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Zeugenberg

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Bild:Ipf.jpg
Der 668 Meter hohe Ipf ist ein Zeugenberg der Schichtstufe der Schwäbischen Alb

Ein Zeugenberg (auch Ausliegerberg) „bezeugt“ die frühere Lage einer Schichtstufe und damit Stufenrückverlegung bzw. Stufenzersetzung. Vor einer Schichtstufe bzw. nach Auflösung einer Schichtstufe kann sich eine ganze Zeugenberglandschaft herausbilden.

Ein Zeugenberg oder Ausliegerberg ist im Bereich des Stufenbildners (Oberhang) nicht mehr mit der Hauptstufe verbunden, dafür oft noch im Bereich des Sockelbildners (Unterhang). Im Gegensatz dazu sind Auslieger, Sporne, Vorsprünge und Berghalbinseln im Bereich des Stufenbildners mit der Hauptstufe noch verbunden. Nota bene: „Auslieger“ ist also nicht gleich „Ausliegerberg“ (=„Zeugenberg“).

Zeugenberge, Auslieger, Sporne, Vorsprünge und Berghalbinseln sind typische Elemente der durch Erosion und Stufenrückverlagerung oder -zersetzung gekennzeichneten Schichtstufe. Daneben gehören zum Großformenschatz Stufenrandbuchten und Stufenrandtäler (Stirnseitentäler).

Inhaltsverzeichnis

Auswahl der wichtigsten Zeugenberge

Jura-Schichtstufen zwischen Coburg und Basel

Die wichtigsten Zeugenberge der Fränkischen Alb:

Die wichtigsten Zeugenberge der Schwäbischen Alb von Nordost nach Südwest:

Bild:Kaiserberge.jpg
Eine Zeugenberglandschaft zwischen mittlerer und östlicher Alb: die drei sogenannten „Kaiserberge“, aufgenommen aus Nordost. Von links nach rechts: Stuifen, Rechberg und Hohenstaufen

Der Bereich des Baarjura stellt fast vollständig eine Zeugenberglandschaft dar:

Wichtigste Zeugenberge des sogenannten Tafeljura der Schweiz zwischen Zurzach und Pfeffingen von Ost nach West; auch hier hat sich die Schichtstufe bereits zu einem großen Teil zu Zeugenberglandschaften (und Ausliegerlandschaften) umgebildet:

Sonstige Zeugenberge oder Zeugenberglandschaften

Literatur

  • Lexikon der Geographie I, 2001, S. 108
  • Lexikon der Geographie III, 2002, S. 189–190
  • Lexikon der Geowissenschaften IV, 2001, S. 400–403
  • Harald Zepp, Geomorphologie, 2. Aufl. Paderborn 2003 (1. Aufl. 2002), Kapitel 12.3 und 14.3
Wikipedia
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