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Zaberfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Bild:Wappen Zaberfeld.png
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Heilbronn
Gemeindeverwal-
tungsverband
:
„Oberes Zabergäu“
Koordinaten: Koordinaten: 49° 3′ N, 8° 56′ O49° 3′ N, 8° 56′ O
Höhe: 228 m ü. NN
Fläche: 22,18 km²
Einwohner: 3960 (30. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 179 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74374 (alt: 7129)
Vorwahl: 07046
Kfz-Kennzeichen: HN
Gemeindeschlüssel: 08 1 25 108
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlossberg 5
74374 Zaberfeld
Webpräsenz:
Bürgermeister: Thilo Michler
Lage der Gemeinde Zaberfeld im Landkreis Heilbronn
Bild:Zaberfeld in HN.png

Zaberfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Heilbronn.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Zaberfeld liegt im Zabergäu im südwestlichen Landkreis Heilbronn am Fluss Zaber, der im südlich des Ortsteils Zaberfeld gelegenen Stromberg entspringt.

Nachbargemeinden

Nachbarstädte und -gemeinden Zaberfelds sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Eppingen, Pfaffenhofen (beide Landkreis Heilbronn), Sachsenheim (Landkreis Ludwigsburg), Sternenfels (Enzkreis), Kürnbach und Sulzfeld (beide Landkreis Karlsruhe). Zusammen mit Güglingen und Pfaffenhofen bildet Zaberfeld den Gemeindeverwaltungsverband „Oberes Zabergäu“ mit Sitz in Güglingen.

Gemeindegliederung

Zaberfeld besteht aus den Ortsteilen Zaberfeld, Leonbronn, Michelbach und Ochsenburg.

Geschichte

Zaberfeld wurde vermutlich um das Jahr 1000 gegründet. 1321 kam der Ort von den Herren von Magenheim an Baden. 1355 kam Zaberfeld unter württembergische Oberhoheit und wurde 1749 endgültig württembergisch. 1390 bis 1749 hatten die Herren von Sternenfels den Ort als württembergisches Lehen inne. Von 1807 bis 1810 gehörte es zum Oberamt Güglingen, ab 1810 bis 1938 zum Oberamt Brackenheim, dann nach dessen Auflösung zum Landkreis Heilbronn.

Michelbach wurde 1276 erstmals in einer Urkunde erwähnt. 1356 kam es unter württembergische Oberhoheit und wurde 1749 endgültig württembergisch. 1970 wurde Michelbach nach Zaberfeld eingemeindet.

Ochsenburg, 1231 erstmals in einer Urkunde erwähnt, entstand als Siedlung zu einer mittelalterlichen Burg und hatte bis 1807 Stadtrechte. Nach Abbruch der Burg zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Ortsname kurzzeitig in Ochsenberg geändert. Der Namenswechsel wurde auf Wunsch der Gemeinde aber wieder rückgängig gemacht.

Leonbronn wird als Lincbrunnen 1289 erstmals erwähnt. 1971 bildete es zusammen mit Ochsenburg die neue Gemeinde Burgbronn, die aber schon 1975 in Zaberfeld aufging.

Entstehung der heutigen Gemeinde im Überblick

  • Am 1. Juli 1970 vereinigte sich Zaberfeld mit Michelbach am Heuchelberg zur neuen Gemeinde Zaberfeld.
  • Am 1. Januar 1971 vereinigten sich Leonbronn und Ochsenburg zur neuen Gemeinde Burgbronn.
  • Am 1. Januar 1975 vereinigte sich Zaberfeld mit Burgbronn zur neuen Gemeinde Zaberfeld.

Religionen

In jedem der vier Ortsteile gibt es eine eigene evangelische Kirchengemeinde. Für die katholischen Christen ist die katholische Kirchengemeinde Hl. Dreifaltigkeit Güglingen zuständig.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat Zaberfelds hat nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 14 Sitze. Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister.

Wappen und Flagge

Blasonierung: In Blau aus dem Unterrand emporkommend ein beiderseits mit Flankenmauern versehener goldener (gelber) Zinnenturm (Burg), belegt mit einem sinkenden siebenstrahligen roten Stern auf zweistufigem blauem Fels.[1]

Blasonierung des alten Wappens: In Rot auf einem dreistufigen mauerartigen goldenen Felsen ein siebenstrahliger goldener Stern.

