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Zentrum Mikroelektronik Dresden

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Bild:ZMD Design Center.jpg
Das ZMD Design Center in Dresden

Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (kurz ZMD AG) ist ein Halbleiterhersteller aus Dresden. In den 1980er Jahren galt das ZMD als Herzstück der DDR-Mikroelektronik-Forschung. Der Ursprung des heutigen Unternehmens ZMD geht auf die Gründung eines Institutes für Molekularelektronik im Jahr 1961 zurück. Erst Anfang der 80er Jahre erfolgte die Eingliederung in das Kombinat Mikroelektronik Erfurt und später in das Kombinat Carl Zeiss Jena. Direktor des damaligen Zentralen Forschungsinistituts für Mikroelektronik Spezialtechnik war Ulf Gottschling. Noch im Jahr 1969 (dem Jahr der Gründung von AMD) firmierte der Betrieb als Arbeitsstelle für Molekularelektronik Dresden (ebenfalls mit AMD abgekürzt). 1988 produzierte das ZMD den ersten 1-Megabit-Speicherchip der DDR, erreichte allerdings bis 1990 keine Serienfertigung des Chips. 1993 wurde mit der ZMD GmbH der Vorläufer der heutigen AG gegründet; im Dezember 2001 erfolgte die Umwandlung in eine AG. Im Zusammenhang mit der hierdurch erfolgten Entlassung von Mitarbeitern kam es zum 2004 aufgedeckten sogenannten QMF-Skandal.

Heute hat das Unternehmen etwa 625 Beschäftigte, davon rund 250 Ingenieure, die überwiegend in der Produktentwicklung tätig sind. Die ZMD-Entwicklungen werden in der Automobil- und Industrieelektronik, der Medizintechnik und für Infrarotdatenübertragung (IrDA), beispielsweise in Handys und Laptops, eingesetzt. Das Unternehmen hat sich dabei auf Produktion und Vermarktung von gemischt analog-digitalen applikationsspezifischen Schaltkreisen (ASICs) und applikationsspezifischen Standardprodukten (ASSPs) mit niedrigem Stromverbrauch spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt auch Mixed-Signal-Systems-on-Chip (SoC), besonders als Anwendungen für die Automobilindustrie („x by Wire“).

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Dresden und verfügt über Vertriebsbüros im amerikanischen Santa Clara (Kalifornien), San Diego (CA) und Melville (NY), in Filderstadt-Bernhausen bei Stuttgart und Dresden sowie über Design-Center in Dresden und Filderstadt-Bernhausen und im amerikanischen Madison (Wisconsin).

ZFOUNDRY

Bild:ZMD Fab 1.jpg
In der Fotolithografie von ZFOUNDRYs Fab

Die ZFOUNDRY (ZMD Analog Mixed Signal Services GmbH & Co. KG) fertigt die Produkte der ZMD AG auf Silizium-Wafern. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft unter dem Markennamen ZFOUNDRY weltweit ihre Fertigungskapazität für Analog-, Mixed-Signal- und Powermanagement-Produkte an. Die im Januar 2005 mit 1st Silicon (Malaysia) abgeschlossene strategische Partnerschaft sollte in eine flexible 0,18-µm-Prozess-Plattform für Automobilanwendungen münden. Die geplante Verfügbarkeit von zwei unabhängigen Quellen (Dresden und Kuching) für komplexe Hochspannungs- und Mixed-Signal-Technologien sollte eine zukunftsorientierte und gesicherte Belieferung von Automobil-Kunden schaffen.

Mit dem Kauf der Firma 1st Silicon durch X-FAB aus Erfurt, einem Konkurrenten von ZMD, im Jahre 2006 war diese strategische Zusammenarbeit jedoch vorerst beendet.

Inzwischen hat X-FAB auch die ZFOUNDRY übernommen. Die X-FAB hat am 15. Februar 2007 den beabsichtigten Kauf der ZFOUNDRY beim Bundeskartellamt angemeldet. Das Bundeskartellamt hat am 9. März 2007 für die geplante Übernahme der ZFOUNDRY durch X-FAB eine Freigabe erteilt.

Am 26. März 2007 fand eine Belegschaftsversammlung statt, wo die Übernahme der ZFOUNDRY durch X-FAB verkündet wurde. ZFOUNDRY wird als Tochtergesellschaft in die X-FAB-Gruppe eingegliedert, wird aber weiterhin die Produkte der ZMD AG fertigen. Eine langfristige Partnerschaft und Liefergarantien wurden vereinbart.

Silicon Saxony

Als der sogenannte „Begründer und Vater der Mikroelektronik“ in Dresden gründete die ZMD AG 2000 zusammen mit 19 anderen sächsischen Unternehmen den Verein Silicon Saxony e.V.

Weblinks

Koordinaten: 51° 7′ 32" n. Br., 13° 47′ 6" ö. L.

Wikipedia
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