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Zeittafel zur Philosophiegeschichte

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Die nachstehende Liste hat den Zweck einer Schnellorientierung nach philosophiegeschichtlichen Perioden und Strömungen.

Inhaltsverzeichnis

Antike

Vorsokratiker 600 - 400 v. Chr.

Periode Philosoph Philosophie Allgemeine Geschichte
Ionische Naturphilosophie
ca. 625 - 545 Thales von Milet sagte Sonnenfinsternis voraus</br>Wasser als Urstoff um 624 Gesetzgebung Drakons</br>594 Reform Solons
ca. 610 - 546 Anaximander erster Entwurf einer Kosmogonie</br>Urstoff ist das Unbeschränkte (Apeiron)
ca. 585 - 525 Anaximenes Der Kosmos ist in seiner Substanz von ewigem Bestand</br>Urstoff (Arché) ist die Luft 560 Tyrannis des Peisistratos
Eleaten
ca. 570 - 470 Xenophanes</br>von Kolophon Die Menschen schufen die Götter, Gott aber ist ewig</br>Wissen ist Vermutung, Wahrheit nicht erkennbar Aischylos (525-456)
ca. 515 - 445 Parmenides Denken und Sein sind identisch</br>Das Seiende ist unvergänglich</br>Bewegung ist nur eine Illusion 509-507 Reformen des Kleisthenes</br>Pindar (518-446)
ca.490 - 430 Zenon von Elea </br>Untersuchte das Kontinuum, insbesondere Raum, Zeit und Bewegung</br>Paradoxien, u.a. Achilles und die Schildkröte und das Pfeil-Paradoxon Sophokles (497-406)
ca. 490 - 430 Melissos von Elea Nur Fragmente erhalten
Andere
ca. 540 - 480 Heraklit</br>von Ephesos Das Gemeinsame der Welt ist das sich ewig wandelnde Feuer</br>Der Logos ist das Eine, das im Wandel des Werdens Bestand hat (Panta rhei)</br>Der Streit ist der Vater aller Dinge (Dialektik) 500 Beginn der Perserkriege
499 - 428 Anaxagoras Der Weltgeist (Nous) setzt die Welt aus winzigen Elementen zusammen</br>Die Sonne ist ein rotglühender Stein 490 Schlacht von Marathon
ca. 494 - 434 Empedokles </br>Sein ist der Stoff und das Werden ist die Kraft</br>Liebe und Hass sind die Urkräfte der vier Elemente 493-429 Perikles
Pythagoräer
ca. 580 - 500 Pythagoras Zahl als universelles Prinzip, z.B. in der Musik</br>Die Erde hat Kugelgestalt
ca. 500 Alkmaion fehlende Harmonie verursacht Krankheit</br>Das Gehirn ist das Organ der Wahrnehmung
? Polyklet der Ältere </br>
? Philolaos von Kroton Dokumentierte die Lehre des Pythagoras</br>
ca. 428 - 347 Archytas von Tarent Die Zahl ist die Grundlage des Wissens</br>Begründete die mathematische Mechanik
ca. 400 - 335 Hiketas von Syrakus </br>
? Ekphantos von Syrakus </br>
Atomisten
5. Jh. Leukipp Begründer des Atomismus</br>
460 - 371 Demokrit Materie besteht aus unteilbaren Atomen</br>Auch die Seele ist atomistisch (Materialismus)
360 - 320 Anaxarch Schüler des Demokrit</br>Begleitete Alexander
Sophisten
ca. 490 - 411 Protagoras „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“</br>Religion und Staat sind natürliche Bedürfnisse 480 Schlacht bei Salamis
480 - 411 Antiphon Verfasser von Gerichtsreden</br> 477 1. Attischer Seebund
ca. 480 - 380 Gorgias Berühmter Rhetoriker</br>
ca. 465 - 399 Prodikos Stellte die Ethik in den Mittelpunkt</br> 449 Kalliasfrieden
ca. 480 - 380 Hippias Arbeitete an der Quadratur des Kreises</br> Herodot (484-425)
ca. 450 Thrasymachos Gerechtigkeit ist der Nutzen des Stärkeren“ (Zitat bei Platon)</br>
ca. 436 - 338 Isokrates Betrieb eine Rhetorikschule</br>

Griechische Klassik 450 - 300 v. Chr.

Periode Philosoph Philosophie Allgemeine Geschichte
Die drei großen Athener
469 - 399 Sokrates Der Mensch als sittliches Wesen</br>"Ich weiß, dass ich nichts weiß" Thukydides (460-396)</br>431 Peloponnesischer Krieg
427 - 347 Platon Philosophie in der Form von Dialogen</br>Wissen ist begründetes Meinen</br>Ideen als das wahrhaft Seiende (Höhlengleichnis)</br>Dialektik als Klärung des Wortgebrauchs Xenophon (430-354)</br>Vormacht Spartas
ca. 384 - 322 Aristoteles Philosophie als Wissenschaft</br>Lehrer Alexander des Großen</br>Begründer der formalen Logik</br>Tugendethik Alexander der Große
Sokratiker
ca. 426 - 366 Xenophon Geschichtsschreiber</br>zweite Quelle über Sokrates
440 - 365 Anthistenes Kyniker, der für eine ursprüngliche Lebensweise eintrat</br>
399- 323 Diogenes Sagte zu Alexander: "Nimm deinen Schatten von mir."</br>Lebte vermutlich nicht in einer Tonne.
460 - 399 Theodorus Mathematiklehrer Platons</br>
? - ? Euklid von Megara </br>
? - ? Phaidon von Elis </br>
? - ? Eubulides von Milet </br>
? - ? Diodoros Kronos Dialektiker</br>Vorläufer der Stoa

Hellenismus und Spätantike 300 v. Chr. - 300 n. Chr.

