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Zeche Nachtigall
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Die Zeche Nachtigall in Witten war ein Steinkohlen-Bergwerk. Heute ist sie ein Museumsstandort des dezentral angelegten Westfälischen Industriemuseums und einer der Ankerpunkte der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet. Sie befindet sich am Eingang des Muttentals im Wittener Stadtteil Bommern.
Erhalten sind mehrere historische Bruchsteingebäude, eine der ältesten Dampffördermaschinen des Bergbaues an der Ruhr, ein Segelschiff der Kohlenschifffahrt auf der Ruhr, der Nachtigall-Stollen, der mit Helm und Grubenlampe besichtigt werden kann, sowie die Ziegelei Nachtigall.
Das Museum ist zu Fuß über die Nachtigallbrücke von der Innenstadt zu erreichen. Auch hat man seit dem Sommer 2004 die Möglichkeit, die Zeche über die neue Anlegestelle des Fahrgastschiffes Schwalbe anzufahren. An Wochenenden verkehrt die Feldbahn des benachbarten Museums der Zeche Theresia vom Wanderparkplatz Muttental über das Gelände der ehemaligen Zeche "Theresia" zur Zeche Nachtigall.
In den Sommermonaten fahren außerdem die historischen Züge der RuhrtalBahn GmbH freitags und sonntags vom Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen nach Hagen Hauptbahnhof. Diese Züge halten seit Juni 2006 auch an der Zeche Nachtigall.
Historie
1714 beantragten zwei Bauern aus Herbede Kohle an dem Ort fördern zu dürfen, an dem 1743 das Steinkohlenbergwerk Nachtigall am Hettberg gegründet werden sollte. Hier, im Wittener Ruhrtal, liegt daher auch die Wiege des Kohlebergbaus und damit des Ruhrgebiets. Die Zeche Nachtigall wurde bereits im Jahr 1892 geschlossen. Grund dafür war, dass sich die Kohleförderung in den eher kleinen Zechen im Ruhrtal nicht mehr lohnte und die Zechenbetreiber statt dessen Großzechen an der Emscher gründeten. In den späteren Jahren befanden sich verschiedene Betriebe auf dem Gelände, so die Ziegelei Dünkelberg, die aber auch schon 1963 ihre Pforten schloss. Es folgten weitere Kleinbetriebe wie Schrotthändler, die das Gelände nutzten; im Laufe der Zeit verfielen das Gelände und die alten Gebäude jedoch mehr und mehr. Erst nach Übernahme des Geländes durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe wurden neue Nutzungskonzepte erstellt, 2003 wurde nach umfangreichen Restaurationsarbeiten das Museum eröffnet.
Siehe auch: Liste der Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten im Ruhrgebiet
Literatur
- Zeche Nachtigall : Museumsführer / Westfälisches Industriemuseum. Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Ingrid Telsemeyer (Hg.). Mit Beitr. Von Annette Brunsing .... - 1. Aufl.. - Essen : Klartext-Verl., 2005. - 256 S. - (Kleine Reihe / Westfälisches Industriemuseum ; 26). - ISBN 3-89861-179-5
Weblinks
- Informationen über die Zeche Nachtigall
- Muttenthalbahn
- Bildergalerie der Zeche Nachtigall und zu Themenschwerpunkten der Route Industriekultur
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Koordinaten: 51° 25' 44" N, 7° 18' 48" O
