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Zeitstandfestigkeit

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Zeitstandfestigkeit ist ein Begriff der Werkstoffkunde. Sie gibt Auskunft über die Lebensdauer eines Werkstoffs. Wird ein metallischer Werkstoff für eine bestimmte Zeit einer bestimmten Temperatur und einem konstanten Zug ausgesetzt, so beginnt er zu kriechen. Ist der Werkstoff dieser Belastung zu lange ausgesetzt, so bilden sich Risse und es kann zum Bruch des Werkstoffes kommen.

Über sogenannte Zeitstandsdiagramme erhält man Auskunft, welcher Werkstoff wie lange welchem Zug bei bestimmter Temperatur ausgesetzt werden kann.

Technische Beispiele

Im Flugzeugbau ist es gut zu wissen, wie lange der Werkstoff einer Turbine höchstens hält, bis sich Risse bilden.

Rohrleitungen mit heißen Flüssigkeiten müssen regelmäßig ausgetauscht werden, die Lebensdauer richtet sich nach dem Druck im Innern und der Temperatur der Flüssigkeit.

Im Reaktorkern von Kernkraftwerken kommt es zu einem makroskopisch nicht sichtbaren Kriechen des Stahls der Reaktorhüllen, was zu Rissbildung führt.

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