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Aschendorff Verlag

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Verlagshaus Aschendorff

Das Medienhaus Aschendorff hat seit ca. 1720 seinen Sitz im westfälischen Münster. Gegründet wurde er von Wilhelm Aschendorff, der auf der Bergstrasse einen Buchladen eröffnet hatte und dort die ersten Verlagswerke herausgab. 1750 erschien die erste, von Sohn Anton Wilhelm, verlegte „Münsterische Staatsrelation“, der 13 Jahre später das „Münsterische Intelligenzblatt“ mit einer Auflage von 500 Stück zweimal wöchentlich folgte. Ein weiterer Schwerpunkt des Verlages war und ist die Produktion von wissenschaftlichen Büchern mit den Schwerpunkten Theologie, Regional- und Kulturgeschichte, die in der 1762 errichteten eigenen Druckerei produziert wurden.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erschien zum ersten Mal unter Johann Hermann Hüffer, dem Sohn der letzten Aschendorff Tochter Sophia, der „Münsterische Anzeiger“, der bis heute den Kern der Stadtausgabe der Westfälischen Nachrichten ist.

1912 erwarb Aschendorff ein Grundstück hinter dem Münsterischen Hauptbahnhof, welches bis heute als Sitz des Unternehmens dient. Bedingt durch den wirtschaftlichen Aufschwung und die steigende Bevölkerung in Münster, entwickelte sich das Unternehmen prächtig und wurde zudem noch einer der führenden Schulbuch-Verlage. Nach dem zweiten Weltkrieg bekam Aschendorff als Erste die Lizenz zur Veröffentlichung einer neuen Zeitung in der britischen Besatzungszone Münsters. Somit erschien am 3. August 1946 die erste Ausgabe der Westfälischen Nachrichten, die zunächst in Oelde gedruckt wurde, da die Rotation in Münster während eines Bombenangriffes zerstört wurde.

Nur drei Jahre später konnte Dank der intensiven Mitarbeit der Angestellten wieder in Münster gedruckt werden. Im darauf folgenden Jahr schlossen sich die Westfälischen Nachrichten mit umliegenden Heimatverlagen im Münsterland zur „Zeitungsverlagsgesellschaft Nordwestdeutschland“ (ZENO), heute „Zeitungsgruppe Münsterland“ (ZGM) zusammen und wurden dadurch mit einer Auflage von über 220.000 Exemplaren eine der größten Regionalzeitungen in Deutschland.

Durch diese starke Auflagenentwicklung wurde das Verlagsgebäude im Herzen von Münster zu klein, so dass im Süden von Münster, in Mecklenbeck an der Hansalinie (A1), ein neues Druck- und Dienstleistungszentrum, das Druckhaus Aschendorff erbaut wurde, in der erst die „alte“ Druckmaschine aus dem Verlagsgebäude eingebaut wurde. Zum Jahrtausendwechsel wurde in die neuste Technik der Druckkunst und Weiterverarbeitung investiert und somit entstand eines der modernsten Druckhäuser der Welt im Süden Münsters.

Geschäftsführer des Verlages sind seit 1999 die Großcousins Dr. J. Benedikt Hüffer und Dr. Eduard Hüffer, von deren Vorfahren der Verlag auch gegründet wurde.

Weblinks

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