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Zahn zulegen

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Bild:TopfMarksburg.jpg
Kochstelle mit Zahnstangen in der Marksburg

Einen Zahn zulegen ist eine Redewendung, die im heutigen Sprachgebrauch synonym für sich beeilen oder eine Tätigkeit schneller verrichten benutzt wird.

Der Ursprung der Redewendung liegt in den Haushalten des Mittelalters begründet. In jener Zeit wurde Wasser und Nahrung in großen Kesseln über offenen Feuerstellen erhitzt. Diese Töpfe wurden mit höhenverstellbaren Eisenhaken in eine Zahnstange eingehängt. Sollte nun die Temperatur in dem Topf erhöht werden, um dessen Inhalt schneller zu garen oder zum Kochen zu bringen, wurde der Topf einen Zahn tiefer gehängt - es wurde „ein Zahn zugelegt“.

Andere Quellen führen die Redensart auf die Funktionsweise mechanischer Getriebe (Zahnräder bzw.-stangen) zurück.

Literatur

  • Dr. Klaus Gorzny: Ruhrschlösser. Burgen, Schlösser und Adelssitze entlang der Ruhr. Piccolo Verlag, Marl 2002, S. 172, ISBN 3-9801776-7-X
  • Lutz Röhrich: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource]. Directmedia Publ., Berlin 2004, ISBN 3-89853-442-1
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