Periode Philosoph Philosophie Allgemeine Geschichte
Akademie
408 - 339 Speusippos Haupt der älteren Akademie</br>Gilt als erster Verfasser einer Enzyklopädie
396 - 314 Xenokrates Unterteilte die Philosophie in Logik, Physik und Ethik</br> 323-280 Diadochenkämpfe
gest. 266 Polemon von Athen Formulierte das Ziel eines naturgemäßen Lebens</br>
gest. 265 Krates von Athen keine Lehren bekannt</br>
316 - 241 Arkesilaos ’’Scholarch’’ der 2. Akademie, der an die sokratische Dialektik anknüpfte</br>Lehrte die Urteilsenthaltung (skeptischer Ansatz</br>Nur Wahrscheinlichkeit ist erreichbar, und das genügt zum Leben
? Lakydes </br>
? Telekles </br>
? Euandros </br>
214 - 129 Karneades Begründer der neuen Akademie</br>Dialektik als Methode</br>Wahrheit als empirische Evidenz nur mit Wahrscheinlichkeit
gest. ca. 156 Hegesinos </br>
um 120 - 68 Antiochos von Askalon Verband Platonismus, Peripatetik und Stoa (Begründung der eklektischen Phase der Akademie)</br>Lehrer von Cicero
116 - 27 Marcus Terentius Varro Verfasste umfangreiche Literatur</br>Enzyklopädie in neun Büchern
Peripatos
371 - 287</br>fraglich Theophrastos Nachfolger des Aristoteles</br>Betont anstatt der causa finalis (Teleologie) die causa efficiens (Naturkausalität)
? Eudememos </br>
um 350 Aristoxenos Entwickelte eine Musiktheorie anhand von Empfindungen</br>
? Dikaiarchos </br>
? Kritolaos </br>
310 - 230 Aristarchos von Samos Entwickelte ein heliozentrisches Weltbild</br>und hielt die Sonne für einen Fixstern
340 - 269 Straton von Lampsakos Scholarch</br>Interpretierte Aristoteles materialistisch</br>Die wirkende Kraft der Form ist in der Materie selbst
Epikureer
341 - 270 Epikur Versammelte seine Schüler in einem Garten</br>Materialistische Grundauffassung (Atomist)</br>Glück ist Lust mit Maß (also kein Hedonismus)
? Metodor </br>
99 - 55 Lukrez Philosophischer Schriftsteller</br>Bewusste Anknüpfung an Epikur
Stoa
336 - 264 Zenon von Kition Stellte die Logik an die erste Stelle, um Irrtümer zu beseitigen.</br>Empfindungen sind Abdrücke einzelner Gegenstände in der Seele (Nominalismus) </br>Gilt mit der Lehre der Katalepsis (Evidenz) als Begründer des Stoizismus. um 300 Euklid
331- 251 Kleanthes Verdiente als ehemaliger Faustkämpfer seinen Lebensunterhalt durch Hilfsarbeiten.</br>Tugendhaftes Handeln ist nur durch Erkenntnis der Wirklichkeit möglich. </br>Wandte sich gegen die Naturforscher Demokrit und Aristarch ab ca. 250 Aufstieg Roms
276 - 204 Chrysippos Schuf mit 705 Büchern die maßgeblichen Grundlagen der Stoa.</br>Begriffe sind Verallgemeinerungen der in der Wahrnehmung vorhandenen Objekte. </br>Formulierte das stoische Ideal der Freiheit von Affekten. Archimedes (280-212)
ca.240 - 150 Diogenes von Babylon Lehre über das Lebensziel (Telos) und über ethische Grundsätze</br>Schuf in der Dialektik eine stoische Bedeutungslehre (Semiotik)</br> Eratosthenes (280-200)
201 - 120 Polybios Verfasste eine Universalgeschichte in 40 Büchern.</br>Entwickelte die Theorie vom Kreislauf der Verfassungen 146 Eroberung Karthagos
gest. um 137 Antipatros von Tarsos Verteidigte die Stoa gegen Karneades</br> 133-121 Reformen der Gracchen
geb. um 180 Panaitios Schrieb ein verloren gegangenes Werk über die Pflicht.</br>
135 - 51 Poseidonios Affekte werden von vernunftlosen Teilen der Seele verursacht.</br> 82-79 Diktatur Sullas
106 - 43 Cicero Politiker, Anwalt, Rhetoriker</br>Vertrat Lehren der Stoa und der neuen Akedemie</br>Gilt als Inspirator des Humanismus. 70 Konsulat von Pompeius und Crassus</br>44 Ermordung Caesars
4 v. Chr. - 65 n. Chr. Seneca Schriftsteller, der sich auch mit praktischen Fragen der Ethik befasste.</br> 12 v.Chr. Augustus Pontifex Maximus
um 50 – 138(?) Epiktet Schrieb ein Handbuch der Moral.</br>“Nicht die Dinge beunruhigen den Menschen,</br>sondern seine Sicht der Dinge" 54-68 Nero</br>79 Verschüttung Pompejis
121 - 180 Mark Aurel Mit seinen “Selbstbetrachtungen” schuf er sich Leitlinien für sein praktisches Handeln. </br>
Skeptiker
360 - 270 Pyrrhon von Elis Begründer der Skepsis</br>Wahrheit ist weder durch Sinneswahrnehmung noch durch Urteile feststellbar
um 320 - 230 Timon von Phleios Schrieb Spottgedichte über die Dogmatiker</br>
1. Jht. v. Chr. Ainesidemos Forderte die Urteilsenthaltung (Epoché)</br> 43 v.Chr. - 17 n.Chr. Ovid
87 - 150 Ptolemäus Entwickelte das für das Mittelalter maßgebliche geozentrische Weltbild.</br>Verfasste ein umfangreiches Werk zur Mathematik und Astronomie 55-117 Tacitus
122 - 199 Galen Verfasste ein herausragendes medizinisches Lehrbuch</br>
200 - 250 Sextus Empiricus Schriften gegen die Syllogistik und die Religion</br>
um 220 Diogenes Laertios Verfasste eine griechische Geschichte der Philosophie in 10 Büchern</br>
Neuplatoniker
um 45 - 125 Plutarch Umfangreiche Schriften zur Ethik</br>23 Biografien mit Gegenüberstellung je eines Griechen und Römers
um 150 - 200 Celsus Scharfer Kritiker des Christentums</br>
um 180 - 242 Ammonios Sakkas Begründer der religiös bestimmten Strömung des Neuplatonismus</br>Lehrer Plotins
um 205 - 270 Plotin Erforschte die Philosophie der Perser und Inder</br>Seine Enneaden wurden von Porphyrius niedergeschrieben</br>Lehre: Bestehen des unbeschreiblichen Einen und dessen Emanation
ca. 234 - 304 Porphyrios Gilt als entschiedener Gegner des Christentums.</br>Schrieb eine systematische Einführung in die Kategorien des Aristoteles (Isagoge)</br>Quelle für den Universalienstreit 293 Reichsreform des Diokletian
ca. 250 - 330 Jamblichos Erweiterte die Emanationslehre Plotins</br> 337 Taufe Konstantins</br>auf dem Sterbelager
331 - 363 Julian Apostata </br>
um 350 – 400 (?) Martianus Capella Definierte den Kanon der sieben freien Künste</br>Trivium: Grammatik, Rhetorik, Logik</br>Quadrivium: Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie 391 Christentum als Staatsreligion</br>Einnahme Roms durch die Westgoten
410 - 485 Proklos Leiter der Akademie</br>Wichtige Quelle für die Scholastik und die Renaissance 476 Absetzung des Romulus Augustus </br>durch Odoaker bedeutet Ende Westroms
6. Jht. Simplikios Wanderte nach Schließung der Akademie nach Persien aus</br>Verfasste Aristoteleskommentare
Alexandriner
? Philon </br>
150 – nach 215 Clemens Die richtigen Lehren erreicht man durch einen auf Wissen beruhenden Glauben</br>Gott selbst ist unsichtbar und unaussprechlich
185 - 253/254 Origenes Allegorische Schriftauslegung</br>Philosophie hat die Aufgabe der Durchdringung der Schriften

