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Zhuhai
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Zhuhai (chin. 珠海市; Pinyin: Zhūhǎi, Perlenmeer) ist eine bezirksfreie Stadt in der chinesischen Provinz Guangdong mit einer Gesamtfläche von 1.653 km² und 1.332.000 Einwohnern (Stand: 2004). Die Stadt trägt in China den Beinamen „Stadt der Romantik".
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Allgemeines
Zhuhai grenzt direkt an Macao. Auffallend an der Küstenstadt ist eine große Anzahl von Buchten und Inseln. Man kann von Gongbei (供北) aus zu Fuß die Grenze überschreiten. Auf den Landkarten erschien Zhuhai erst um ca. 1979, vorher war es nicht mehr als ein unbedeutendes Fischerdorf. Im Schatten der portugiesischen Spielerstadt hat es sich aber vor allem seit 1980, als es zu einer der ersten vier Sonderwirtschaftszonen ernannt wurde, zu einem Urlaubsort und einer Wohnstadt entwickelt.
Der Lebensstandard ist im chinesischen Vergleich sehr hoch. Die Stadt ist sehr sauber, verfügt aber über kaum natürlichen oder kulturellen Sehenswürdigkeiten, die einen längeren Urlaubsaufenthalt rechtfertigen. Zhuhai ist bei den Geschäftsleuten aus Hong Kong oder Macao sehr beliebt als Wochenenddomizil. Die zur Zeit 4 Golfplätze (weitere 2 in Bau), eine Rennbahn, verschiedene Freizeitparks und andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, in Kombination mit den niedrigen Preisen, lassen die Übernachtungen an den Wochenenden in die Höhe schnellen.
Wirtschaft
Wirtschaftlich entwickelt, bietet sie Investoren solide Grundlagen für den Aufbau von Produktionsstätten. Dazu trägt entscheidend bei, dass Zhuhai eine Sonderwirtschaftszone ist und auch eine Freihandelszone umfasst, was mittlerweile zur Ansiedlung namhafter Konzerne geführt hat. Unter diesen Firmen befinden sich z.B. MTU Aero Engines, Siemens AG, Epcos, Nike, Toshiba, Canon, um nur einige zu nennen. Eine bereits geplante Brücke (eine der längsten der Welt) von Hong Kong nach Zhuhai wird weiteren Aufschwung mit sich bringen, da die Preisunterschiede zwischen den Wirtschaftsstandorten Hongkong und Zhuhai nach wie vor beträchtlich sind.
Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist zufriedenstellend und macht auch längere Aufenthalte für europäische oder amerikanische Geschäftsleute unproblematisch und wie in allen chinesischen Wirtschaftszentren steigt auch hier die Zahl der Hotels ständig. Unter der stetig steigenden Anzahl von Restaurants und Bars finden sich inzwischen genügend Auswahlmöglichkeiten für jeden Geschmack.
Klima
Das Klima ist subtropisch und die Stadt wird von Juni bis September durchschnittlich von 2 bis 3 Taifunen heimgesucht. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Januar bei 14,5°C und im Juli bei 28,6°C. Die Niederschlagsmenge pro Jahr beträgt 1964 mm pro m². Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit beträgt 80%.
Verkehr
Zhuhai besitzt einen eigenen, allerdings noch recht kleinen Flughafen mit Verbindungen z.B. nach Shanghai. In unmittelbarer Nähe zum Flughafen entsteht zur Zeit ein neues großflächiges Hafenareal, welches auch großen Containerschiffen ausreichend Platz bietet. Vom Hafen aus fahren die Fähren in ca. 60 Minuten nach Hong Kong, Guangzhou und Shenzhen.
Bildung
Die Stadt Zhuhai hat ein Gelände, das sich nördlich der Stadt befindet, für Universitäten kostenlos zur Verfügung gestellt. Einige Universitäten, wie z.B. die Tsinghua-Universität und die Sun-Yat-sen-Universität, die zu den zehn besten Universitäten des Landes gehören, sind diesem Angebot bereits gefolgt. Während erstere nur eine kleine Niederlassung in Zhuhai hat, hat letztere einen Campus errichtet, der größer ist als alle drei Niederlassungen der Universität in Guangzhou zusammen, und in dem die Hälfte der Bachelor-Studenten studieren. Auch deutsche Studenten studieren hier an der Uni der Design Factory International, (Hamburg)die hier ein eigenes Gebäude errichtet haben.
Krise um japanische Sexparty
Zhuhai schlug 2003 in der internationalen Presse hohe Wellen. Ausgerechnet am 18. September, dem Jahrestag des Zwischenfalls von Mukden feierten circa 400 japanische Geschäftsleute (Angestellte einer Zenekon-Baufirma) in ihrem Hotel mit circa 500 chinesischen Prostituierten eine riesige Sexorgie.
Die chinesischen Medien bekamen schnell Wind davon und verdammten die Party als Ausdruck einer immer noch vorhandenen hegemonialistisch-imperialistischen Attitüde der Japaner. Im Westen, wo das Thema Prostitution in der Regel sofort ein negatives Licht auf den Freier wirft, übernahmen die Medien schnell die chinesische Sichtweise.
Dass diese Sexorgie solche Aufmerksamkeit erregte, lag daher wohl auch an der japanischen Nationalität der Freier in Verbindung mit dem Jahrestag des Zwischenfalls von Mukden, der als Vorbereitung des Angriffskriegs Japans 1937 auf China angesehen wird (siehe Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg).
Siehe auch
Liste der Städte in der VR China
Weblink
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Koordinaten: 22° 15' 59" N, 113° 33' 59" O
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