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Zentralvenenthrombose
Aus Kefk.
Eine Zentralvenenthrombose ist ein Verschluss des zentralen blutableitenden Gefäßes im Auge (Arteria_centralis_retinae). Folge ist in erster Linie eine schmerzlose Verschlechterung der Sehkraft auf dem betroffenen Auge.
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Beschwerden und Befunde
Der Patient bemerkt zumeist eine schmerzlose Visusminderung oder ein Schleiersehen („wie durch eine Gardine“). Der Augenarzt stellt beim Spiegeln des Augenhintergrundes (Funduskopie) streifige Blutungen in der Netzhaut (Cotton-Wool-Flecken) oder wenigstens eine Schwellung des Sehnervenaustrittes (Makulaödem) fest.
Ursachen und Folgen
Die Ursache ist nicht ausreichend geklärt. Erhöhungen des Hämatokritwertes, wie sie nach Höhentraining auftreten und allgemeine Risikofaktoren von Thrombosen sollen eine Rolle spielen. Als Komplikation kann es zu einer bleibenden Visusminderung bis zur Erblindung des Auges kommen. Weiterhin kann eine Erhöhung des Augeninnendruckes (neovaskuläres Glaukom) auftreten. Die Pathophysiologie erinnert an die der Sinusvenenthrombose in der Schädelhöhle.
Therapie
Durch Lasereingriffe kann die Blutzufuhr vermindert werden (panretinale Photokoagulation) und so ein Anstieg des Augeninnendrucks vermieden werden. Ferner kann eine Thrombolyse (Auflösen des Blutgerinnsels mit biologisch aktiven Substanzen) oder eine Hämodilution (Verdünnung des Blutes durch Infusionen) versucht werden. [1] In den letzten Jahren wurde auch operative Verfahren entwickelt (beispielsweise „radiale Neurotomie “ oder „Dekompression“ des Sehnerven), deren Nutzen aber noch nicht ausreichend bewiesen ist [1].
Verwandte Themen
Auge, Sehnerv, Vene, Thrombose, Ophthalmologie
Quellen
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