Mittelalter

Patristik 100 - 500

Periode Philosoph Philosophie Allgemeine Geschichte
Apostolische Väter
um 150 Hermas Schrieb kritisch gegen die Philosophie</br>
gest. 107 Ignatius </br> 64 Brand Roms unter Nero; Märtyrertod von Paulus und Petrus
69 - 155 Polykarp </br> um 70 Entstehung des Markusevangeliums
Häretiker und Gnosis
um 125 Basilides Die Seele ist ein auf der Erde verirrter Fremdling</br>Die Sphäre Gottes erreicht man durch die Lösung von allem Irdischen
um 150 Valentinus </br>
85 - 160 Marcion von Sinope </br>
216 - 276/277 Mani Persische Religion des Manichäismus</br>Erlösung durch den Sieg des Lichtes über die Finsternis
Apologeten
100 - 163 Justin der Märtyrer Die Philosophie führt zu Gott</br>Aber letzte Fragen beantwortet nur die Schrift 132 - 135 Bar Kochba Aufstand mit anschließender Zerstreuung der Juden
130 - 190 Athenagoras Bittschrift für die Christen an Kaiser Marc Aurel</br>
Tatian Rede an die Griechen</br>
120 - 200 Irenäus Kämpfte als Bischoff von Lyon gegen die Häretiker</br>gilt als Begründer der kirchlichen Dogmatik
160 - 225 Tertullian Schrieb als erster auf Latein und schuf wichtige Begriffe des Kirchenlatein</br>Philosophie hat nur eine ergänzende Aufgabe um 200 Beginn des Papsttums
200 - 258 Cyprian Vertrat die Kindstaufe</br>Entwickelte die Lehre vom Glauben als der Gnade Gottes um 200 erste lateinische Bibel (Itala)
Theologische Systematisierungen
260 - 337 Arius von Alexandria Bestritt die Dreieinigkeit Gottes</br>War Ausgangspunkt für den Arianismus 325 Konzil von Nicäa mit Verdammung des Arianismus
298 - 373 Athanasius Lehrte die Trinität</br>Entschiedener Gegner des Arius 330 Konstantinopel wird Hauptstadt
260 - 337 Eusebius von Caesarea Gilt durch seine Chroniken als Begründer der Kirchengeschichte</br>
315 - 367 Hilarius von Poitiers Maßgeblicher Vertreter der Trinitarier</br>
335 - 394 Gregor von Nyssa Kirchenvater für die orthodoxe Kirche</br>Lehrte die Unendlichkeit Gottes und die Dreifaltigkeit 391 Christentum als Staatsreligion unter Theodosius
340 - 397 Ambrosius von Mailand War ein gemäßigter Trinitarier</br>Bekehrte Augustinus 395 Reichsteilung in West- und Ostrom
354 - 430 Augustinus Schuf die grundlegende Theologie für fast 1000 Jahre</br>Gnadenlehre: Erlösung von der Erbsünde durch Gottes Willkür (Prädestination) </br>Trat im ’’Gottesstaat’’ für eine Trennung von christlichem und weltlichem Staat ein</br>Philosophie der Zeit und Philosophie des Zweifels 410 Eroberung Roms durch die Westgoten</br>429 Wandalen erobern Nordafrika
480 - 524 Boëthius Diskutierte im Proklos-Kommentar das Universalienproblem</br>Schrieb vor seiner Hinrichtung den ’’Trost der Philosophie’’ 476 Sturz des letzten westrämischen Kaisers durch Odoaker
um 500 Dionysios Areopagita Unbekannter Schreiber</br>Alles Sichtbare ist nur ein Gleichnis des Unsichtbaren</br>Den Aufstieg zum Einen erreicht man durch Reinigung, Erleuchtung und Kontemplation ca. 600 Ende der Völkerwanderung

