Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
ZF Friedrichshafen
Aus Kefk.
| ZF Friedrichshafen AG | |
|---|---|
| Bild:ZF-Logo.gif | |
| Unternehmensform | AG |
| Slogan | Innovationen, die sich rechnen - Innovations of Great Value |
| Gründung | 20. August 1915 |
| Unternehmenssitz | Friedrichshafen |
| Unternehmensleitung | Hans-Georg Härter, Vorstandsvorsitzender |
| Mitarbeiter | 53.940 (2005) |
| Umsatz | 10,8 Mrd. Euro (2005) |
| Produkte | Antriebs- und Fahrwerktechnik |
| Webadresse | www.zf.com |
Die ZF Friedrichshafen AG ist ein deutscher Automobilzulieferer und zählt zu den weltweit größten auf dem Gebiet der Antriebs- und Fahrwerkstechnik.
Der Konzern erwirtschaftete 2005 mit weltweit 53.940 Mitarbeitern an 125 Standorten in 26 Ländern einen Umsatz von 10,8 Milliarden Euro. Die 25 deutschen Standorte erwirtschafteten dabei mit 34.481 Mitarbeitern knapp 3,9 Milliarden Euro. Eigentümer sind zu 93,8 % die Zeppelin-Stiftung und zu 6,2 % die Dr.-Jürgen-Ulderup-Stiftung in Lemförde. Die Produkte der ZF Friedrichshafen AG sind in nahezu allen Fahrzeugen renommierter Hersteller zu finden. Manuelle und automatische Getriebe, Fahrwerkskomponenten, Gummi-Metallkomponenten, Achsen und viele andere Bauteile für PKW, LKW, Busse, Bahnen und Maschinen stammen von der ZF Friedrichshafen AG.
Zur ZF-Gruppe zählt auch die ZF Sachs AG in Schweinfurt. Der Produktschwerpunkt liegt hier bei Kupplungen und Stoßdämpfern. Eine weitere Tochtergesellschaft ist die ZF Passau GmbH mit den Unternehmensbereichen Arbeitsmaschinen-Antriebstechnik und Achssysteme und der Tochter ZF Achsgetriebe GmbH in Thyrnau mit dem Schwerpunkt PKW-Achsgetrieben.
Im Jahre 1999 wurde die Sparte Lenksysteme ausgegliedert und in eine eigenständige GmbH überführt. An dieser GmbH (ZF Lenksysteme GmbH mit Sitz in Schwäbisch Gmünd) ist sowohl die ZF Friedrichshafen AG als auch die Robert Bosch GmbH mit jeweils 50 % beteiligt.
Unternehmensbereiche und Geschäftsbereiche
Pkw-Antriebstechnik (P)
Der Unternehmensbereich entwickelt und produziert Automatgetriebe, stufenlose Automat-, Doppelkupplungs- und Handschaltgetriebe für Pkw. Die Pkw-Antriebstechnik erwirtschaftete 2005 mit 6.340 Mitarbeitern einen Umsatz von 1.917 Mio. Euro.
Pkw-Fahrwerktechnik (F)
ZF Lemförder entwickelt und produziert Fahrwerkkomponenten sowie komplette Vorder- und Hinterachssysteme für Fahrzeuge bis 3,5 t und Schaltungssysteme. Der Unternehmensbereich erwirtschaftete 2005 mit 6.157 Mitarbeitern einen Umsatz von 2.075 Mio. Euro; 2006 konnte der Umsatz auf 2.600 Mio. Euro gesteigert werden.
Nutzfahrzeug- und Sonder-Antriebstechnik (N)
Der Unternehmensbereich entwickelt und produziert Antriebstechnik für Nutz-, Schienen- und Sonderfahrzeuge sowie Maschinenantriebe. Der Unternehmensbereich erwirtschaftete 2005 mit 7.060 Mitarbeitern einen Umsatz von 1.647 Mio. Euro.
Arbeitsmaschinen-Antriebstechnik und Achssysteme (A)
Der Unternehmensbereich A, der in der Verantwortung der ZF Passau GmbH liegt, entwickelt und produziert Getriebe und Achsen für Land- und Baumaschinen sowie Achssysteme für Nutzfahrzeuge. Der Unternehmensbereich erwirtschaftete 2005 mit 6.462 Mitarbeitern einen Umsatz von 1.411 Mio. Euro.
