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Zentralkokerei
Aus Kefk.
Als Zentralkokereien bezeichnet man nach der Begriffsdefinition der Vereinigten Stahlwerke AG von 1926 „...Kokereien mit einer jährlichen Leistungsfähigkeit von 28%''(2.340.000 Jahrestonnen) der Erzeugungsmöglichkeit.“
„Die Zentralkokerei hat den mehrfachen Umfang einer Großkokerei und verfügt damit über mehrere Einheiten (Koksofenbatterien), die eine fließende Ausnutzung von Einrichtungen und Mannschaften verlangen. Da die Zentralkokerei mithin einen Kokskohlendurchsatz besitzt, der über die Erzeugungsmöglichkeit einer einzelnen Schachtanlage hinausgeht, die Zentralkokerei daher Kohlen verschiedener Schachtanlagen verarbeiten muss, ist sie mit Kohlenmischanlagen ausgerüstet.
Zentralkokereien befinden sich ausschließlich in der Nachbarschaft der großen Hüttenwerke.“
Zusammenfassung
- ~ 130.000 Jahrestonnen Koks (1926)
- mehrere Batterien
- Mischanlage
- Nachbarschaft Hüttenwerk
- Kohleneinsatz von mehreren Schachtanlagen
1926 benannte Zentralkokereien:
- Kokerei Carolinenglück
- Kokerei Friedrich Thyssen 3/7
- Kokerei Friedrich Thyssen 4/8
- Kokerei Nordstern
- Kokerei Hörder Verein
Nach den 1938er Jahren wurden noch folgende Kokereien als Zentralkokereien benannt
- Kokerei Hansa
- Kokerei Dahlbusch
- Kokerei Westende
- Kokerei Zollverein
- Kokerei Carolinenglück
- Kokerei Lothringen
- Kokerei Prosper
Feststellen lässt sich, dass sich die Begriffe Zentralkokerei und Großkokerei nach den 1930er Jahren nicht mehr einwandfrei zuordnen ließen, da viele Großkokereien ausgebaut wurden und trotzdem nicht von den Eignern „Zentralkokerei“ betitelt wurden.
Die einzige heute noch bestehende Kokerei mit diesem Titel ist die Zentralkokerei Saar.