Scholastik 500 - 1400

Periode Philosoph Philosophie Allgemeine Geschichte
Frühes Mittelalter
gest. 636 Isidor von Sevilla Schrieb eine Enzyklopädie namens Etymologiae</br> 507 Chlodwig I. erobert Südgallien, Beginn des Frankenreichs
gest. 662 Maximus Confessor Kommentierte Augustinus und Boethius</br> 568 Langobarden beenden Herrschaft Ostroms in Italien
675 - 750 Johannes von Damaskus Byzantinischer Kirchenlehrer</br> 630 Eroberung Mekkas durch Mohammed</br>711Mauren in Spanien
730 - 804 Alkuin Leitete die Hofschule Karls des Großen (Karolingische Renaissance)</br>Machte die ’’Sieben freie Künste’’ (artes liberales) zum verbindlichen Unterrichtsinhalt. 751 Pippin der Kleine begründet des Reich der Karolinger</br>800 Kaiserkrönung Karls des Großen
780 - 856 Rabanus Maurus Schrieb die Enzyklopädie ‘’de universo’’</br> 862 Rurik in Nowgorod
810 - 877 Eriugena Irischer Naturphilosoph, der die Bedeutung der Vernunft betonte.</br>Eigenes System mit Gott als Ursache und Ziel alles Seienden</br>Übernahm die Emanationslehre Plotins und lehnte Augustinus’ Prädestination ab. 871 - 899 Alfred der Große von England
um 950 - 1022 Notker Teutonicus Erster Aristoteles Kommentator des Mittelalters</br> 936 - 973 Otto I. Deutscher Kaiser (962)
Frühscholastik
gest. 1088 Berengar von Tours Sah im Abendmahlstreit Brot und Wein nur als sinnbildlich an.</br>Argumentierte, dass er in der Vernunft nach dem bilde Gottes geschaffen sei. 987 - 1328 Capetinger in Frankreich</br>1024 - 1125 Salier in Deutschland
1005 - 1089 Lanfrank von Bec Wollte im Abendmahlsstreit nicht der Vernunft, sondern nur den Autoritäten folgen.</br> 1046 Synode von Sutri</br>Absetzung dreier rivalisierender Päpste
1006 - 1072 Petrus Damiani Kämpfte gegen die Sittenlosigkeit der römischen Geistlichkeit.</br>Prägte den Spruch von der Philosophie als der Magd der Theologie. 1054 Trennung (Schisma) Roms von der Ostkirche
1033 - 1109 Anselm von Canterbury Wandte die Dialektik als Methode auf die christliche Gotteslehre an.</br>führte den ontologischen Gottesbeweis </br>Bekannte mit Augustinus Credo ut intelligam (ich glaube, um zu verstehen). 1066 Wilhelm der Eroberer
1090 - 1160 Adelard von Bath Erkannte beim Studium in Spanien die Überlegenheit der arabischen Wissenschaften</br>Übersetzte arabische Texte und verbreitete deren Wissen in der Mathematik, Medizin und Astronomie 1074 Verfügung des Zölibat durch Papst Gregor VII.
1080 - 1145 Gilbert von Poitiers Vertreter des Realismus im Univesalienstreit</br> Unterschied begrifflich Gott und Gottheit sowie Individualität und Singularität 1077 Gang nach Canossa
1050 - 1120 Roscelinus Radikaler Nominalist</br>Leitete daraus einen Tritheismus ab 1096 - 1099 Erster Kreuzzug
gest. 1121 Wilhelm von Champeaux Realist im Universalienstreit, der sich gegen Roscelin durchsetzte.</br>Gründer des Stiftes Saint-Victor 1122 Wormser Konkordat beendet Investiturstreit
1097 - 1147 Hugo von Sankt Victor Verband Mystik mit Naturforschung</br> um 1125 Erfindung des Bleistifts
1079 - 1142 Abaelard Bedeutendster Philosoph der Frühscholastik</br>Vermittelte im Universalienstreit mit dem Konzeptualismus </br>Entwickelte die scholastische Methode fort (sic et non) </br>Schrieb zur Frieden zwischen den Religionen und entwickelte eine Verantwortungsethik </br>Hatte ein berühmtes Verhältnis zu Heloise 1138 - 1152 Konrad III. erster Staufer
1100 - 1160 Petrus Lombardus Schrieb die als Lehrwerk lange gültigen Sentenzen.</br> 1147 - 1149 Zweiter Kreuzzug
gest. 1151 Thierry von Chartres Moderne Interpretation der Schöpfungsgeschichte</br> 1152 - 1190 Friedrich I., Barbarossa
gest. nach 1150 Wilhelm von Conches Stark physikalisch geprägtes Weltbild</br>
1115 - 1180 Johannes von Salisbury Konzeptualist, Sekretär von Thomas Becket </br>Staatstheorie mit der Pflicht zu Sittlichkeit und Tugend für Staatsvertreter 1170 Ermordung von Thomas Becket</br>Sturmflut verwüstet Niederlande</br>1187 Eroberung Jerusalems durch Saladin
1120 - 1202 Alanus ab Insulis Entwarf eine axiomatische Theologie ausgehend von der Einheit des Einen</br> 1189 - 1192 Dritter Kreuzzug, Barbarossa ertrinkt im Saleph
Islamische und Jüdische Philosophie im Mittelalter
800 - 870 Al-Kindi Übersetzte griechische Texte</br>Befasste sich mit Aristoteles' Naturphilosophie
870 - 950 Al-Farabi Übersetzte griechische Texte</br>Befasste sich mit Mathematik und Musik
