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Zum Blauen Bock
Aus Kefk.
| Showdaten | |
|---|---|
| Titel: | Zum Blauen Bock |
| Produktionsland: | Deutschland |
| Produktionsjahr(e): | 1957–1987 |
| Sender: | ARD |
| Erstausstrahlung: | 1957 |
| Moderation: | |
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Zum Blauen Bock war eine Unterhaltungsshow des Hessischen Rundfunks in der ARD.
Sie wurde von 1957 bis 1964 von Otto Höpfner, danach von Heinz Schenk und Lia Wöhr geleitet. Anlass für die erste Sendung war die Funkausstellung in Frankfurt. Ab dem 9. November lief sie dann am Samstagnachmittag, in den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts wandelte sie sich schließlich noch in eine Samstagabend-Show. Im Dezember 1987 feierte die Sendung ihr 30-jähriges Bestehen, kurz darauf gab Heinz Schenk sie aus Altersgründen auf.
Inhaltsverzeichnis |
Konzept
Die Sendung fand in verschiedenen hessischen Städten statt, in deren Stadthallen man als Kulisse jeweils eine nachgebaute Äppelwoi-Kneipe aufstellte (gelegentlich kam der „Blaue Bock“ auch von Veranstaltungsorten außerhalb Hessens). Es traten Prominente aus Film, Funk und Fernsehen auf. Meist wurden Melodien aus Operetten und Musicals vorgetragen, aber auch die neuesten deutschsprachigen Schlager und selbstverfasste Couplets. Letzteres bedeutete, dass jeder prominente Gast ein Gesangspart erhielt, also beispielsweise auch Nachrichtensprecher. Neben dem Gesang nahm das Gespräch eine nahezu gleich bedeutende Rolle ein, wobei auch die an einem Tisch zusammensitzenden Honoratioren der Stadt zu Wort kamen.
Musik
Für die musikalische Begleitung sorgte ein Tanzorchester, zu Höpfners Zeit „Hans Schepior und seine Solisten“, dann lange Zeit eines unter der Leitung von Franz Grothe. Er vertonte auch viele der von Heinz Schenk selbst geschriebenen Lieder. Dabei sangen nicht nur die Gäste, auch Heinz Schenk übernahm den einen oder anderen Part. So konnte er sich bei Zeitnot „selber aus dem Programm nehmen“, um den Zeitplan der Live-Sendung einzuhalten. Insbesondere sang Heinz Schenk im Vorspann, einem Einspielfilm, der gewöhnlich auf humorvolle Weise die gastgebende Stadt vorstellte.
Bembel
Anstatt Blumen erhielt jeder Gast einen Bembel. In diesen wurden später die Autogramme von Heinz Schenk und Lia Wöhr eingebrannt. So konnte der Verkauf der vorher marken- und musterechtlich nicht geschützten Blaue-Bock-Bembel verhindert werden. Die Bembel brachte Lia Wöhr als Wirtin des Bocks den Gästen und setzte damit den Schlusspunkt eines Gesprächs.
Schankwirtschaft
Die Dekoration als Äppelwoi-Kneipe bedeutete fast selbstverständlich, dass auch Äppelwoi ausgeschenkt wurde. Heinz Schenk begnügte sich allerdings mit Apfelsaft. Heinz Schenk trat als Geschäftsführer der Schankwirtschaft auf, Lia Wöhr als Wirtin und Reno Nonsens als Oberkellner. Letzterer trieb als Komiker Schenk und noch mehr Wöhr oft in den – gespielten – Wahnsinn.
Wechsel der Moderatoren
Otto Höpfner nahm ein Angebot an, eine weitere Sendung im Konkurrenzsender ZDF zu moderieren, woraufhin ihm der Programmdirektor des Hessischen Rundfunks (ARD), Hans-Otto Grünefeld, kündigte. Gleichzeitig Gesicht des Ersten und Zweiten Fernsehprogramms zu sein, wurde damals nicht geduldet. Wechsel von Ansagern und Moderatoren in den öffentlich-rechtlichen Anstalten führten noch bis in die 1990er zu öffentlichen Diskussionen. Der HR fragte schließlich beim Hörfunkmoderator Heinz Schenk an, ob er den „Blauen Bock“ übernehmen wolle. Schenk bat sich Bedenkzeit aus und konnte aber schon am nächsten Tag in der Zeitung lesen, er sei der neue Wirt des Blauen Bock.
Laufzeit
- Vom 3. August 1957 bis 1965 entstanden 74 Sendungen mit Otto Höpfner
- Von 1966 bis Dezember 1987 entstanden 134 Sendungen mit Heinz Schenk
Weblinks
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