Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Zschortau

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Zschortau ist ein Ortsteil der Gemeinde Rackwitz im Landkreis Delitzsch, Regierungsbezirk Leipzig, Freistaat Sachsen. Er hat ca. 1700 Einwohner und dient vornehmlich als Wohnort.

Lage

Zschortau ist einer von sieben Ortsteilen der Gemeinde Rackwitz. Der Ort liegt an der B 184, ca. 12 km nördlich von Leipzig. In der Nähe befinden sich ehemalige Braunkohletagebaue, deren Abbaugebiete derzeit geflutet werden, so dass Schladitzer und Werbeliner See entstehen. Das Land ist eben und gehört zur Leipziger Tieflandsbucht und wird vom Lober durchflossen. Durch die neuen Seen, die in der Hauptwetterrichtung liegen und durch ihre Thermik die Wolken teilen, ist es oft trockener als in der nahen Umgebung.

Geschichte

  • 1200: vermutliche deutsche Rückbesiedelung des seit der Völkerwanderung slawischen Gebietes.
  • 1349: erfolgte im Lehnbuch von Friedrich dem Strengen die Ersterwähnung (Czorttow).
  • 1442: sind 22 Familien in Zschortau ansässig.
  • 1547: werden zwei Rittergüter erwähnt.
  • 1590: wird die Schule gegründet.
  • 1726: erhält die Kirche ihre Turmuhr.
  • 1746: wird durch J.S. Bach die Scheibeorgel in der Kirche abgenommen. Sie ist heute die einzige noch erhaltene.
  • 1764: wird aus dem Obergut ein Park im enlischen Stil, mit einem barocken Herrenhaus.
  • 1800: Zschortau hat 300 Einwohner.
  • 1815: Zschortau wird auf dem Wiener Kongress an Preußen abgetreten.
  • 1859: erfolgt der Bahnanschluss.
  • 1860: Gründung der Feuerwehr
  • 1900: es gibt 999 Einwohner
  • 1902: am 5. Mai verunglückt der D-Zug 21 Leipzig - Bitterfeld
  • 1919: gründen sich der Sportverein und der Schrebergartenverein.
  • 1945: besetzen im April Amerikaner den Ort. Ab Juni kommen dann die Russen und Zschortau gehört zur Sowjetzone. Das Obergut wird zur Landwirtschaftsfachschule und das Untergut zum Volkseigenen Gut.
  • 1949: Zschortau gehört zur DDR.
  • 1952: ist Zschortau dann im neuen Bezirk Leipzig.
  • 1968: erfolgt der Schulneubau
  • 1976/77: wird die Turnhalle errichtet.
  • 1990: mit dem 3. Oktober 1990 ist Zschortau dann im vereinigten Deutschland.
  • 1992: Beginn der umfangreichen Erneuerung der Strassen und des Abwassersystems, was bis heute andauert.
  • 2003: Das ehemalige Obergut wird umfassend saniert und dient (seit 1970) weiterhin als Ausbildungsstätte für Landwirte aus Entwicklungsländern.
  • Bis 2004 war Zschortau eine eigenständige Gemeinde, schloss sich aber dann aus wirtschaftlichen Gründen mit Rackwitz zusammen und ist heute ein Ortsteil der neuen Gemeinde.
  • 2006: Erneuerung der Delitzscher Strasse bis nach Brodau.
  • 2007: Sanierung der Sporthalle und Renovierungen im Kindergarten/-Krippe.

Infrastruktur

Zschortau liegt verkehrsgünstig vor den Toren Leipzigs. Der Bahnhof Zschortau liegt an der ICE-Strecke Leipzig-Berlin. Bis zum Flughafen Leipzig-Halle sind es ca. 12 km Luftlinie, die Autobahnen A 9 und A 14 sind ca. 15 bzw. 8 km entfernt.

Die wichtigsten Einrichtungen der Grundversorgung sind im Ort vorhanden. Weiterhin verfügt der Ort über eine Kinderkrippe, Kindergarten, Grundschule, Hort und Bücherei. Außerdem besteht ein Sportverein mit den Abteilungen Fußball, Handball, Tischtennis, Dart, Gymnastik. Es gibt auch noch einen Hundesport- und Angelverein, sowie eine Bücherei und eine freiwillige Feuerwehr.

Koordinaten: 51° 28' 43" N, 12° 21' 37" O

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Zschortau, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge