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Zeche Friederika
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Die Zeche Friederica war ein Steinkohlen- und Eisenerz-Bergwerk in Bochum-Wiemelhausen.
Die Berechtsame hat Ihren Ursprung in vielen kleinen Feldern, deren Ältestes die Zeche Prinzessin war, die bereits 1749 verliehen wurde.
In der Zeche Friederica ging zu der Zeit um 1770 schon Abbau um. Das Bergwerk war eine landesherrliche Stollenzeche. 1772 wurde der Friederica Oberstollen aufgefahren. 1800 lag die Zeche zeitweilig still.
Um 1800 förderte die Zeche schon im Unterwerksbau, da ein neuer tiefer Stollen nicht genehmigt wurde. Stattdessen konnte die Zeche in der Franzosenzeit das Gesenk gegen den Protest der anderen Bochumer Zechen weiter betreiben. Sie hatte am Schacht Napoleon eine kleine Dampfmaschine aufgestellt. Im Sommer 1814 endetete die Franzosenherrschaft und das Gesenk wurde verboten. Der Schacht Napoleon wurde nun in Wilhelm umbenannt. 1816 musste die Grube stillgelegt werden, da keine abbaubaren Pfeiler mehr anstanden.
1822 wurde die Zeche Friederica vom Freiherren von Romberg für 42.450 Mark gekauft. Der neue tiefe Stollen wurde am Haus Rechen angesetzt. Auf diesen Stollen wurde das Erbstollenrecht 1827 verliehen und der Stollen nannte sich somit Friederica Erbstollen.
Zur Ausrichtung des Bergwerkes wurde an der Landstraße von Bochum nach Witten ein tonnlägiger Schacht als Maschinenschacht abgeteuft. Dort wurde eine Zwillings-Fördermaschine aufgestellt.
1868 wurde die Konsolidation von Friederica mit dem Friederica Erbstollen sowie Pauline, Elise, Prinzessin, Nemesis, Pretiosa sowie den Erzberechtsamen Giesbert, Johann, Schrötter, Clemens, Toni, Gerechtigkeit und Neue Erfindung beschlossen.
Ab 1868 wurde im Tiefbau gearbeitet. Die neue Schachtanlage wurde in Wiemelshausen errichtet und einfach ausgestattet. Der Förderturm wurde als Malakoffturm ausgeführt, dazu ein Kesselhaus mit 4 Kesseln und eine Einzylinder-Dampfmaschine zur Förderung. Die Seilfahrt war noch nicht erlaubt, so dass die Belegschaft ueber Fahrten ein und ausfahren musste. 1870 erhielt diese Anlage einen Bahnanschluß.
1873 wurde südlich eine neue Schachtanlage, Friederica II errichtet, um die südliche Mulde zu erschließen. Hier wurde dann auch der Eisenstein aus dem Flöz Dickebank gefördert, während alle Steinkohlen zentral auf der Schachtanlage I gehoben wurden.
1889 übernahm die Dresdner Bank alle Kuxe der Gewerkschaft und verkaufte sie an die Gewerkschaft der Zeche Dannenbaum, dadurch wurde Friederika später ein Teil der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-AG .
Friederica erhielt nun die Namen Schachtanlage Dannenbaum III bzw. IV. Das Bergwerk wurde 1959 stillgelegt, an die Zeche erinnert in Bochum noch die „Friederikastraße“ und der Geologischer Garten Bochum auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei der Schachtanlage.
Koordinaten: 51° 28' 05" N, 07° 13' 36" O