980 - 1037 Avicenna ’’Buch der Genesung’’ als Grundlagenwerk</br>Konzeptualismus und Emanation
1020 - 1068 Gabirol Der göttliche Wille ist die Quelle des Lebens</br>
1126 - 1198 Averroës</br>(Ibn Roschd) Aristoteleskommentare (Für Thomas: ’’Der Kommentator’’)</br>Sterbliche Einzelseele, aber der Geist der Menschen ist unsterblich</br>Religion ist für die Masse, Philosophie braucht aber Vernunft
1135 - 1204 Maimonides Zweifelnde sollen durch Vernunft zum Glauben finden</br>Tugendethik
1288 - 1344 Levi ben Gerson Averroist</br>
Hochscholastik
1170 - 1253 Robert Grosseteste Griff naturwissenschaftliche Fragen auf</br> 1182 - 1226 Franz von Assisi</br>1190 Gründung des Deutschen Ordens</br>um 1200 Gründung der Universität Cambridge
1170 - 1245 Alexander von Hales Früher Aristoteliker</br>Schrieb ’’Quaestiones’’ nach der scholastischen Methode 1204 Vierter Kreuzzug mit Eroberung Konstantinopels</br>Kaisertum von Byzanz
1221 - 1274 Bonaventura Betonte die Erleuchtung durch Gott</br> 1212 Kinderkreuzzug
1200 - 1280 Albertus Magnus Beeindruckte durch umfangreiches naturwissenschaftliches Wissen</br>Lehrte als einer der ersten Aristoteles 1207 Sängerstreit auf der Wartburg</br>um 1210 Parzival von Wolfram von Eschenbach
1225 - 1274 Thomas von Aquin Einklang von Wissenschaft und Vernunft</br>Wahrheit = adaequatio rei et intellecto</br>Vorrang der Offenbarungslehren (Sakramente, jüngstes Gericht, Jungfrauengeburt)</br>Gott als Verursacher (causa effiziens) und Endzweck (causa finalis)</br>Kardinaltugenden</br>Unsterblichkeit der Seele 1218 Jadebusen entsteht durch Sturmflut</br>1228/29 Fünfter Kreuzzug</br>Friedrich II. König von Jerusalem
gest. 1284 Siger von Brabant Averoist</br>Wollte Aristoteles ohne Offenbarungslehren unterrichten 1273 - 1291 Rudolf I. von Habsburg</br>um 1290 Ausweisung der Juden aus England
gest. 1286 Boetius von Dacien ebenfalls Averroist</br> 1298 Reiseberichte des Marco Polo
1214 - 1294 Roger Bacon Früher Emprist mit praktischen Experimenten</br>Wendete sich gegen Vorurteile, Gewohnheit und Mangel an Selbstkritik um 1294 Gründung der Hanse</br>1307 Rütlischwur
1226 - 1277 Petrus Hispanus Kompendium der Logik</br>
1217 - 1293 Heinrich von Gent Wollte gegen Thomas’ Intellektualismus zurück zu Augustinus</br>
1243 - 1316 Aegidius von Rom Katalog von 95 Irrlehren</br>
1266 - 1308 Johannes Duns Scotus Gegenspieler von Thomas (Logiker und Mathematiker)</br>Der Wille hat Vorrang vor der Vernunft</br>Das Gute wird durch den Willen bestimmt und steht höher als das Wahre 1328 - 1589 Haus Valois in Frankreich</br>1339 - 1253 Hundertjähriger Krieg
1250 - 1320 Dietrich von Freiberg Erforschte das Prinzip des Regenbogens</br> 1309 - 1377 Papstsitz in Avignon
1265 - 1321 Dante Entwarf ein von der Kirche unabhängiges Staatskonzept</br>
Spätscholastik
1280 – 1347 Wilhelm von Ockham Ockhamsches Rasiermesser</br>Beiträge zur Logik und zur Sprachphilosophie</br>Begriffe sind nicht Abbilder, sondern nur Zeichen (Nominalismus)</br>Forderte Trennung von Kirche und Staat um 1328 Erfindung der Sägemühle
1232 - 1316 Raimundus Lullus Averroist</br>Magische Wahrheitsscheibe aus Begriffskombinationen 1341 erste Erwähnung eines Kölner Karnevalszuges
gest. 1330 Nikolaus von Autrecourt </br>
1316 - 1390 Albert von Sachsen Rektor der Wiener Universität</br> 1348 Gründung der Universität Prag</br>1348 - 1350 Pest
1330 - 1382 Nikolaus von Oresme Hielt heliozentrisches Weltbild für möglich</br> 1356 Goldene Bulle durch Kaiser Karl IV.
1335 - 1396 Marsilius von Inghen Mitbegründer der Universität Heidelberg</br> 1381 englischer Bauernaufstand
1300 - 1358 Johannes Buridan Befasste sich mit der Willensfreiheit</br>(Buridans Esel) 1396 Türken besiegen Kreuzfahrer in der Schlacht von Nikopolis
1340 - 1420 Pierre d’Ailly Lehrte als Skeptiker den Primat des Willens</br> um 1400 Aufstieg des Hauses Medici
Mittelalterliche Mystik
1090 - 1153 Bernhard von Clairvaux Die eigentliche Tugend des Christen ist die Demut</br>
1098 - 1179 Hildegard von Bingen Allgemeine Lebensregeln und medizinische Texte</br>
gest. 1206 Almarich von Bène Gott lebt in allen Kreaturen (Pantheismus)</br>
1135 - 1202 Joachim von Fiore Erwartete das jüngste Gericht um 1260</br>
1260 - 1328 Meister Eckart Vernunft ohne Kontemplation ist nicht vollendet</br>
1295 - 1366 Heinrich Seuse </br>
1300 - 1366 Johann Tauler </br>