Das alte Wappen von Zaberfeld ist das redende Wappen der Familie von Sternenfels, die den Ort bis 1749 als württembergisches Lehen besaß. Die Farben weichen zum Zwecke der Unterscheidung vom Familienwappen ab und gehen wie die heutige Form auf einen Vorschlag der württembergischen Archivdirektion von 1938 zurück. Wappen und Flagge wurden der Gemeinde am 22. Februar 1963 vom baden-württembergischen Innenministerium verliehen. Die Flagge der Gemeinde ist Gelb-Rot.

Auch das Wappen des Ortsteils Ochsenburg ist ein redendes Wappen, es zeigt laut Blasonierung: In Gold auf blauem Vierberg ein stehender roter Ochse.

Bild:Wappen Zaberfeld.png
Zaberfeld
 
Bild:Wappen Zaberfeld alt.png
Altes Wappen
Zaberfelds
Bild:Wappen-leonbronn.png
Leonbronn
 
Bild:Wappen-michelbach-zaberfeld.png
Michelbach
 
Bild:Wappen-ochsenburg.png
Ochsenburg
 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zaberfeld liegt an der Württemberger Weinstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Bauwerke

  • Die Pfarrkirche von Zaberfeld geht auf einen Bau aus dem 13. Jahrhundert zurück und weist einen Chor von Hans Wunderer aus dem Jahr 1505 auf.
  • Das Pfarrhaus von Zaberfeld ist das ehemalige Schloss, das als Renaissancebau 1587 bis 1619 entstand und 1712 ein Baraockportal erhielt.
  • Im Ortsteil Leonbronn befindet sich die Kirche mit Zehntgerichtstisch sowie das alte Pfarrhaus von 1596.
  • Im Ortsteil Michelbach befindet sich das Schlösschen von 1709 mit einem Speichergebäude aus dem Jahr 1559 sowie eine Kirche von 1787 mit gotischem Chorturm.
  • Im Ortsteil Ochsenburg befinden sich noch Nebengebäude des ehemaligen Schlosses, z.B. die Schlosskellerei von 1569 und der Fruchtkasten von 1711. Außerdem gibt es die Pfarrkirche in ihrer Form von 1728 mit umliegendem Friedhof, der Bauteile aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Sport und Freizeit

Die gesamte Gemeinde liegt im Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der zum Zwecke des Hochwasserschutzes erbaute, 1969 fertiggestellte und 2000/2001 erweiterte Zaber-Stausee Ehmetsklinge, der im Sommer als Badesee dient. Ein weiterer Badesee ist der Katzenbachsee.

Wirtschaft und Infrastruktur

Weinbau

In Zaberfeld wird auf rund 50 ha Weinbau betrieben. Die Lagen gehören zur Großlage Heuchelberg im Bereich Württembergisch Unterland des Weinbaugebietes Württemberg. An der Ehmetsklinge ist ein Weinlehrpfad angelegt.

Verkehr

Anschlüsse an das Fernstraßennetz bestehen in Lauffen am Neckar und Kirchheim am Neckar (B 27). Der öffentliche Nahverkehr im Verkehrsverbund H3NV wird von Bussen gewährleistet. Anschluss an das Schienennetz besteht ebenfalls in Lauffen am Neckar und Kirchheim am Neckar (Frankenbahn).

Die seit einiger Zeit stillgelegte Zabergäubahn (nach Lauffen am Neckar) hatte Haltestellen in Zaberfeld und Leonbronn. Eigentlich sollte die Strecke bis 2011 wieder in Betrieb genommen und dann in das Stadtbahnnetz Heilbronns integriert werden, was nach einem Pressebericht vom Juli 2006 aber wieder fraglich ist.[2]

Medien

Über das Geschehen in Zaberfeld berichtet die Tageszeitung Heilbronner Stimme in ihrer Ausgabe SW, Süd-West.

Bildung

Für alle vier Ortsteile gibt es in Zaberfeld eine gemeinsame Grundschule.

Quellen

  1. Gemeinsames Amtsblatt ... des Landes Baden-Württemberg 1978, Seite 292 (genehmigt am 15. August 1977)
  2. Thomas Dorn: Die Stadtbahn ins Zabergäu ist derzeit nicht zu bezahlen. In: Heilbronner Stimme vom 11. Juli 2006, S. 30.

Weblinks


Wikipedia
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