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Zeche Friedrich Ernestine

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Die Zeche Friedrich Ernestine war ein Steinkohlen-Bergwerk in Essen-Stoppenberg.

Geschichte

Die bergrechtliche Gewerkschaft Friedrich Ernestine wurde 1871 durch die Familie Stinnes gegründet. 1873 wurde in Stoppenberg an der Langemarckstraße der erste Schacht abgeteuft. Er wurde mit einem Malakowturm ausgerüstet und ging 1876 in Betrieb. Zur Verbesserung der Wetterführung wurde 1897 bis 1899 neben Schacht 1 der Schacht 2 niedergebracht.

1900 wurde Hugo Stinnes Grubenvorstand der Gewerkschaft Friedrich Ernestine. Er hielt dieses Amt bis zu seinem Tode 1924 inne. Unter seiner Leitung wurden bis 1905 die Schächte mit neuartigen Fördergerüsten ausgestattet. Weiterhin wurde eine Kokerei eingerichtet.

Der Absatz der geförderten Kohle und des Koks war den ebenfalls von Hugo Stinnes gegründeten Rheinischen Elektrizitätswerken AG bei der Schachtanlage Victoria Mathias vorbehalten.

Das RWE übernahm 1920 die Mehrheit der Kuxe der Gewerkschaft und führte die Zeche in gleicher Unternehmensform fort.

Die Jahresförderung betrug 650.000 t Kohle bei einer Kokserzeugung von 240.000 t pro Jahr.

1952 wurde die Gewerkschaft Friedrich Ernestine mit der ebenfalls zum ehemaligen Stinnes'schen Familienbesitz zählenden Gewerkschaft Graf Beust auf die Gewerkschaft Victoria Mathias vereinigt.

Ab 1957 wurde die Förderung zusammengefasst und über den Schacht 2 der Zeche Victoria Mathias gefördert.

Stillegung

Die Grubenfelder der RWE-Zechen waren von vorneherein relativ knapp bemessen. Daher war ab 1960 abzusehen, dass auf Dauer keine wirtschaftliche Gewinnung der Vorräte mehr möglich war. 1963 wurde das Ostfeld mit den Schächten Friedrich Ernestine 1/2 sowie der Kokerei stillgelegt.

1965 wurde die Gesamtförderung eingestellt.

Heutiger Zustand

Die Schächte Friedrich Ernestine wurden verfüllt und die Anlagen komplett abgebrochen. Heute befindet sich auf dem Zechengelände an der Langemarckstraße das Gewerbegebiet Friedrich Ernestine.

Koordinaten: 51° 28' 22" N 7° 02' 52" O

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