Renaissance-Humanismus und Renaissance 1400 - 1600

Periode Philosoph Philosophie Allgemeine Geschichte
Dichter und Künstler
1265 - 1321 Dante Alighieri Zählt eigentlich noch zum Mittelalter</br>Schrift über einen kirchenunabhängigen Staat
1305 - 1374 Petrarca Gegner der Scholastik und des Aristotelismus</br>
1313 - 1375 Boccaccio Begründer der italienischen Novelle</br>
1452 - 1519 Leonardo da Vinci Künstler, Architekt, Techniker und Anatom</br>
1475 - 1564 Michelangelo Buonarotti Herausragender Maler und Bildhauer</br>
Humanismus
1369 - 1444 Leonardo Bruni Republikanischer Kanzler in Florenz</br>
ca. 1406 - 1457 Lorenzo Valla italienischer Humanist mit epikureischer Orientierung, Rhetoriker</br>Untersuchung der Freiheit des menschlichen Willens</br>Für eine positive Bewertung der Lust
1444 - 1485 Rudolf Agricola Schrieb über die dialektische Denkmethode</br>
1455 - 1522 Johannes Reuchlin Hebraist</br>Trat gegen den Strom für Toleranz gegenüber den Juden ein.
1454 - 1494 Angelo Poliziano Unterrichtete in Florenz griechische und lateinische Literatur</br>
1459 - 1508 Conrad Celtis Dichter, Kartograph und Historiograph</br>
1461 - 1535 Ulrich Zasius Vertreter einer humanistischen Jurisprudenz</br>
1466 - 1536 Erasmus von Rotterdam Kirchenkritischer Augustiner, aber gegen die Kirchenspaltung</br>Gegner Luthers in der Frage des Freien Willens </br>Für religiöse Toleranz und Ächtung von Nationalismus und Krieg.
1497 - 1560 Philipp Melanchton Verband Gedanken der Reformation mit der Philosophie des Aristoteles</br>
1517 - 1572 Petrus Ramus Wollte eine neue Logik entwickeln</br>Wurde in der Bartholomäusnacht ermordet
Philosophen
1355 - 1450 Georgios Gemistos Plethon Kam aus Byzanz und übersetzte Platon</br>Regte bei den Medici die Neubegründung der Akademie an.
1403 - 1472 Johannes Bessarion Byzantiner und Platoniker</br>Begründete eine bedeutende Bibliothek
1433 - 1499 Marsilio Ficino Erster Leiter der neuen Akademie in Florenz</br>
1463 - 1494 Pico della Mirandola Trat für die Würde des Menschen ein.</br>Seine 900 Thesen wurden vom Papst verboten.
1462 - 1524 Pietro Pomponazzi Wollte Aristoteles ohne Thomismus und Averroismus</br>Lehnte Unsterblichkeit der Seele ab.
1473 - 1538 Agostino Nifo übersetzte die Werke Averroes', vielgelesener Aristoteliker</br>
1401 - 1464 Nikolaus von Kues Die Mathematisierung der Gegenstände der Erfahrung sind Deutungen des Menschen.</br>Gott als Einheit der räumlich-zeitlichen Unendlichkeit</br>Zusammenfallen des Gegensätzlichen in der Vernunft
1553 - 1592 Michel de Montaigne Formulierte seine Skepsis in Essays</br>
1541 - 1603 Pierre Charon Schrieb ein bekanntes moralphilosophisches Werk</br>
1394 - 1476 John Fortescue Die Autorität des Königs beruht auf öffentlicher Zustimmung und nicht auf Gottes Gnade</br>
1469 - 1527 Niccolò Machiavelli Politische Herrschaft ist nicht unter moralischen, sondern unter nützlichen Aspekten zu beurteilen</br>Die drei Staatszwecke der Republik sind Freiheit der Bürger, Größe und Gemeinwohl
1478 - 1535 Thomas Morus Schrieb eine Utopie über die beste Verfassung des Gemeinwesens</br>ohne Privateigentum, mit Bildung für alle und Religionsfreiheit
1530 - 1596 Jean Bodin Im Naturrecht ist alleine das Volk der Souverän</br>
1506 - 1582 George Buchanan Volkssouveränität beinhaltet Widerstandsrecht
1557 - 1638 Johannes Althusius Der Staat beruht auf einem Gesellschaftsvertrag.</br>Das Volk ist politisch und religiös autonom.
1548 - 1617 Francisco Suarez Spätscholstiker</br>Vertritt aber die Freiheit des Einzelnen und die Idee des Staatsvertrages
1575 - 1624 Jakob Böhme Mystiker: Gott als Leben, Kraft und Wille </br>Setzte sich für die Idee des Freien Willens und die persönliche Freiheit ein
1583 - 1645 Hugo Grotius Begründer des Völkerrechts </br>
Reformation
1330 - 1384 John Wyclif Bestritt den politischen Machtanspruch des Papstes</br>
1369 - 1415 Jan Hus Die Bibel ist die einzige Autorität</br>Begründete die Bewegung der Hussiten
1483 - 1556 Martin Luther Gilt als geistiger Vater der Reformation</br>Gegen Ablassbriefe, Ämterkauf, Wallfahrten und Kasteiungen</br>Allein der Glaube, Allein die Schrift, Allein die Gnade
1484 - 1531 Ulrich Zwingli Wandte sich mit Luther gegen Ablasskrämer und mit Erasmus gegen den Krieg.</br>
1509 - 1564 Johannes Calvin Verfasste den Genfer Katechismus und eine Kirchenordnung mit strenger Kirchenzucht </br>
1499 - 1560 Johannes a Lasco Aus Polen stammender Reformator Frieslands</br>
Naturwissenschaftler
1473 - 1543 Nikolaus Kopernikus </br>Heliozentrisches Weltbild aufgrund von Beobachtungen
1493 - 1541 Paracelsus Kritisierte die herkömmliche Medizin</br>Entwickelte pharmazeutische Kenntnisse (Laudanum
1501 - 1576 Gerolamo Cardano </br>Erfand als Mediziner und Mathematiker das Kardangelenk
1509 - 1588 Bernardo Telesio </br>
1529 - 1597 Francesco Patrizi </br>
1568 - 1639 Tommaso Campanella Utopie: Der Sonnenstaat</br>Verbrachte durch die Inquisition 27 Jahre im Kerker
1548 - 1600 Giordano Bruno Starb wegen Pantheismus durch die Inquisition auf dem Scheiterhaufen</br>Verkündete die Unendlichkeit des Universums und Gott als Quelle ewigen Wandels
1564 - 1642 Galileo Galilei Fallgesetze als Ausgangspunkt der Mechanik</br>Das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben.
1571 - 1630 Johannes Kepler Bestätigte Kopernikus mathematisch</br>
1592 - 1655 Pierre Gassendi Bestätigte als Astronom Berechnungen Keplers</br>Setzte sich als Atomist philosophisch mit Aristoteles und Epikur auseinander

Neuzeit 1600 - 1800

Barock (Empirismus und Rationalismus)

