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Zune

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Zune ist der Name des von Microsoft entwickelten MP3-Players, der in Konkurrenz zu Apples iPod treten soll. Seit dem 14. November 2006 ist Zune auf dem amerikanischen Markt erhältlich. Das Gerät wird (wie alle Microsoft Produkte) von Toshiba gebaut und von Microsoft vertrieben. Der Verkaufspreis liegt bei $ 249,99.</br> Mit der europäischen Markteinführung wird für Ende 2007 oder Anfang 2008 gerechnet, offizielle Zahlen gibt es jedoch nicht.

Inhaltsverzeichnis

Funktionen

Zune ist mit einem UKW-Empfänger und einer 30-GB-Festplatte ausgestattet. Per WLAN können Musik und Fotos an andere Zune-Player in der nahen Umgebung weitergegeben werden. Übertragene Musikstücke werden allerdings mit einem DRM-Schutz versehen und sind nur eingeschränkt abspielbar (3 mal innerhalb von drei Tagen, siehe Kritik). Nicht mehr abspielbare Musikstücke können nur noch zum Kauf über das Zune-Portal markiert werden.
Das Gerät unterstützt die Audio-Formate MP3, AAC und WMA. Das freie Format Ogg Vorbis wird ebenso wenig wie Hörbücher im Audible-Format unterstützt. Für Bilder ist das JPEG-Format vorgesehen. Videos können im Format H.264, WMV oder MPEG-4 abgespielt werden. Microsofts eigener Standard PlaysForSure wird durch Zune nicht unterstützt. Audio- und Video-Podcasts werden unterstützt, können aber derzeit noch nicht wie beim iPod mittels der mitgelieferten Verwaltungssoftware abonniert und automatisch auf den Player übertragen werden.

Aussehen

Zune ist in den Farben Weiß, Braun und Schwarz erhältlich und verfügt über ein 3 Zoll großes QVGA-Display, das hochkant angeordnet ist. Der iPod dagegen hat ein 2,5 Zoll großes Display, das quer angeordnet ist. Die Auflösung im Verhältnis 4:3 der beiden Displays ist dieselbe (320 auf 240 Pixel). Knapp die Hälfte der Vorderseite des Zune wird vom Bildschirm eingenommen. Je nach Inhalt wird der Zune hochkant oder quer benutzt. Das Gerät besitzt ein Steuerkreuz, das dem Steuerrad des iPods ähnelt, aber nicht dessen Funktionalität besitzt.

Modellgeneration Speicherkapazität Max. Akkulaufzeit Gewicht Maße (H × B × T)
1. Generation 30 GB 14 h 174 g 111,76 × 60,96 × 15,24 mm
60 GB (in Planung) - - -

Weitere Informationen

Parallel zu dem Player hat Microsoft in den USA auch einen eigenen Musik-Download-Shop gestartet, auf dem Titel für den Zune erworben und heruntergeladen werden können. Damit will Microsoft die Marktführerschaft von Apples iTunes Store angreifen. Presseberichten zufolge soll mit einem Werbeetat von 500 Millionen Dollar ein großer Marktanteil erreicht werden. Der Download soll 79 Microsoft Points kosten, umgerechnet 0,99 US$ - diese Verrechnungseinheit wird auch bei Xbox Live genutzt. Diese Points können aber nur in größeren Blöcken, für zum Beispiel mindestens fünf US-Dollar, gekauft werden. Daneben soll es im "Zune Marketplace" eine Flatrate für 15 US$ im Monat geben, wobei unbegrenzt viele Titel aus dem Repertoire zwar heruntergeladen, aber wegen des DRM nur für die Dauer des Abonnements gehört werden können. Der Zune Store hält derzeit rund 2 Millionen Titel vor, Konkurrent iTunes 3 Millionen.

Kritik

Mit DRM geschützte Lieder kann der Zune nur abspielen, wenn diese aus Microsofts neu eröffnetem "Zune Marketplace" stammen. Lieder aus anderen, eigentlich mit Microsoft kooperierenden Musicstores (durch Nutzung des WMA-Formats und dessen DRM-Schutzes) sind nicht mit dem Zune kompatibel. Dies betrifft in Deutschland beispielsweise Musik aus dem Angebot Musicload von T-Online oder MSN Musicstore. Das von Microsoft initiierte PlaysForSure wird ebenfalls nicht unterstützt.

Von Zune zu Zune übertragene Musikstücke werden mit einem DRM-Schutz versehen und sind nur dreimal innerhalb von drei Tagen abspielbar. Diese Einschränkung betrifft auch Eigenkompositionen und Stücke, die eigentlich lizenzfrei sind. Ein Lied zählt nach der ersten Minute Abspieldauer als abgespielt. Stücke unter zwei Minuten Länge gelten als abgespielt, sobald die Hälfte des Liedes abgespielt wurde. Nicht mehr abspielbare Musikstücke können nur noch zum Kauf über das Zune-Portal markiert werden. Des Weiteren können von einem anderen Zune empfangene Musikstücke nicht weiterübertragen werden. Ebenfalls wird es den Labels zugestanden die Übertragung der Stücke manchen Künstlern gänzlich zu verbieten.

Das WLAN beschränkt sich gänzlich auf die Fähigkeit, Stücke von Zune zu Zune zu übertragen. Das Übertragen vom PC ist damit nicht möglich.

Modifikationen

Vor einiger Zeit berichtete die Tageszeitung derStandard, dass es trotz Bemühungen seitens Microsoft möglich wäre das DRM des Gerätes zu umgehen.[1] Wie das Onlineportal Computerbase berichtet, ist die Rechteverwaltung fehlerhaft implementiert und lässt sich auf unterschiedliche Weise relativ leicht umgehen. [2]. Auch eine Nutzung als Datenträger wird so möglich.

Sprachliche Assoziationen der Gerätebezeichnung

Zune klingt nicht nur wie 'Tune', sondern auch wie das franko-kanadische „Zoune”, einem umgangssprachlichen Euphemismus für die männlichen oder weiblichen Genitalien[3], und wie das hebräische Slang-Wort 'zi-yun', welches vorehelichen Geschlechtsverkehr bezeichnet.
Microsoft erklärte hierzu, man sehe gewisse Ähnlichkeiten mit dem hebräischen Wort 'zi-yun', das sei jedoch nicht beabsichtigt gewesen. Es wäre vielmehr das Ziel gewesen, ein noch "unverwendetes" Wort als Namen für den neuentwickelten MP3-Player zu verwenden, wozu auch die üblichen multikulturellen Tests durchgeführt worden seien.

Weblinks

Quellen

  1. vgl. Artikel zum Umgehen des DRM bei derStandard.at
  2. vgl.Computerbase, 26. Nov 2006, DRM-Schutz des „Zune“ leicht auszutricksen
  3. Artikel auf canada.com über Microsofts Reaktionen auf die Ähnlichkeit
Wikipedia
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