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Zutphen

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Zutphen
Zutphen (Niederlande)
Basisdaten
Staat: Niederlande
Provinz: Gelderland
Homepage der Stadt Zutphen
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Satellitenphoto von Zutphen

Zutphen (Bild:Loudspeaker.svg    anhören ?/i) (deutsch Zütphen) ist eine Gemeinde in der Provinz Gelderland (Niederlande). Sie umfasst die Stadt gleichen Namens und das an der Ostseite gelegene Dorf Warnsveld, das sich zu einem Vorort Zutphens entwickelt hat. Die Gemeinde hat etwa 47.000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Wirtschaft

25 Kilometer nordöstlich von Arnheim gelegen, mündet hier die Berkel in die IJssel. Die Stadt hat einen Bahnhof an der InterCity Linie Zwolle - Deventer - Arnheim - Nimwegen. Auch verkehren Züge nach Lochem, Hengelo (O), Winterswijk und Apeldoorn.

Zutphen ist ein überregionales edukatives und justitielles Zentrum (mit Gefängnis). Die Stadt hat auch ein großes psychiatrisches Krankenhaus, und ein normalles Krankenhaus.

Zutphen besitzt ein größeres Industriegelände westlich der Stadt, am Fluss, mit einem kleinen Binnenhafen. Dort is u.a. das Druckerei- und Verlegergewerbe und die Metallindustrie von Bedeutung.

Söhne und Töchter der Stadt

Geschichte

Die Stadt Zutphen existierte schon in der Römerzeit. Es war eine fränkische Siedlung, und es wurde ein Verwaltungszentrum einer hamaländischen Grafschaft in der Karolingerzeit. Kurz nach 882, als die Wikinger die damalige Siedlung ausraubten, wurde eine 10 Hektar große Ringwallburg angelegt. Mitte 11. Jahrhundert wurde im Auftrag des Kaisers Heinrich III. eine 54 Meter lange Kaiserpfalz gebaut am Grafenhof, und der seit 1046 neue Herr der Stadt, Reichsbischof Bernold von Utrecht, gründete und baute eine neue Kapitelkirche, die heutige St. Walburgiskirche. Die Stadt war schon im 11. Jahrhundert von Bedeutung (u.a. Münzprägung) und war eine Handelskonkurrentin von Deventer, das ja nur 15 km IJsselabwärts liegt. Sie war auch seit dem 13. Jahrhundert Mitglied der Hanse und hatte Handelsbeziehungen in England, Flandern, Dänemark, in den Ostseestädten und im Baltikum. Zutphen war im Mittelalter eine Zeit lang die Hauptstadt einer niederländischen Grafschaft gleichen Namens (9. bis 11. Jahrhundert eine Grafschaft am IJsselfluss (Iselgo, Islo); seit dem 12. Jahrhundert als 'Grafschaft Zutphen' angedeutet). Diese Grafschaft war seit 1138 Teil des Herzogtums Geldern.

Der Achtzigjährige Krieg bescherte Zutphen viel Elend. Am 10. Juni 1572 wurde die bis dahin überwiegend noch katholische Stadt von den Protestanten erobert, die sofort einen Bildersturm trieben. Nur fünf Monate später, am 8. November eroberten es die Truppen des Herzogs von Alba wieder für die katholischen Spanier zurück. Dabei wurde ein Massaker angerichtet: Etwa 800 Männer in Zutphen wurden getötet. Moritz von Nassau eroberte Zutphen im Jahre 1591 schließlich für die Niederlande zurück.

Seither ist Zutphen eine Provinzstadt, das Tor zur niederländischen Grenzregion Achterhoek. Im 19. Jahrhundert wurde die Industrie von Bedeutung, als Zutphen eine Eisenbahnverbindung mit Amsterdam und Arnheim erhalten hatte.

Die IJsselbrücken waren 1940 und 1945 Schauplatz heftiger Kämpfe im Zweiten Weltkrieg. Auch die Innenstadt erlitt dabei schwere Schäden. In den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden südlich des Stadtkerns ausgedehnte Neubauviertel.

Im Rahmen der Gemeindereform am 1. Januar 2005 wurde die ehemalige Gemeinde Warnsveld (9.037 Einwohner, Stand 2003) Teil der Gemeinde Zutphen.

Entwicklung der Einwohnerzahl (1. Januar):

Städtepartnerschaften

Partnergemeinden sind:

Sehenswürdigkeiten

Die Innenstadt der Hansestadt Zutphen, deren Silhouette von vielen Türmen geprägt wird, ist sehr sehenswert und besitzt viele historische Gebäude, darunter die mittelalterliche große St. Walburgiskirche. Die Sammlung der historischen Bücherei (Librije) dieser Kirche besteht aus angeketteten Büchern aus den Jahren 1450-1600. Eine Ruine des Berkeltores (um 1320) überspannt den gleichnamigen Fluss in einem Stadtpark. Weitere sehenswürdige Gebäude: Drogenapstor (1444), Bourgonjeturm (1457), Weinhausturm (1618-1642), Dominikanerkirche (1300), Neustadtskirche (1250-1530), etwa 300 Wohnhäuser aus dem 13.–16. Jahrhundert. Das Stadtmuseum (Stedelijk Museum Zutphen) hat oft sehr bemerkenswerte Wechselausstellungen.


Weblinks


Koordinaten: 52° 8' 23" N, 6° 11' 42" O

Wikipedia
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