Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


ZUB 121

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Zugbeeinflussung 121, kurz ZUB 121, ist ein auf schweizerischen Eisenbahnnetzen eingesetztes Zugsicherungssystem. Mit seiner Hilfe kann effektiv die Nichtbeachtung oder Falscherkennung von Signalen durch den Lokführer verhindert werden.

Technisch besteht die ZUB aus streckenseitigen Einrichtungen und lokomotivseitigen Einrichtungen, zwischen denen die Informationsübertragung im Vorbeifahren geschieht.

Bild:Integra-signum-zub.jpg
Zwei ZUB- (gelb) und zwei Integra/Signum-Magnete

Die streckenseitigen Einrichtungen können Koppelspulen sein (ähnlich wie bei PZB) oder aber Schleifen, die zwischen den Gleisen angeordnet sind. Die neueste Version ZUB 262ct erlaubt auch den Empfang von Informationen aus Eurobalisen und Euroloops.

Bei dem Vorsignal wird die Information über Stellung und Distanz zum Hauptsignal übertragen. Daraus wird mit Hilfe des fahrzeugseitigen Rechners die jederzeit maximal noch zulässige Geschwindigkeit – die so genannte Bremskurve – errechnet. Dazu muss der Triebfahrzeugführer vor der Fahrt Zugslänge, Bremsreihe und Maximalgeschwindigkeit in das ZUB Bediengerät eingeben.

Die Bremskurve bleibt wirksam, auch wenn zwischenzeitlich das Hauptsignal auf Fahrt geht, denn sie kann erst durch die Magneten beim Hauptsignal aufgehoben werden, außer es seien zusätzliche Spulen zwischen Vor- und Hauptsignal oder eine Schleife verlegt. Diese Mittel erlauben eine zusätzliche Informationsübertragung zum Triebfahrzeug, welche hilft den Fahrplan flüssiger zu gestalten.

Das System hat wesentliche Vorteile gegenüber dem sonst in der Schweiz gebräuchlichen Integra-Signum-System: Es wird überwacht, ob der Lokführer bei einem geschlossenen Vorsignal tatsächlich eine Bremsung einleitet. Das System wurde in den neunziger Jahren nach Unfällen im Vorortsverkehr von Zürich und Bern forciert bei Gefahrenpunkten mit hohem Verkehrsaufkommen eingebaut.

Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen