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Zeichenorientierte Benutzerschnittstelle

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Bild:CharbasedUserInterface.gif
Beispiel für eine MS-DOS-Anwendung

Zeichenorientierte Benutzerschnittstelle (engl. Text User Interface, kurz TUI) ist ein Retronym, welches nach dem Aufkommen der grafischen Benutzeroberflächen geprägt wurde. Das Wort dient zur Abgrenzung von befehlseingabe-basierten Benutzerschnittstellen (Command Line Interface, CLI) zu solchen, die Grafiken einsetzen (Graphical User Interface, GUI).

Der Programmierer hat dabei nur die Zeichen eines einzigen ASCII-Zeichensatzes zur Verfügung. Viele neuere TUIs versuchen, Elemente der GUIs zu imitieren, indem mit Hilfe von Sonderzeichen Rahmen für Fenster oder andere Elemente wie Menüs, Checkboxen, Pull-Down-Menüs, etc. nachgebildet werden.
Viele Benutzeroberflächen können mit der Maus bedient werden, allerdings sind alle Funktionen über die Tastatur erreichbar.

Eingabemasken bei Großrechnern haben häufig auch zeichenorientierte Benutzerschnittstellen. Das Protokoll tn3270 sendet – im Gegensatz zum zeichenorientiertem Telnet – komplette Eingabemasken an ein Terminal bzw. eine Terminalemulation, die dort ausgefüllt und über eine Eingabetaste an den Großrechner zurückgeschickt werden.

Zeichenorientierte Benutzerschnittstellen unter Unix

Unter Unix werden zeichenorientierte Benutzerschnittstellen oft mit curses respektive ncurses erstellt. Das Programm dialog stellt viele Fähigkeiten von ncurses bereit, die aber ohne Programmierkenntnisse genutzt werden können.

Beispiele für zeichenorientierte Benutzerschnittstellen

Des Weiteren nutzen die meisten Bootloader und alle BIOSe zeichenorientierte Benutzerschnittstellen. Auch bei vielen Installationsroutinen von Betriebssystemen handelt es sich um TUIs.

Siehe auch

Wikipedia
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