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Zwölfknotenschnur
Aus Kefk.
Die Zwölfknotenschnur ist ein einfaches Werkzeug, mit dem man einen rechten Winkel (90°) darstellen kann. Grundlage ist der Satz des Pythagoras, oder genauer gesagt seine Umkehrung, wonach ein Dreieck einen rechten Winkel besitzt, wenn das Quadrat über der längsten Seite die gleiche Fläche hat wie die Quadrate über den beiden kürzeren Seiten zusammen.
Die Schnur ist durch elf Knoten in zwölf gleiche Strecken unterteilt; der zwölfte Knoten verbindet den Anfang mit dem Ende der Schnur. Nun spannt man die Schnur zu einem Dreieck mit den Kantenlängen 3:4:5 auf. Die Kantenlängen erfüllen den Satz von Pythagoras (
), weshalb sich zwischen den beiden kürzeren Seiten des Dreiecks ein rechter Winkel ergibt.
Dieses Verfahren war schon den Ägyptern bekannt. Nach der jährlichen Überschwemmung des Nils benutzten sie die Zwölfknotenschnur zur Neuvermessung des Landes.
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