Periode Philosoph Philosophie Allgemeine Geschichte
Empirismus
1561 - 1626 Francis Bacon Wissen ist Macht</br>Forderte naturwissenschaftliche Forschung</br>Schrieb die Utopie: Neu Atlantis
1588 - 1679 Thomas Hobbes Naturrecht: bellum omnium contra omnes</br>homo homini lupus est</br>Lösung: Staat als Gesellschaftsvertrag
1632 - 1704 John Locke Das Bewusstsein ist bei Geburt eine tabula rasa</br>alle Erkenntnis kommt aus den Sinnen (Sensualismus) </br>Freiheit, Gleichheit, Person und Eigentum sind höchste Rechtsgüter
1685 - 1753 George Berkeley Empirist und Idealist</br>Sein ist Wahrgenommen werden (esse est percepi) </br>Die Welt ist ein Phänomen menschlichen Bewusstseins
1694 - 1746 Francis Hutcheson Empirist und Ökonom, der die Moral in den Vordergrund stellte</br>
1711 - 1776 David Hume Empirist mit Skepsis</br>Stellte das Prinzip der Induktion in Frage</br>Religionskritiker und Ökonom
1723 - 1790 Adam Smith Nicht nur bedeutender Ökonom und liberaler Staatstheoretiker</br>sondern auch Moralist, der den externen Beobachter erfand
Rationalismus
1596 - 1650 René Descartes Systematischer Zweifel löst den Cartesianismus aus</br>Auch als Mathematiker (Analytische Geometrie) und Wissenschaftstheoretiker bedeutend
1623 - 1662 Blaise Pascal Mathematiker (Wahrscheinlichkeitsrechnung) und Literat</br>Pensées sind persönliche Gedanken über Leiden und Glauben
1632 - 1677 Baruch Spinoza Lehre von der unendlichen Substanz (Monismus)</br>Pantheismus
1646 - 1716 Leibniz Monadenlehre mit Gott als Urmonade</br>Prästabilierte Harmonie (Dualismus)</br>Infinitesimalrechnung
Okkasionalismus
1625 - 1699 Arnold Geulincx Gott ist „gelegentlich“ jeder Handlung tätig</br>
1638 - 1715 Nicolas Malebranche Das Zusammenspiel von Leib und Seele wird von Gott hervorgerufen</br>
Sonstige Philosophen
1533 - 1592 Michel de Montaigne Begründer der Essayistik</br>Humanist und Skeptiker
1611 - 1677 James Harrington Politischer Philosoph</br>Utopie: The commonwealth of Oceana
1668 - 1744 Giambattista Vico Geschichtsphilosoph</br>

Aufklärung

Periode Philosoph Philosophie Allgemeine Geschichte
Frankreich
1647 - 1706 Pierre Bayle hugenottischer Frühaufklärer, erforschte den Haleyschen Kometen</br>forderte Gewissensfreiheit und Toleranz in der Religion</br>Dictionnaire historique et critique
1689 - 1755 Montesquieu Geschichtsphilosoph und Staatstheoretiker</br>Lieferte mit der Idee der Gewaltenteilung die Grundlage für die amerikanische Verfassung
1694 - 1778 Voltaire Kritiker des Absolutismus und der Feudalherrschaft</br>
1712 - 1778 Rousseau Der Mensch ist triebbestimmt</br>Volonté générale (öffentliche Meinung) als Regulativ</br>Pädagogik als Herausbildung der sozialen Instinkte
1713 - 1784 Denis Diderot Begründer der Enzyklopädie</br>
1717 - 1783 d’Alembert Mathematiker und Physiker</br>Wirkte entscheidend an der Enzyklopädie mit
1709 - 1751 La Mettrie Materialist und Religionskritiker</br>Die Seele ist eine Körperfunktion
1715 - 1771 Helvétius Sensualist und Materialist</br>Arbeitete an der Enzyklopädie mit
1698 - 1759 Maupertius Entdeckte das Prinzip der kleinsten Wirkung</br>
1715 - 1780 Condillac Sensualist wie John Locke</br>Unterschied natürliche Zeichen und künstliche Zeichen (Sprache und Schrift)
1723 - 1789 Holbach Materialist, der die Religion als die größte Feindin der Moral sah</br>Arbeitete an der Enzyklopädie
1735 - 1820 Jean Baptist Robinet Sensualist</br>
1743 - 1794 Condorcet Liberaler Enzyklopädist</br>Legte seinen Adelstitel ab
England
1678 - 1751 Lord Bolingbroke Bewirtete Voltaire im Exil</br>
1671 - 1713 Lord Shaftsbury Schrieb über Freiheit und Moral</br>Wandte sich gegen Hobbes Egoismus
1728 - 1777 Thomas Reid Begründer der schottischen Schule</br>Common sense Philosophie als Kritik Hume's
1737 - 1797 Gibbon </br>
1721 - 1793 Robertson </br>
1729 - 1797 Edmund Burke Antiaufklärer</br>Hierarchie im Staat ist natur- und gottgegeben
1723 - 1816 Ferguson </br>
Deutschland
1655 - 1728 Christian Thomasius Mitinitiator der dt. Aufklärung</br>

hält als erster Philosoph Vorlesungen in dt. Sprache

1679 - 1754 Christian Wolff rationalistische, in Dtl. im 18. Jhd. vorherrschende Lehre (in Austausch mit Leibniz fortentwickelt)</br>Schuf grundlegende Begriffe wie „Bedeutung“, „Aufmerksamkeit“, „an sich“
1700 - 1766 Johann Christoph Gottsched Schüler Wolffs</br>Übersetzte das Lexikon von Bayle
1712 - 177 Christian August Crusius Gegner Wollfs</br>Unterscheidung Erkenntnisgrund und Realgrund
1714 - 1762 Baumgarten Begründer der Ästhetik (im Rahmen der Wolffschen Systematik)</br>Schrieb das Lehrbuch, nach dem Kant unterrichtete
1729 - 1781 Lessing Schriftsteller, der sich für Toleranz der Religionen einsetzte</br>Gab wichtige Impulse in der Ästhetik
1729 - 1786 Moses Mendelssohn Wirkte für die Verbindung der Religionen</br>Freund Lessings
1728 - 1777 Johann Heinrich Lambert Mathematiker und Erkenntnistheoretiker</br>Stand mit Kant in regem Briefkontakt
1742 - 1798 Christian Garve Populärphilosoph und Emprist</br>Anonyme, verstümmelnde Rezension der "Kritik der reinen Vernunft"
1736 - 1805 Johann Nicolaus Tetens Nähe zu Leibniz und Wolff</br>
1728 - 1777 Johann Heinrich Lambert Mathematiker und Erkenntnistheoretiker</br>Stand mit Kant in regem Briefkontakt
1724 - 1804 Immanuel Kant Vollender der Aufklärung</br>Kopernikanische Wende in der Philosophie

