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Zolpidem
Aus Kefk.
| Steckbrief | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Name (INN) | Zolpidem | ||||||||
| Wirkungsgruppe | Hypnotikum | ||||||||
| Handelsnamen | Stilnox®
, Ivadal®
, Zolpidem®
, Ambien®
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| Klassifikation | |||||||||
| ATC-Code | N05CF02
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| CAS-Nummer | 82626-48-0 | ||||||||
| Rezeptpflicht: | |||||||||
| Fachinformation (Zolpidem) | |
| Chemische Eigenschaften | |
| Bild:Zolpidem.svg IUPAC-Name: N,N,6-Trimethyl-2-(4-methylphenyl)-imidazo(1,2-a)pyridin-3-acetamid | |
| Summenformel | C19H21N3O |
| Molmasse | 307,395 g/mol |
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Zolpidem, ein Imidazopyridin-Derivat, ist ein Wirkstoff, der in modernen Schlafmitteln eingesetzt wird und eine andere chemische Struktur besitzt als Benzodiazepine, jedoch ähnlich wirkt. Es hat eine sehr kurze Halbwertszeit (2–3 Stunden) und bildet keine pharmakologisch wirksamen Metaboliten. Zolpidem wird vom Körper schnell und leicht aufgenommen, der maximale Blutplasmaspiegel wird nach etwa 2 Stunden erreicht.
Inhaltsverzeichnis |
Pharmakologie
Zolpidem hat eine schwach sedierende, anxiolytische, muskelrelaxierende und antikonvulsive Wirkung. Es erleichtert das Einschlafen, die Dauer des Schlafes wird verlängert. Im Tierversuch geprüft, ließen sich Zolpidem-Effekte durch den Benzodiazepin-Antagonisten Flumazenil (Anexate®
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) aufheben. Die Schlafarchitektur scheint durch Zolpidem bei niedriger Dosierung nicht nennenswert beeinflusst zu werden. Bei höheren Dosen treten Schlafveränderungen vergleichbar denen durch Benzodiazepine hervorgerufenen auf.
Durch die Verwandtschaft mit der Benzodiazepin-Gruppe sind trotz der geringen Plasmahalbwertszeit Rebound-Phänomene, Entzugssymptome sowie physische und psychische Abhängigkeiten möglich. In Kombination mit Alkohol oder anderen sedierend wirkenden Substanzen (insbesondere Benzodiazepinen) ist mit einer Verstärkung der Wirkung zu rechnen. Es wird empfohlen, die Tageshöchstdosis von 10 mg (Erwachsene) und 5 mg (ältere und geschwächte Patienten) nicht zu überschreiten.
Nach Angaben von BBC Worldservice ("Outlook" und "News Hour") vom 24. November 2006 soll Zolpidem in der Lage sein, Komapatienten aufzuwecken: "Zolpidem is about to undergo trials, but doctors in several countries have already used it successfully to bring comatose patients to consciousness and a doctor in South Africa, where it was first used in this way, has tried it on 230 patients, sixty percent of whom, he says, have responded positively. The story began seven years ago when a South African woman, Sienie Engelbrecht, gave this sleeping pill to her son Louis who had been in a coma for three years." (BBC-Website / Outlook vom 24. November 2006) „Zolpidem wird noch Versuchen unterzogen werden, aber Ärzte in verschiedenen Ländern haben es bereits erfolgreis eingesetzt, um komatöse Patienten zu Bewusstsein zu bringen und ein Arzt in Südafrika, wo es erstmals dahingehend eingesetzt wurde, hat es an 230 Patienten getestet, von denen sechzig Prozent positiv reagiersten. Die Geschichte begann sieben Jahre zuvor damit, dass eine südafrikanische Frau, Sienie Engelbrecht, diese Schlaftablette ihrem Sohn Louis, der drei Jahre im Koma gelegen hatte, gab.“
Nebenwirkungen
Ein Report der australischen Gesundheitsbehörde berichtet im Zusammenhang mit dem Wirkstoff von verschiedenen Vorfällen. So klagten Patienten über Halluzinationen oder litten unter einem zeitweiligen Gedächtnisverlust, in einigen Fällen hatten die Patienten im Schlaf Verhaltensweisen wie Schlafwandeln gezeigt.
Rechtsstatus in Deutschland
Zolpidem ist in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund seiner Aufführung in der Anlage III BtMG ein verkehrsfähiges und verschreibungsfähiges Betäubungsmittel. Davon ausgenommen sind Zubereitungen zur oralen Anwendung, die ohne einen weiteren Stoff der Anlagen I bis III je abgeteilte Form bis zu 8,5 mg Zolpidem, berechnet als Base, enthalten. Der Umgang ohne Erlaubnis oder Verschreibung ist grundsätzlich strafbar. Weitere Informationen sind im Hauptartikel Betäubungsmittelrecht in Deutschland zu finden.
Weblinks
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