichen Rand des Osterzgebirges statt.

Herzog Soběslav I. von Böhmen aus dem Geschlecht der Přemysliden war nach dem Tode seines Bruders Vladislav I. 1125 als dessen Nachfolger Herzog geworden, musste den Thron jedoch gegen die Ansprüche Ottos II. von Mähren-Olmütz behaupten, der den deutschen König Lothar III. von Supplinburg zu Hilfe rief. 1126 marschierte Lothar mit einem Heer in Böhmen ein, und am 18. Februar 1126 kam es bei Chlumec zur Schlacht. Die genaue Lage des Schlachtfeldes ist nicht überliefert; sie kann auch am Lotarův vrch (Lotterberg) bei Jílové stattgefunden haben. Soběslav errang einen überzeugenden Sieg. Sein Rivale Otto fiel, und Lothar III. wurde gefangen genommen. Soběslav ließ sich vom gefangenen König mit Böhmen belehnen, ehe er ihn frei ließ.

Zum Andenken an den Sieg ließ Soběslav auf dem Gipfel des nahen Říp (deutsch: Georgsberg) eine dem hl. Georg geweihte romanische Steinrotunde errichten. Sie wird als eines der ersten tschechischen Nationaldenkmäler betrachtet.

Anmerkung

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