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Zelot
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Der Ausdruck Zelot, (vom Griechischen zelos [Eifer], hebräisch kanai) leitet sich von der biblischen Gestalt Pinhas dem Zeloten, dem Enkel Aarons, ab, der mit dem Speer in der Hand „für seinen Gott eiferte“, indem er einem anderen Israeliten, der sich mit einer „fremdblütigen“ Frau eingelassen hatte, in dessen Zelt folgte und mit einem Speer ihn und die Frau durchbohrte (4. Buch Mose, 25).
Die Zeloten waren eine militärische Widerstandsbewegung der Juden gegen die römische Besatzung. 70 n. Chr. fielen zahlreiche von ihnen bei der Eroberung Jerusalems durch römische Legionäre. Die letzten Aufständischen, die sich nach dem Fall der Stadt in die Bergfestung Masada zurückgezogen hatten, konnten sich noch bis 73 n. Chr. den römischen Legionen widersetzen.
In der deutschen Bildungssprache wird Zelot auch für einen Eiferer oder Fanatiker verwendet.
Siehe auch
| Wiktionary: Zelot – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
Literatur
- Martin Hengel: Die Zeloten. Untersuchungen zur jüdischen Freiheitsbewegung in der Zeit von Herodes I. bis 70 n. Chr. AGJU 1. Brill, Leiden u.a. 1961, 2., verb. und erw. Aufl. 1976 ISBN 90-04-04327-6
- Bruno Tacconi: Die Fackel der Freiheit. Luebbe, 1982, ISBN 3785703228
Roman über das Ende der Zelotischen Freiheitskämpfer gegen die römische Besatzung
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