Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Zenker-Divertikel

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
K22.5 Zenker-Divertikel
ICD-10 online (WHO-Version 2006)
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Zenker-Divertikel, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Beim Zenker-Divertikel handelt sich um die häufigste Form (70 %) von Divertikeln in der Speiseröhre. Das Zenker-Divertikel ist ein Pseudodivertikel, auch falsches Divertikel genannt, da es zur Aussackung von Mukosa und Submukosa ohne umgebende Muskelhülle kommt. Es ist benannt nach Friedrich Albert von Zenker. Am meisten sind Männer im fortgeschrittenen Lebensalter betroffen.

Inhaltsverzeichnis

Ursache

Die Ursache für die Entstehung dieses Divertikels ist das muskelschwache Dreieck (Killian Dreieck) zwischen der Pars obliqua und der Pars fundiformis (Killian-Schleudermuskel) der Pars cricopharyngea (Anteil des M. constrictor pharyngis inferior).

Anatomie

Das ausgestülpte (Propulsions-)divertikel befindet sich auf Höhe des Halses rückseitig an der oberen Ösophagusenge (= Ringknorpelenge). Es ist häufig zur linken Seite lokalisiert.

Symptome

Es treten örtliche Schmerzen und Schluckbeschwerden Dysphagie auf. Durch sich zersetzenden Speisereste im Divertikel besteht fast immer ein starker Mundgeruch. Es kommt zur Regurgitation von ungesäuertem Essen (wegweisend, dass das Essen nicht im Magen war; dies im Gegensatz zum Reflux). Husten kann ein Hinweis darauf sein, dass Divertikelinhalt (Nahrungsreste) in die Luftröhre übertritt, es kann zu einer Aspirationspneumonie (Lungenentzündung) kommen. Zudem führen die Schluckbeschwerden nicht selten bei älteren Menschen zu einer Gewichtsabnahme.

Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt bei entsprechenden Symptomen mit der Endoskopie und Röntgenaufnahmen mit Kontrastmittel.

Therapie

Die Therapie erfolgt durch chirurgische Entfernung des Divertikels. Grundsätzlich stehen dabei zwei verschiedene Prozedere zur Auswahl. Einerseits kann der Divertikel "von außen" im Sinne einer Cervicotomie entfernt werden, was jedoch oft zu Rezidiven (Rückfällen) führt. Andererseits kann endoskopisch "von innen" her operiert werden.

Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen