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Zempin

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Wappen Deutschlandkarte
Bild:Wappen Zempin.png
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ostvorpommern
Amt: Usedom-Süd
Koordinaten: Koordinaten: 54° 4′ N, 13° 58′ O54° 4′ N, 13° 58′ O
Höhe: 0 m ü. NN
Fläche: 3,12 km²
Einwohner: 928 (29. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 297 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17459
Vorwahl: 038377
Kfz-Kennzeichen: OVP
Gemeindeschlüssel: 13 0 59 052
Adresse der
Amtsverwaltung:
Markt 1
17406 Usedom
Bürgermeister: Werner Schön
Lage der Gemeinde Zempin im Landkreis Ostvorpommern
Bild:Zempin in OVP.PNG

Zempin ist eine Gemeinde auf der Insel Usedom direkt am Ufer der Ostsee und des Achterwassers gelegen. Die Gemeinde wird vom Amt Usedom-Süd mit Sitz in der Stadt Usedom verwaltet. Bis 2005 war die Gemeinde Teil des Amtes Usedom-Mitte.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Verkehr

Zempin ist das kleinste Seebad auf Usedom. Es liegt zwischen Zinnowitz und Koserow an der engsten Stelle zwischen Ostsee und Achterwasser. Es liegt an der B 111 und ist auch über die Usedomer Bäderbahn (Linie Züssow - Ahlbeck Grenze)- Bahnhof Zempin zu erreichen. Zirka 16 km östlich der Gemeinde liegen die drei Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck und 2 km westlich liegt Zinnowitz.

Geschichte

Der Ort wurde 1571 erstmals erwähnt. Es wurde als Bauern- und Fischereidorf beschrieben und stand anfangs unter pommerscher, dann schwedischer und preußischer Hoheit. 1895 wird ein Strandhotel gebaut, damit Beginn des Seebades. 1911 erhält Zempin Bahnanschluss, es tritt 1928 dem Deutschen Bäderverband bei und 1933 wird eine Seebrücke errichtet, die allerdings im Zweiten Weltkrieg wieder zerfällt. Zwischen 1943 und 1945 wurden im Waldgebiet zwischen Zinnowitz und Zempin von drei dort erbauten Startstellen, V1-Marschflugkörper zu Versuchszwecken gestartet. Von den Startanlagen sind noch einige Überreste vorhanden. 1956 entsteht der Campingplatz und seit 1990 hat Zempin die staatliche Anerkennung als Seebad.

Wappen

Blasonierung: Durch Wellenschnitt geteilt von Blau und Silber, oben zwei goldene Sprotten übereinander, die untere nach links gewendet, unten ein blauer Zwillingsbalken.

Sehenswürdigkeiten

  • Zempiner Salzhütten am Zugang zum Strand in den Dünen, eine datiert 1882
  • ca. 50 Reetdachhäuser in mehreren Dorfstraßen
  • Atelier der Keramik- und Aquarellmalerin Rose Kühn, *1924, auf Anmeldung einsehbar
  • große Eiche am Anglerhafen des Achterwassers; Stammumfang ca. 4,5 m, ca. 350 Jahre alt
  • Heimat-Vereinshaus Alte Schule (Uns Olle Schaul): Bis 2000 Schule, jetzt Ausstellungsraum für über 30 selbst gebaute Bootsmodelle des Zempiner Fischers Konrad Tiefert (*1919); Tieferts Leben und Werk war im Februar 2005 Gegenstand von Dreharbeiten des ZDF-Reporters Thomas Euting für seine 2-teilige Dokumentation Winterreise - von Usedom ins Gletschereis (ausgestrahlt im 1. Teil am 17. Januar 2006). Außerdem wurde in diesem Vereinshaus der historische Kolonialwarenladen von Karl Schichlein rekonstruiert (Mobiliar von 1928).
  • Auf halber Strecke nach Koserow: Lüttenort, ehemaliges Wohnhaus (heute kleines Museum mit Skulpturen-Garten) des Malers Otto Niemeyer-Holstein
  • An der Straße nach Zinnowitz Zufahrt zum Atelier des Landschafts- und Aktmalers Kurt-Heinz Sieger (1917-2002), Ferienwohnung, sonst nicht zu besichtigen

Ortsteile

Der Fischerort Zempin gliedert sich, oft nur den Einheimischen bekannt, in ein sogenanntes Unterdorf, dass sich vom Achterwasser bis zu den Bahnschienen erstreckt. Das Äquivalent, das Oberdorf, erstreckt sich von den Bahnschienen in Richtung der Ostsee.

Weblinks

Wikipedia
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