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Zumwalt-Klasse
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Die Zumwalt-Klasse (DDG-1000) ist die Bezeichnung der geplanten neuen Klasse der Zerstörer der US Navy. Der Name geht zurück auf Admiral Elmo R. Zumwalt Jr.
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Projektentwicklung
Die Zumwalt-Klasse soll hauptsächlich Landziele angreifen, kann aber auch andere Aufgaben übernehmen. Aufgrund der hohen Spezialisierung und der noch viel höheren Kosten werden die Zumwalts die Arleigh-Burke-Klasse nicht ersetzen sondern ergänzen.
Das Projekt trug bis zum Jahr 2001 die Bezeichnung DD-21, danach wurde die Bezeichnung auf DD(X) geändert. Schließlich erhielt die Klasse im April 2006 mit der Benennung des Typschiffs ihren eigentlichen Namen. Ursprünglich waren zwei Konsortien, das eine unter Leitung von General Dynamics und das andere unter Leitung von Northrop Grumman beauftragt je ein Design zu entwicklen. Im Jahr 2002 wurde dann das Konsortium unter der Federführung von Northrop Grumman Ship Systems mit der Entwicklung seines Entwurfs zur Serienreife beauftragt, für diesen Zweck wurden ca. 2,9 Milliarden US-Dollar genehmigt.
Bis Januar 2007 hat die US Navy erst zwei Einheiten bestellt. Der Baubeginn für beide Einheiten soll noch im Jahr 2007 erfolgen und die Übergabe an die Navy soll dann ebenfalls für beide Schiffe 2012 erfolgen. Das zuerst fertiggestellte Schiff erhält die Kennung DDG-1000 und den Namen USS Zumwalt. Der Name für die zweite Einheit ist noch nicht bekannt.
Ursprünglich sollten einmal 24 Einheiten zu einem Stückpreis von 750 Millionen US-$ beschafft werden. Da die beiden Typschiffe aber je 3,3 Milliarden US-$ und die folgenden Schiffe je 2,3 bis 2,5 Milliarden US-$ kosten, werden wahrscheinlich nur etwa sieben Schiffe beschafft.
Die Auftragsvergabe für die weiteren fünf Einheiten soll, für jeweils ein Schiff jährlich, zwischen 2009 und 2013 erfolgen. Die Indienststellungen werden dementsprechend für 2014 bis 2018 erwartet.
Technik
Es ist geplant, die Schiffe nach den Prinzipien der bereits bei der Entwicklung der Arleigh-Burke-Klasse angewandten Tarnkappentechnik zu gestalten. Jedoch werden die Stealth-Maßnahmen bei den Schiffen dieser Klasse wesentlich konsequenter ausgeführt werden: so sollen sie nur noch den Radarquerschnitt eines Fischerboots besitzen.
Spezifikationen
- Länge: 185 m
- Breite: 25 m
- Tiefgang: 8,5 m
- Verdrängung: ca. 14.000 t (eine geplante Tonnage, die deutlich über der aktueller und ehemaliger als Kreuzer klassifizierten Einheiten der US-Navy liegt)
- Geschwindigkeit: mehr als 30 kn (56 km/h)
- Antrieb: Integriertes Energieverbundsystem (IPS): 2 Rolls-Royce MT-30 Gasturbinen mit je 36 Megawatt Leistung und zwei Rolls Royce Gasturbinen mit je 4.5 Megawatt sowie zwei Induktionsmotoren
- Besatzung: 142 Soldaten sowie weitere Unterbringungsmöglichkeiten
Antrieb
Die Schiffe der Zumwalt-Klasse werden über einen vollständig elektrischen Antrieb verfügen, alles, was auf dem Schiff angetrieben werden muss, bekommt seine Leistung über ein bordeigenes Stromnetz. Zur Stromerzeugung werden vier Gasturbinen des britischen Herstellers Rolls-Royce verwendet. Als Haupterzeuger dienen zwei Turbinen mit je 36 Megawatt Leistung, daneben sind noch zwei weitere mit je 4,5 Megawatt Leistung vorhanden, der eigentliche Antrieb erfolgt aber über zwei Induktionsmotoren.
Der Hauptvorteil dieses Systems ist, dass es einfach möglich ist, Energie umzuleiten, je nachdem, wo auf dem Schiff gerade mehr und wo weniger benötigt wird. Des Weiteren soll dadurch die zukünftige Integration von Energiewaffen erleichtert werden, welche vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt der 50-jährigen Dienstzeit der Schiffe die herkömmliche Artillerie ablösen sollen.
Bewaffnung
Als Raketenbewaffnung werden 80 VLS-Zellen in einer Art V-Stellung am Rand der Schiffe eingerüstet. Dies soll verhindern das ein Treffer das gesamte Schiff zerstört und außerdem eine Art Schutzwall bilden. In jeder Zelle kann je ein Tomahawk-Marschflugkörper oder 4 Luftabwehrraketen vom Typ RIM-162 Evolved Sea Sparrow Missile oder eine Standard Missile-Luftabwehrrakete untergebracht werden. Die ESSM sind für kurze bis mittlere Reichweiten vorgesehen, während die Standardbewaffnung auch über Langstreckenfähigkeiten verfügt. Außerdem kann die Standardbewaffnung auch gegen Seeziele eingesetzt werden. Eine neue Version mit Anti-Ballistik-Fähigkeiten befindet sich in Entwicklung.
Die Geschützbewaffnung besteht hauptsächlich aus zwei 155 mm Geschützen. Die Geschütze sind vollständige Neuentwicklungen des britischen Konzerns BAE Systems. Für die beiden Geschütze gibt es unter Deck ein gemeinsames vollautomatisches Magazin mit einer Kapazität von 600 Schuss. Durch Verwendung einer raketenunterstützten Spezialmunition, die über eine GPS-Lenkung verfügt, können Reichweiten von bis zu 180 km erreicht werden.
Zur Selbstverteidigung ist das Schiff außerdem noch mit zwei 57-mm-CIWS (ebenfalls BAE Systems) ausgerüstet, die Sea-Skimming- und Top-Attack-Seezielflugkörper auf kurze Distanzen zerstören können.
weitere Ausrüstung
Die Zumwalts verfügen über einen weitläufigen Hangar mit Hubschrauberlandeplatz, welcher den Einsatz von zwei Hubschraubern vom Typ SH-60 LAMPS oder einem MH-60R sowie dreier Drohnen RQ-8A Fire Scout VTUAV ermöglicht.
Die geringe Zahl an Besatzungsmitgliedern wird durch einen hohen Grad an Automatisierung erreicht, was durch Integration von Technologie aus dem Smart Ship Project realisiert wird.
Außerdem wird das Führungssystem Aegis kombiniert mit zwei neuen Radaranlagen eingerüstet werden. Die bisher bei allen Aegisschiffen eingebaute Radaranlage AN/SPY-1F wird jedoch nicht verwendet werden.
Politische Kontroverse
Während der US-Senat das Projekt unterstützt, ist das US-Repräsentantenhaus gegen das Projekt und reduzierte bereits die für die Projektentwicklung verwendeten Ausgaben. Nach der Ansicht des Repräsentantenhauses sollten stattdessen weitere Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse bestellt werden.
Im Oktober 2005 wurden in den Medien Berichte veröffentlicht, nach denen das US-Verteidigungsministerium die Einstellung des Projektes empfehlen soll; im November heißt es, dass weniger ambitionierte und kostengünstigere Pläne für den Bau der Schiffe die Unterstützung des Ministeriums finden könnten.
Ende Dezember 2005 genehmigte der Kongress schließlich die Beschaffung von sieben Einheiten
Weblinks
- globalsecurity.org: DD(X) Multi-Mission Surface Combatant (engl.)
- Webseite des Herstellerkonsortiums (engl.)
- Website der US Navy (engl.)
- Naval Technologies: DDG 1000 Zumwalt (engl.)
- News zum DDG 1000 Zumwalt (engl.)
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