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Zungenbein

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Das Zungenbein (os hyoideum) ist ein kleiner gebogener Knochen am Mundboden unterhalb der Zunge. Er ist der einzige Knochen, der nicht mit dem restlichen Skelett verbunden ist, sondern nur an Muskeln und Bändern aufgehängt ist. Das Zungenbein hat eine U-förmige Gestalt und ist circa 2 - 3 cm groß. Embryonal entsteht das Zungenbein aus den Knorpeln des 2. und 3. Kiemenbogens.

Es besteht bei den Säugetieren aus einem unpaaren Mittelstück (Körper) und zwei Paar seitlichen Fortsätzen (Hörnern). Das hintere Paar der seitlichen Fortsätze ist klein und mit dem Kehlkopf verbunden, das vordere größer und am Schläfenbein befestigt. Bei Affen und Menschen verschmilzt sogar das obere Drittel des vorderen Horns mit dem Schläfenbein und bildet dessen so genannten Griffelfortsatz, während der Rest oder wenigstens das zweite Drittel unverknöchert bleibt und als Ligamentum stylohyoideum die Verbindung des Zungenbeins am Griffelfortsatz unterhält. Beide Hornpaare sind bei den niederen Wirbeltieren größer und stellen möglicherweise die Reste des bei den Fischen noch voll entwickelten Zungenbein- und ersten Kiemenbogens dar, während der so genannte Körper, der zuweilen aus mehreren hintereinander gelegenen Teilen besteht, das unpaare Mittelstück des Zungenbeinbogens repräsentiert.

Das Zungenbein lässt sich durch die Haut ertasten. Durch bildgebende Untersuchungsverfahren lässt es sich darstellen.

Funktion

Das Zungenbein ist durch Bänder und Muskeln im Schädelbasisbereich fixiert. Dadurch erhält es bildlich gesprochen eine Schaukelfunktion. An der Unterseite der Schaukel sind Kehlkopf und Luftröhre aufgehängt mit Bewegungsoptimierung. Das wirkt sich günstig auf die Funktionen Sprechen, Schlucken, Atmung und Husten aus.

Muskeln

Das Zungenbein ist Ansatzpunkt vieler Muskeln, die nach der Lage ihres Ursprungs zum Knochen in zwei Gruppen unterteilt werden: Suprahyale Muskulatur: Sie zieht das Zungenbein nach oben und ist am Schluckakt beteiligt.

Infrahyale Muskulatur: Sie zieht das Zungenbein nach unten. Alle Muskeln der Gruppe werden von der Ansa cervicalis innerviert.

Weblinks

Wikipedia
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Textvorlage aus Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888/89

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