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Zambonisäule

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Die Zambonisäule ist eine Trockenzellen-Batterie, die 1812 von dem italienischen katholischen Priester und Physiker Giuseppe Zamboni erfunden wurde.

Prinzipieller Aufbau

Die Zamboni-Säule beruht auf der elektochemischen Spannungsreihe. In diesem Fall sind die beiden Metalle, die das galvanische Element bilden, Zinn und Kupferbronze, die jeweils auf Papier aufgebracht wurden. Als Elektrolyt dient die noch in dem Trockenelement vorhandene Luftfeuchte. Die Zamboni-Säule besteht nun aus einer sehr großen Anzahl aufeinandergelegter Papierblättchen, die mit abwechselnd aufeinanderfolgenden dünnen Schichten der beiden Metalle überzogen sind, sodass sich immer zwei verschiedene Metalle berühren. Das Ganze wurde in einer Röhre luftdicht eingeschlossen.

Praktische Ausführung

In einer praktischen Ausführung können z. B. die beiden Metalle Zinn und Kupferbronze verwendet werden. Dünnes und festes Papier wird auf der einen Seite entweder mit Zinn oder mit Bronze beschichtet und mit den Metallseiten zueinander aufeinander geschichtet, z. B. wurde eine Metallfolie aufgeklebt. Später kamen auch Varianten auf, bei denen die andere Seite des Papieres wie bei Zink-Kohle-Batterieen mit einer feinen Aufschlämmung von Braunstein bestrichen wurden. Aus dem so präparierten Papier werden Scheibchen mit ca. 2cm Durchmesser ausgestanzt, die in einem 15cm langen Glas- oder Zelluloidrohr gleichen Durchmessers aufgeschichtet und durch eine Spiralfeder zusammengedrückt werden. Diese ca. 1200 Papierscheibchen bilden ein Element, welches ca. 1000V Spannung ergibt. Die Belastbarkeit ist allerdings sehr gering und liegt im Nanoamperebereich. Diese Belastung genügt aber völlig, um damit z. B. Nachtsichtbildwandlerröhren zu betreiben.

Bekannt wurde die Säule dadurch, dass sie als Antrieb für ein elektrostatisch angetriebenes Pendel diente, das man „niemals aufziehen muss“. Zambonische Pendel funktionierten bis zu 147 Jahre ohne Batteriewechsel.

Quellen

  • Funktechnik 24/1948.
  • [1]
Wikipedia
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