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Zorn
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Der Zorn ist ein elementarer Zustand starker emotionaler Erregung mit unterschiedlich aggressiver Tendenz, der zum Teil mit vegetativen Begleiterscheinungen verknüpft ist.
Sein Gegensatz ist die Sanftmut.
Einerseits tritt er als heftiger Ärger, wutartiger Affekt als Jähzorn oder Zornesausbruch auf, der zu unkontrollierten Handlungen oder Worten führen kann. Der Zorn erscheint dann als Beherrscher des Menschen, der seinerseits seine Gefühlsregungen nicht mehr kontrolliert.
Andererseits tritt der Zorn als anhaltendes, gerecht erscheinendes Zürnen auf (auch: als "Groll"): Bauernzorn, Bürgerzorn, Volkszorn, Wählerzorn; Götterzorn, Zorn Gottes, heiliger Zorn (siehe auch: Ingrimm).
Zorn ist immer gegen eine bestimmte Person oder Gruppe gerichtet, während die Wut nach allen Seiten explodieren kann.
In der Ilias des Homer ist der manische, lang andauernde Zorn des Achill das Leitthema.
In der Kirchengeschichte zählt Zorn zu den "Sieben Todsünden". In der Kunstgeschichte kommt es zu entsprechenden allegorischen Darstellungen des Zorns.
Zitate
- Auch der Hass gegen die Niedrigkeit
- Verzerrt die Züge.
- Auch der Zorn über das Unrecht
- Macht die Stimme heiser.
- — Bertolt Brecht (1938): „An die Nachgeborenen“
- Der Zorn ist eine kurze Raserei. (lateinisches Sprichwort)
Literatur
- Über den Zorn (Seneca), ISBN 3442013917
- Zorn und Zeit (Peter Sloterdijk 2006), ISBN 3518418408
Siehe auch
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