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Zeischa
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Zeischa ist ein Ortsteil der Stadt Bad Liebenwerda im Landkreis Elbe-Elster im Land Brandenburg und liegt drei Kilometer südöstlich der Stadt rechtsseitig an der Schwarzen Elster im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.
Zeischa gehörte bis zur Eingemeindung im Jahr 1992 zum Landkreis Bad Liebenwerda und besitzt derzeit 467 Einwohner (Stand:31. Dezember 2005).
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Geschichte
Erste urkundliche Erwähnung und Entwicklung des Ortsnamens
Zeischa hatte im Laufe der Zeit verschiedene Ortsnamen. Die urkundliche Ersterwähnung im Jahr 1391 bezeichnet den Ort als Czscheisaw.
1422 Cziso, 1457 Cziszaw,Czysow,1460 Zcysow, 1489 Cscheyscha, 1490 Tscheischa, 1500 Zcscheissow, 1504 Zschopsau, 1529 Czischa, 1550 Zeischa, Zceyschaw, 1555 Zscheischaw,Tschissa, 1608 Zeise, Zscheischa, Zeischa, 1752 Zscheischa[1]
Ursprung und Gründung des Dorfes
Die Gründung Ortes erfolgte im Zuge des deutschen Landesaufbaus und wurde durch Slawen besiedelt. Die Rundweilergestalt des alten Ortskernes mit dem Freiplatz ist heute noch erkennbar. Die Bewohner des Ortes betrieben seit jeher Ackerbau, Viehzucht und Fischerei.
Um das Jahr 1000 soll in der Nähe der heutigen Elsterbrücke die sogenannte Harigsburg, eine Schutzanlage der slawischen Ritterschaft unter dem Ritter Aribo, gestanden haben.
Chronik
Wie viele umliegende Gemeinden hatte auch Zeischa unter dem Dreißigjährigen Krieg zu leiden. 1634 wurde der Liebenwerdaer Bürgermeister Elias Borßdorff in der Nähe des Ortes durch schwedische Truppen zu Tode geschleift. Im Jahre 1659 verzeichnete man in Zeischa infolge des Krieges nur noch fünf von einstmals vierzehn Familien. 1763 wird berichtet, dass in Zeischa sich elf Hüfner vergeblich bemühten, den Feldern Erträge abzuringen, weil das ständige Hochwasser die Frucht verderbe. Um 1800 umfasste der Ort zweiundzwanzig Gebäude, sechzehn Grundbesitzer und sechs Häuserwohnungen. 1818 lebten hier 105 Einwohner und 1835 es gab zwanzig Wohnhäuser und neunundneunzig Einwohner. [2]
Während der Befreiungskriege wurde im Frühjahr 1813 das Gebiet zwischen Heidchensberg und Zeischa von preußischen Truppen bedrängt. Bis nach Zobersdorf vollzog sich der Truppenaufmarsch, um die Soldaten Napoléons in die Zange zu nehmen.
Im Jahr 1852 begann das groß angelegte Elsterregulierungswerk ab Zeischa in Richtung Würdenhain. Mit der Regulierung der Schwarzen Elster wurden die Fluren nach und nach bewirtschaftet und 1883 begann der Baumschulenbesitzer Gottfried Reichenbach mit dem Anbau von Holzpflanzen, wofür der Ort bis heute bekannt ist. 1888 begann der Kiesabbau in der Nähe des Ortes, in dessen Verlauf der Baggersee entsteht.
Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1875 im Ort gegründet. Die Einweihung des einstigen Schulgebäudes erfolgte 1904 und die des Zeischaer Glockenturms 1907. 1910 hatte sich die Einwohnerzahl auf 240 erhöht.
Im Ersten Weltkrieg fielen fünf Einwohner aus Zeischa, im zweiten fielen neun Menschen und vierzehn blieben vermisst.
Weitere historische Daten
- 1950 Bau des Sportplatzes
- 1964 Bau der ersten Bungalowsiedlung
- 1973 Ausbau einer Scheune zur Mehrzweckhalle
- 1991-92 Neugestaltung des Dorfangers
Regelmäßige Veranstaltungen
Jährlicher Höhepunkt des Ortes ist das Waldbadfest.
Quellen
- ↑ http://www.zeischa.de
- ↑ „Die Schwarze Elster" 1985, Nr. 19 , S.8-10 (Dessen Quelle für die statistischen Angaben ist eine 1837 erschienene Schrift von Carl von Lichtenberg „Die Chronik der Stadt Liebenwerda“
- ↑ Chronik der Stadt Liebenwerda, 2007, S. 272/273
- ↑ M. Karl Fitzkow „Zur älteren Geschichte der Stadt Liebenwerda und ihres Kreisgebietes-Heft 2" 1961
Weblinks
Koordinaten: 51° 29' 58" N, 13° 25' 21" O
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