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Zeropage
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Die Zeropage (also wörtlich „Seite Null“) bezeichnet einen eng begrenzten Adressraum innerhalb des RAM- oder ROM-Speichers (für einen Mikroprozessor), der physikalisch gesehen aus den ersten Bytes oder dem ersten Block oder eben der ersten „Seite“ des Speichers besteht.
6502
Für den Mikroprozessor MOS Technology 6502 (dessen Variante 6510 im bekannten Commodore 64 verbaut war) besteht die Zeropage aus den ersten 256 Byte des RAM-Speichers.
Diese Zeropage ist für Maschinenprogramme dieses Prozessors von sehr wichtiger Bedeutung, weil wichtige Adressierungs-Modi nur in bzw. mit diesem Bereich angewandt werden können. Zwei aufeinanderfolgende Bytes in der Zeropage können jede beliebige Adresse bis 64 KByte darstellen (von Hex 0000 bis Hex FFFF). Dies wird bei der sogenannten indirekten Adressierung verwendet, indem sie als Basisadresse für den Zugriff auf eine andere Speicherstelle interpretiert wird.
Beispiel:
Der Assemblerbefehl LDA ($FE),Y hat die folgende Bedeutung: Lies den Wert der beiden Speicheradressen Hex FE und Hex FF aus und bilde daraus eine absolute Speicheradresse, dann addiere den Inhalt des Y-Registers dazu, und fülle den Akkumulator mit dem Inhalt der so gebildeten absoluten Adresse.
Wenn sich also in der Zeropage die Werte von Hex FE oder Hex FF ändern, so ändert sich die absolute Adresse, welche ausgelesen wird. Diese sogenannte indirekte Adressierung kann bei diesem Prozessortyp nur über die Zeropage durchgeführt werden.
Andere Prozessoren
Auch bei anderen Mikroprozessoren haben jene Speicherbereiche, die physikalisch gesehen am Anfang des Speichers stehen, oft eine spezielle Bedeutung, allerdings auch gänzlich andere, wie z. B. der festgelegte Ort für Reset- und Interrupt-Vektoren (beim Motorola 68000) oder der beim Reset angesprungene Programmteil (beim Zilog Z80), usw. Bei diesen Prozessoren wird dieser Speicherbereich auch nicht unbedingt als Zeropage bezeichnet.
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