19. Jahrhundert

Periode Philosoph Philosophie Allgemeine Geschichte
Romantik
1730 - 1788 Johann Georg Hamann Wandte sich nach seiner Bekehrung gegen die Differenz von Glaube und Vernunft in der Aufklärung</br>Sah gegen Kant die Sprache als Quelle des Erkenntnisvermögens
1744 - 1803 Johann Gottfried Herder Schüler, Bewunderer und später heftiger Kritiker Kants</br>Dichter, Humanist, Theologe und Philosoph</br>Gab wichtige Impulse für die Sprachphilosophie und die philosophische Anthropologie
1743 - 1819 Friedrich Heinrich Jacobi Philosophie führt zu Atheismus und Fatalismus</br>Vernunft bezieht sich auf die Rezeption übersinnlicher Dinge, die man nur glauben kann.
1759 - 1805 Friedrich Schiller Professor für Geschichte und/oder Philosophie in Jena</br>zunächst Universalgeschichte, dann Kunst und Natur als Themen
1765 - 1841 Franz Xaver Baader Versuchte das Primat des Subjekts zu überwinden</br>
1772 - 1829 Friedrich Schlegel Kultur- und Sprachphilosoph</br>Begründer der romatischen Schule
1768 - 1834 Schleiermacher Gegenspieler Hegels an der Berliner Universität</br>Bedeutende Impulse für die Hermeneutik
Deutscher Idealismus
1762 - 1814 Fichte Aus der Vernunft des Subjekts entstehen Materie, Geist und die Ideen als objektive Wirklichkeit</br>Das handelnde ich produziert das Nicht-Ich, das Gegenstand der Naturwissenschaft ist.</br>Aus dem Bewusstsein um das aktive Ich entsteht das Wissen um die Freiheit
1775 - 1854 Schelling Das Ich und die daseinde Welt sind vereint im Bewusstsein von Subjekt und Objekt</br>Alles enthält zwei gegensätzliche Kräfte – Endlichkeit und Unendlichkeit etc.
1770 - 1831 Hegel Das Denken bestimmt die Wahrheit der Gegenstände</br>Natur und Geist sind Manifestationen der sich selbst wissenden Vernunft</br>Das Werden als Dialektik von These und Antithese</br>Diese spiegelt sich wider im subjektiven Geist (Naturwissenschaft), im objektven Geist (Ethik und Recht) sowie im absoluten Geist (Kunst, Religion, Philosophie)
Historismus
1776 - 1831 Barthold Georg Niebuhr Begründer der Historiografie</br>
1795 - 1886 Leopold von Ranke Objektivität historischer Erkenntnisse</br>
1808 - 1884 Johann Gustav Droysen Hermeneutik in der Geschichtswissenschaft</br>
1834 - 1896 Heinrich von Treitschke Preußens Glanz und Gloria</br>Antisemit
1817 - 1903 Theodor Mommsen Liberaler Gegner im Antisemitismusstreit</br>
1818 - 1897 Jakob Burckhardt Bedeutender Kulturhistoriker</br>
1826 - 1871 Friedrich Ueberweg Philosophiehistoriker</br>Aristoteliker
1862 - 1954 Friedrich Meinecke Begründer der Ideengeschichte</br>
1866 - 1952 Benedetto Croce Sozialhistoriker</br>
Positivismus und Naturwissenschaft
1798 - 1857 Auguste Comte Vertrat einen strikten Determinisumus und ein mechanistisches Weltbild</br>Weltdeutung nach den drei Stadien theologisch, metaphysisch, positiv
1748 - 1832 Jeremy Bentham Begründer des Utilitarismus</br>
1806 - 1873 John Stuart Mill Erweiterte den Utilitarismus und forderte Wahlrecht für alle</br>Assoziationspsychologie und Induktionstheorie
1825 - 1895 Thomas Henry Huxley Agnostizismus und Epiphänomenalismus</br>
1820 - 1903 Herbert Spencer Evolutionismus als Anwendung Darwins auf die Gesellschaft</br>
1773 - 1843 Jakob Friedrich Fries Wollte Kant mit neueren Psychologischen Erkenntnissen verbinden</br>
1776 - 1841 Johann Friedrich Herbart Logik als Wissenschaft von den Bedingungen der Bedeutung der Begriffe</br>Herausragender Pädagoge
1781 - 1848 Bernhard Bolzano Bedeutender Logiker</br>
1808 - 1896 Ernst Kapp erstmals Philosophie der Technik</br>
1818 - 1896 Emil Heinrich Du Bois-Reymond Über die Grenzen der Naturerkenntnis (mechanistische Naturerklärung)</br>ignoramus et ignorabimus
1836 - 1913 Wilhelm Schuppe Einheit von Logik und Erkenntnistheorie</br>Begründer der Immanenzschule
1837 - 1885 Ernst Laas Allein der Empirismus ist wissenschaftlich berechtigt</br>
1838 - 1916 Ernst Mach bedeutender Naturwissenschaftler und Empirist</br>Die Bedeutung einer Theorie hängt von ihrem Nutzen ab
1843 - 1896 Richard Avenarius Mit Mach Begründer des Empiriokritizismus</br>
1873 - 1942 Heinrich Gomperz Später Vertreter des Empiriokritizismus</br>
1834 - 1919 Ernst Haeckel Verbreitete die Evolutionstheorie</br>Setzte Gott mit den Naturgesetzen gleich
1817 - 1881 Rudolf Hermann Lotze Bekämpfte den Vitalismus</br>Der letzte Weltgrund ist die Persönlichkeit</br>Schuf mit dem Begriff der Geltung eine Grundlage für die Wertphilosophie
Materialismus
1804 - 1872 Ludwig Feuerbach Auch Gedanken und Ideen sind Erscheinungsformen der Materie</br>Religion ist ein anthropologisches Phänomen
1806 - 1856 Max Stirner Jeder ist selbst nur sein Eigner</br>Geist, Freiheit, Werte besitzen keine Realität
1818 - 1883 <