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Zoom (Film)

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Ein künstlich erzeugter zoom-in, gefolgt von einem zoom-out
Ein künstlich erzeugter zoom-in, gefolgt von einem zoom-out

Der Zoom im Film stellt eine Veränderung der Brennweite am Kameraobjektiv (hier Zoomobjektiv) dar und imitiert eine Hin- und Rückfahrt, beispielsweise die Veränderung von der Totalen in eine Naheinstellung, bei der sich die Position der Kamera nicht verändert. Ein Zoom wird in der Regel durch die Veränderung der Brennweite des Zoomobjektivs der laufenden Kamera produziert; er kann aber auch tricktechnisch realisiert werden.

Besonders in Italowestern wurde die Technik vor allem aus ökonomischen Gründen geradezu exzessiv eingesetzt, da Kamerafahrten – insbesondere Fahrten auf Schienen – teurer sind: Sie dauern länger in der Umsetzung und erfordern mehr Personal. Der Einsatz des Zooms als Ersatz für die Kamerafahrt wird als Stilmittel vielfach kritisiert, da der visuelle/räumliche Eindruck als zu künstlich gilt. Vor allem schnelle Brennweitenveränderungen erzeugen immer einen gewissen optischen Sogeffekt; zudem werden die tatsächlichen räumlichen Verhältnisse im Verlaufe eines Zooms verfälscht (z.B. Abstand zwischen Vorder- und Hintergrund).

In der heutigen Filmproduktion wird der Zoom deutlich diskreter verwendet was das Maß der Brennweitenveränderung angeht, oft nur in ausgewählten, absichtlich betonten Einstellungen.

Dies bezieht sich nicht auf Zoom-Objektive, die nach wie vor im Einsatz sind, um z.B. näher am Geschehen zu sein, als die Kamera es zulässt.

Ein interessanter Effekt, der durch ein Zusammenspiel von Kamerafahrt und Brennweitenveränderung ermöglicht wird, ist der so genannte Dolly Zoom.

Literatur

  • vgl. Kamp, Werner; Rüsel, Manfred: Vom Umgang mit Film. Cornelsen, 1. Auflage, ISBN 3-06-102824-2
Wikipedia
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