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Zierikzee
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Zierikzee (Schreibweise: Zierczee, Ziericzee) ist eine Stadt im Südosten der niederländischen Insel Schouwen-Duiveland (Provinz Zeeland).
Die Stadt erstreckt sich über zirka 2300 Hektar Land und wird von zirka 11.000 Einwohnern bewohnt. Um die 55 Prozent der arbeitenden Bevölkerung sind im Dienstleistungssektor tätig. Durch die Zeelandbrug (»Seelandbrücke«) ist Zierikzee an Noord-Beveland und damit an den Süden der Niederlande angebunden.
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Geschichte
Vorgeschichte und Gründungszeit
Die ersten archäologischen Hinweise für eine Besiedlung finden sich dann für das 11. Jahrhundert. Wie wahrscheinlich für ganz Schouwen gültig, wurden auch hier die Zeiten gestiegener Wasserpegel im 9. und 10. Jahrhundert abgewartet, bevor man die Insel allmählich wieder als Siedlungsraum betrachtete.
Die erste gesicherte Erwähnung Zierikzees datiert nach der großen Sturmflut von 1134 und nennt den Ort 1156 noch »Siricasha«. Kurz darauf dürfte dann auch eine im romanischen Stil entworfene Kirche errichtet worden sein. Die der Kirche gegenüberliegende Burg war noch älteren Ursprungs und dürfte vom flämischen Grafen Boudewijn V. begründet worden sein, gelangte aber bereits 1048 in die Hände des holländischen Grafen.
13. Jahrhundert
Noch im 13. Jahrhundert fanden sich nicht nur ein gasthuis und eine vleeshal, sondern auch ein Beginnenhaus (1256), ein Minoriten-Kloster (1260) und ein Kloster der Predigtherren (um 1275) in der Stadt. Ein Kloster der Eksterbroeders ging allerdings rasch wieder unter. Dieser Zunahme an Bedeutung entsprach im Negativen dann eine zunehmende Involvierung in den Krieg der Holländer mit den Flamen. Nachdem 1303 bereits Willem, der Sohn Jan II. in der Stadt Zuflucht gefunden hatte, musste dieser dann dennoch große Gebiete an die Flämischen unter Gwijde van Namen abtreten (wovon Zierikzee explizit ausgenommen worden war). Ein weiterer holländischer Versuch, die Vormacht in Zeeland zu behaupten, endete mit einer völligen Niederlage, bei der Gewijde van Avesnes, der Bischof von Utrecht gefangen genommen und Willem erneut in Zierikzee Zuflucht suchen musste. Die Stadt blieb zwar vorerst von der auf Utrecht marschierenden Streitmacht unbehelligt (derweil Witte van Hamsteede, der uneheliche Sohn Floris V. die holländischen Städte auf eine Linie gegen die Flamen einzuschwören versuchte), geriet dann aber, nachdem an den meisten wichtigen strategischen Punkten auf Schouwen-Duiveland flämische Posten errichtet worden waren, doch wieder in das Augenmerk der Feinde.
Söhne und Töchter der Stadt
- Abraham J. Muste (1885-1967), sozialistischer Friedens- und Gewerkschaftsaktivist, reformierter Pfarrer (als Kind in die USA ausgewandert)
Literatur
- Gids voor Zierikzee en de eilanden Schouwen en Duiveland; Haamstede 1881
- J. de Kanter, Chronijk van Zierikzee; Zierikzee 1795
- Jan Pot, Het beleg van Zierikzee; Diss., Leiden 1925
- H. Uil, Zierikzeese straatnamen; Alphen a.d.R. 1986
- ders., Zierikzee. Monumentenstad aan de Schelde; Goes 1995 (ISBN 9072138457)
- ders., Zierikzee. Stad met vele gesichten; Goes 1996 (ISBN 9072138562)
- J.J. Westendorp Boerma u. C.A. van Swigchem, Zierikzee vroeger en nu; Bussum 1972
- Stadsontdekkingstocht Zeeland. In het voetspoor van de heersers uit een roemrijk maritiem verleden; (=Zeeland Maritiem), hg. v. Bureau voor Toerisme Zeeland
- Peter Wijnen, Een rondje Zierikzee; Zierikzee 1992
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Koordinaten: 51° 38' 59" N, 3° 54' 59" O
