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Zweibrücken-Bitsch
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Die Grafschaften Zweibrücken und Zweibrücken-Bitsch
Die Grafen von Saarbrücken waren um 1100 eines der mächtigsten Geschlechter im südwestdeutschen Raum mit umfangreichem Landsitz an der Saar, im Bliesgau und im Elsaß, in der Pfalz und am Mittelrhein sowie einträglichen Vogteien (Schirmherrschaften) u. a. Ihre Machtstellung wird am besten dadurch charaktisiert, dass sie im 12. Jahrhundert zweimal die Erzbischhöfe von Mainz stellten. Um 1100 fielen ihnen auch die Zweibrücker Lande zu, vermutlich durch Heirat. Durch Erbteilung im Saarbrücker Grafenhaus kam Zweibrücken 1182/90 an den jüngeren Sohn Heinrich und nahm von da an als Grafschaft Zweibrücken eine eigenständige Entwicklung.
Die Grafschaft Zweibrücken bestand in ihrem Kern aus den Besitzungen zwischen Saar und Blies, dem später voangeeigneten umfangreichen Besitz n Kloster Hornbach (Kreis: Pirmasens, in Hornbach) sowie die Herrschaft Stauf am Donnersberg, den neun Rheindörfern zwischen Frankenthal und Worms und 11 Orten um Bergzabern einschließlich der Hälfte von Burg Landeck. Als Residenz wählte Graf Heinrich den einzigen festen Platz in seinem Herrschaftsgebiet, die um 1150 gebaute Wasserburg Zweibrücken. Der Name rührt von den beiden Brücken über den Schwarzbach her, der hier eine Insel bildete. Um die Burg herum entstand allmählich eine bürgerliche Siedlung.
Das Recht der Primogenitur (ältester Sohn als bevorzugter oder alleiniger Erbberechtigter) hatte sich damals noch nicht allgemein durchgesetzt, und die nachgeborenen Söhne rangen erbittert um ihr Erbteil, was zum Zerfall vieler Territorien führte. Gleiches gilt auch für die Grafschaft Zweibrücken, die sich in den Jahren 1295 – 1333 in zwei selbständige Herrschaftsgebiete teilte. Der östliche Teil der Zweibrücker Lande, das Amt Lemberg, ging an Eberhard über, der es mit der kurz zuvor durch Gebietstausch vom Herzogtum Lothringen erworbenen Herrschaft Bitsch zur Grafschaft Zweibrücken-Bitsch vereinigte. Sie bestand bis zum Tode des kinderlosen Grafen Jakob 1570. In den folgenden Erbauseinandersetzungen erhob Lothringen Anspruch auf die Grafschaft, konnte ihn aber nur für den westlichen Teil (Bitsch) durchsetzen, während der Ostteil (Lemberg) an die Grafen Hanau-Lichtenberg fiel und die gleichnamige Grafschaft bis zum Ende des alten Reiches bestand.
Die Grafschaft Zweibrücken war schon im 14. Jahrhundert zerfallen. Der kinderlose und durch zahllose Fehden verarmte Graf Eberhard II., verkaufte sie schon zu Lebzeiten an die Pfalzgrafen, die ihren Besitz bei seinem Tode 1394 antraten und damit erstmals in den westpfälzischen Raum vorstießen.
- siehe auch: Pays de Bitche
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