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Zeus-Statue des Phidias

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Bild:Statue of Zeus.jpg
Statue des Zeus (Olympiae Iovis simulacrum - Standbild des Zeus in Olympia) von Martin van Heemskerck

Das Standbild des Zeus zu Olympia, auch die Zeusstatue des Phidias (altgr. τὸ Ἄγαλμα τοῦ Ὀλυμπίου Διός, ὁ τοῦ Φειδίου Ζεὺς Ὀλύμπιος (tò Ágalma toû Olympíou Diós, ho toû Pheidíou Zeùs Olýmpios) - das Standbild des Olympischen Zeus, der Olympische Zeus des Pheidias; lateinisch Statua Iovis Olympici, selten Phidiae Statua Iovis Olympici) war das im 456 v. Chr. fertiggestellten Zeustempel von Olympia vom Bildhauer Phidias errichtete sitzende Kolossalstatue des Zeus und gehörte zu den Sieben Weltwundern der Antike.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der griechische Reiseschriftsteller Pausanias gibt eine ausführliche Beschreibung der Statue, nach der das konkrete Aussehen freilich nur bedingt rekonstruiert werden kann. Die Statue hatte eine Höhe von über 12 m, war auf einem inneren Gerüst aus Eisen, Gips und Holz aufgebaut, außen mit Gold, Elfenbein und Ebenholz verkleidet (chryselephantin) und mit gegossenem farbigen Glas und Edelsteinen verziert.

Bild:Zeus Hermitage St. Petersburg 20021009.jpg
Marmorsitzstatue des Zeus in der Eremitage, nach Phidias' Zeusstatue geschaffen

Die Zeusstatue wurde allerdings erst ab 438 v. Chr., also fast zwanzig Jahre nach Ende der Bauarbeiten des Tempels, vom griechischen Bildhauer Phidias geschaffen, der bis an sein Lebensende um 430 v. Chr. an dieser Statue, die sein größtes Meisterwerk war, arbeitete.

Als unglücklich galt bei den Griechen jener, der das Nationalheiligtum nicht gesehen hatte. Auch eine vernunftlose Kreatur müßte der Anblick des Zeus erschüttern (Johannes Chrysostomos). Der Zeus von Olympia war das letzte Werk des griechischen Bildhauers Phidias, von dem auch die in gleicher Technik errichtete Statue der Athene Parthenos auf der Akropolis in Athen stammte. Sie stellte den obersten der Götter mit gerunzelter Augenbraue (supercilium) dar. Denn mit einem Heben der Braue regiert Zeus nach antikem Glauben die Welt, mit einem Stirnrunzeln lässt er den Olymp erbeben.

Im Jahre 40 n. Chr. scheiterte der römische Kaiser Caligula mit dem Versuch, die Statue nach Rom zu schaffen.

Die Zeusstatue wurde jedoch nicht in Olympia zerstört. Im 4. Jahrhundert (um 360) wurde sie nach Konstantinopel gebracht. Dort fiel sie 475 n. Chr. einem Brand zum Opfer. Die Reste des Zeustempels und die Überreste der Werkstadt des Phidias sind in Olympia an Ort und Stelle zu sehen. Ein Keramikbecher, in dessen Boden die Worte: ΦEIΔIOY EIMI (Φειδίου εἰμί; PHEIDIOU EIMI = (des) Pheidias (Eigentum) bin ich) eingeritzt sind, wurde im Schutt der Werkstatt neben Resten von Material und Werkzeug gefunden. Die Größe der erhaltenen Säulentrommeln vermittelt eine Vorstellung über die Größe des Gesamttempels. Von der Mitte des Westgiebels des Zeustempels besitzen wir, alle anderen Figuren weit überragend, eine Figur des Strengen Stils im jugendliche Gott Apoll von Olympia, den rechten Arm mit gebieterischer Geste ausgestreckt.

Vorbildfunktion

Einer Dokumentation zufolge „Gestürzte Giganten – Weltwunder der Antike“, ein Film von Peter Spry Leverton, soll die atemberaubende und beeindruckende 12 m hohe, mit Gold und Elfenbein überzogene Zeus-Statue des Phidias im Zeustempel von Olympia, eines der "Sieben antiken Weltwunder", dessen Aussehen von Münzen und aus alten Schriften stammt, einen solch großen Reiz auf die Christliche Elite gehabt haben, da es keine historischen bildlichen Zeugnisse gab, wie Jesus Christus ausgesehen hat, dass sie die Zustimmung gaben das Gesicht von Jesus Christus durch das Gesicht der Zeus-Statue darzustellen.

Literatur

  • Martin J. Price: Das Standbild des Zeus zu Olympia in: Peter A. Clayton & Martin J. Price (Hrsg.): Die Sieben Weltwunder. Philipp Reclam jun., Stuttgart 1990, S. 81-104; ISBN 3-15-010363-0

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Zeus-Statue_des_Phidias, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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