Antriebs- und Fahrwerkkomponenten (S)
ZF Sachs entwickelt und produziert Schwingungsdämpfer und weitere Komponenten für die Fahrwerkregelung sowie Wandler und Kupplungen für Pkw und Nutzfahrzeuge. Der Unternehmensbereich erwirtschaftete 2005 mit 15.549 Mitarbeitern einen Umsatz von 2.028 Mio. Euro.
Gummi-Metalltechnik (GMT)
ZF Boge Elastmetall entwickelt und produziert Komponenten und Module zur Schwingungsdämpfung und Lagerung von Fahrwerk und Antriebstrang für Pkw sowie Nutz- u. Schienenfahrzeuge. Die Gummi-Metalltechnik erwirtschaftete 2005 mit 3.173 Mitarbeitern einen Umsatz von 535 Mio. Euro.
Marine-Antriebstechnik (MAR)
Das Geschäftsfeld entwickelt und produziert Schiffsgetriebe, Schiffsantriebs- und Steuerungssysteme sowie Fest- und Verstellpropeller. Die Marine-Antriebstechnik erwirtschaftete 2005 mit 1.182 Mitarbeitern einen Umsatz von 218 Mio. Euro.
Luftfahrt-Antriebstechnik (LUFT)
Das Geschäftsfeld ist zuständig für die Entwicklung, Produktion und Instandhaltung von Hubschraubergetrieben und –rotoren sowie für Prüfstandstechnik. Die Luftfahrt-Antriebstechnik erwirtschaftete 2005 mit 281 Mitarbeitern einen Umsatz von 50 Mio. Euro.
Handel (AMT)
ZF Trading verantwortet das weltweite Handelsgeschäft mit den Produktmarken Sachs, Boge, Lemförder und ZF Parts. Das Geschäftsfeld erwirtschaftete 2005 mit 1.093 Mitarbeitern einen Umsatz von 525 Mio. Euro.
Vertriebs- und Service-Organisation (SSO)
Die Vertriebs- und Service-Organisation ist in 25 Ländern vertreten. Das Geschäftsfeld erwirtschaftete 2005 mit 930 Mitarbeitern einen Umsatz von 294 Mio. Euro.
Lenkungstechnik (LS)
ZF Lenksysteme ist ein Gemeinschaftsunternehmen der ZF Friedrichshafen AG und der Robert-Bosch GmbH. Beide Partner halten jeweils 50 % der Kapitalanteile. ZF Lenksysteme entwickelt und produziert Lenkungstechnik für Pkw und Nutzfahrzeuge. ZF Lenksysteme erwirtschaftete 2005 mit 9.326 Mitarbeitern einen Umsatz von 2.229 Mio. Euro.
Geschichte
Das Unternehmen wurde 1915 unter dem Namen Zahnradfabrik GmbH gegründet, um bessere Getriebe für Zeppeline bauen zu können. Der Entwicklungsleiter der Zeppelin GmbH Alfred Graf von Soden-Fraunhofen wollte Zahnräder nach einem neuen Verfahren herstellen, das der Schweizer Ingenieur Max Maag entwickelt hatte.
Gründer sind die Luftschiffbau Zeppelin GmbH, vertreten durch Alfred Colsman und die Max Maag Zahnräderfabrik. Graf Soden und Theodor Winz werden Geschäftsführer. In der Folge macht sich die Zahnradfabrik als Hersteller von Getrieben und Zahnrädern für Flugzeuge, Maschinen und Lastwagen einen Namen.
1921 wird das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und firmiert bis 1991 unter der Bezeichnung „Zahnradfabrik Friedrichshafen AG“. Seit Jahresbeginn 1992 werden die Geschäfte unter dem neuen Namen ZF Friedrichshafen AG getätigt. Grund hierfür ist zum einen die stärkere globale Ausrichtung des Unternehmens und zum anderen das geänderte Tätigkeitsfeld. Man fertigt nicht mehr nur Zahnräder, sondern ist inzwischen zu einem Systemlieferanten aufgestiegen. Somit steht der drittgrößte deutsche Automobilzulieferer auch auf Platz 15 der größten Automobilzulieferer weltweit.
