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Zersetzung
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Zersetzung[1][2] war eine Methode des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR zur Bekämpfung vermeintlicher und tatsächlicher Gegner vor, während, nach oder an Stelle einer Inhaftierung. Dazu gehörten offene oder verdeckte Bespitzelung, Brief- oder Telefonkontrolle als Voraussetzung oder Drohung, vor allem aber die „Organisierung beruflicher Misserfolge“, Rufmordaktionen, Säen von Misstrauen, Eindringen in und Manipulation von Liebes-, Ehe- und Familienbeziehungen, Zerstörung von Gruppen durch Veranlassung der Beschäftigung mit sich selbst[3]. Zersetzung setzte die Allmacht des Staates über Gesellschaft und Individuum voraus; alle Zweige des Staatsapparates waren prinzipiell zur Zusammenarbeit mit dem MfS verpflichtet.
Quellen
- ↑ Fricke, Karl-Wilhelm: die DDR-Staatssicherheit. Entwicklung, Strukturen, Aktionsfelder. Köln 1995
- ↑ Suckut, Siegfried (Hg.) Das Wörterbuch der Staatssicherheit: Definitionen zur „politisch-operativen Arbeit“ (Analysen und Dokumente : Wissenschaftliche Reihe des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen; Bd. 5)
- ↑ Hubertus Knabe, Zersetzungsmaßnahmen. In: Dümmel, Schmitz, Hg., Was war die Stasi? ISBN 3-933714-02-8
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