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Zoo Duisburg
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Der Zoo Duisburg (gegründet am 12. Mai 1934) ist einer der größten zoologischen Gärten Deutschlands, bekannt vor allem für das Delfinarium und seit 1994 für die Koala-Aufzucht.
Weit weniger bekannt sind die Zuchterfolge in anderen Bereichen, wie z. B. bei Fossas und Pinselohrschweinen.
Der Zoo befindet sich im nördlichsten Teil des Duisburger Stadtwalds an der Grenze zu Mülheim an der Ruhr. Die A 3 zerschneidet den Zoo in einen westlichen und einen östlichen Teil, die über eine begrünte Landschaftsbrücke verbunden sind. Die Autobahn ist für den Besucher kaum wahrnehmbar.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Ab 1965 wurde auf einem neu erschlossenen Areal ein Delfinarium eröffnet, das zu den größten Europas gehört. Die Haltung und Erforschung von Großen Tümmlern steigerte das Ansehen des Zoos, sorgte aber auch für scharfe Kritik, da selbst ein großzügig bemessenes Delfinarium nur einen kleinen Teil des Raumes zu bieten vermag, der einem Delfin in seinem natürlichen Lebensraum zur Verfügung steht.
Im September 2005 eröffnete der Zoo die "Rio Negro" getaufte Anlage für die beiden Flussdelfine, die den in die Jahre gekommenen Tieren einen ruhigen Lebensabend verschaffen sollte. Doch bereits im Oktober 2006 starb der ältere Flussdelphin "Apure".
Gehege
Delfinarium
Das Delfinarium wird von vier Großen Tümmlern bewohnt, welche in einem Becken leben, das annähernd 3 Mio. Liter Seewasser fasst. Es wird nicht chemisch, sondern mit speziellen Abschäum-Anlagen mit Luft gereinigt. Es ist das größte Delfinarium Deutschlands und eines der größten Europas. Je nach Jahreszeit werden täglich zwei bis drei Shows in der großen Arena vorgeführt. Für die Besucher ist es nur zwischen den Shows in der Woche (nicht an Sonn- und Feiertagen) kostenfrei geöffnet. Es bietet regelmäßig Aktionen an, wie „Ein Abend bei Delfinen“ oder „Tierpfleger für einen Tag“. Auch können dort Hochzeiten und Kindergeburtstage gefeiert werden.
Delfine
- Ivo ist ein männlicher Großer Tümmler und wohnt seit 1999 in Duisburg, zuvor lebte er im Zoo Antwerpen. Er wurde zusammen mit 27 weiteren Delphinen im Golf von Mexiko gefangen. Ivo ist der Vater des verstorbenen Duke.
- Pepina ist ein 27 jähriges Weibchen, welches seit 1993 in Duisburg lebt. Sie wurde vor Kuba gefangen. Pepina ist die Mutter von Daisy und Duke.
- Delphi ist die Tochter von Flappina (Großer Tümmler), sie wurde am 11. Juli 1992 in Duisburg geboren.
- Daisy ist das jüngste Weibchen in Duisburg, sie ist die Tochter von Pepina und im Jahr 2005 10 Jahre alt geworden.
- Iris war ein Großer Tümmler und die Mutter von Ivo dem Delfin-Männchen. Sie wurde zusammen mit ihren Sohn von Zoo Antwerpen nach Duisburg gebracht. Sie starb 1999.
Rio Negro
Das 2005 eröffnete Rio Negro ist eine der neuesten und modernsten Anlagen des Zoos und befindet sich in der Tropenhalle. In einem großen Becken lebt der Amazonasdelfin Orinoko, auch Baby genannt. Das Becken ist naturnah gestaltet und zum Besucherbereich mit einer meterlangen und gewölbten Glasscheibe abgetrennt. Die Halle ist natürlich gestaltet mit Holzspan-Boden, vielen Pflanzen und frei laufenden Tieren.
Amazonas-Flussdelfine
- Apure (auch Vater genannt) ist in der Nacht zum 8. Oktober 2006 an Altersschwäche gestorben. Er wurde zusammen mit 4 weiteren Amazonas-Flussdelfinen gefangen und nach Duisburg gebracht. Er ist der älteste bekannte Ammazonas-Flussdelfin der Welt gewesen und wurde 42 Jahre alt.
- Orinko oder auch Baby genannt lebt heute noch im Duisburger „RIO NEGRO“ und ist geschätzte 32 Jahre alt. Er ist ebenfalls ein Wildfang und lebt heute allein.
Koalahaus
Im Koalahaus befindet sich eine Vitrine mit australischen Kleintieren. Die Koalas sind von den Besuchern durch eine Glasscheibe getrennt. Im Besucherraum finden sich viele Informationen zum Thema Koalas und Australien, sowie die Geschichte, wie die Koalas in den Zoo gelangt sind. Dazu passend gibt es im Koalahaus eine dauerhafte Foto-Ausstellung des Naturfotografen Ingo Öland zu sehen, die auf 22 großformatigen Motiven Australiens Landschaften und deren Tierwelt zeigt.
Fossa-Anlage
Die Fossa-Anlage ist mit viel Bewuchs und kleinen Wasseranlagen so gestaltet, dass man einen Eindruck des natürlichen Lebensraums der Fossa bekommt. Der Zoo ist stolz auf seine erfolgreiche Fossazucht und hat sogar die größten Zuchterfolge weltweit zu verzeichnen. Seit 1994 koordiniert der Zoo das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für diese Art.
Äquatorium
Das Äquatorium ist das größte Revier des Duisburger Zoos, es trägt seinen Namen aufgrund der Tatsache, dass dort Tiere wohnen, die man für gewöhnlich in den (Regen-)Wäldern des Äquatorbereiches findet. Hauptsächlich findet man hier Primaten aller Art. Im Herbst 2005 eröffnete der neue Ost-Eingang, hinter dem man Gebirgs-Loris in einer unter Aufsicht begehbaren Voliere sehen kann. Die Tiere kann man täglich um 14 Uhr füttern. Neben den Loris bewohnen auch Bärenstummelaffen ein naturnahes Gehege. Die Anlage wurde von der Firma Thyssen gespendet.
Ruhrpott-Schnauzen
Das ZDF strahlt seit Juni 2006, mit fünfmonatiger Pause, die Doku-Serie „Ruhrpott-Schnauzen“ aus. Sie läuft montags bis freitags von 15.15 Uhr bis 16.00 Uhr und berichtet über Geschichten aus dem Duisburger Zoo.
Weblinks
- Homepage des Zoo Duisburg
- Kurzportrait und alle wichtigen Angaben bei Zoo-infos.de
- Die komplette Ausstellung "70 Jahre Zoo Duisburg" bei der Zoo-AG Bielefeld
- Exkursionsbericht der Zoo-AG Bielefeld
- Homepage der ZDF-Serie "Ruhrpottschnauzen"
- Homepage über den Beluga Bullen "Ferdinand"
- Fanseite und Forum über die Ruhrpottschnauzen/Zoos/Tierwelt
- Filmstory Zoo Duisburg
- Homepage über die Duisburger Delfine
Koordinaten: 51° 26' 07" N, 06° 48' 19" O
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