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Zimelie
Aus Kefk.
Als Zimelien (zuweilen auch: Cimelien, von griech. keimelia, Singular keimelion/κειμήλιον: Kleinod, Kostbarkeit) bezeichnen Bibliothekare und Sammler seltene und wertvolle alte Schriften und Drucke, wie zum Beispiel Papyri, Handschriften und Inkunabeln, allen voran illuminierte Stücke, die in den Bibliotheken gesondert aufbewahrt werden. Der Begriff ist im allgemeinen Sprachgebrauch aus der Mode gekommen. Heute werden alte und seltene Schriften und Drucke als Altbestände der Bibliotheken oft unter dem Begriff „Rara“ geführt.
In den Klosterbibliotheken des Mittelalters und der Frühen Neuzeit wurden die wertvollen Schriften und Drucke nicht selten am Lesepult angekettet, um sie sowohl vor dem Herunterfallen als auch vor der Entwendung zu bewahren; heute werden die Exemplare der Rara-Abteilungen dem Benutzer in der Regel nur auf Antrag und in gesonderten Lesesälen zur Einsicht vorgelegt oder durch Alternativen, zum Beispiel in Form von Faksimileausgaben oder Mikrofilmen, zugänglich gemacht. Besonders kostbare Stücke werden in Tresoren aufbewahrt, wie zum Beispiel das Evangeliar Heinrichs des Löwen, das in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel in einem Spezialtresor liegt; dem Publikum wird ein Faksimile zur Ansicht bereitgestellt.
Kostbarste Einzelstücke aus kirchlichen und weltlichen Schatzkammern, Wunderkammern und Münzkabinetten werden ebenfalls als Zimelien bezeichnet.
Quellen
- Helmut Hiller: Wörterbuch des Buches. 5. Auflage, Frankfurt am Main 1991 ISBN 3-465-02511-3
- Ursula Rautenberg (Hrsg.): Reclams Sachlexikon des Buches. Stuttgart 2003 ISBN 3-15-010542-0
Weblinks
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