Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

Aus Kefk.

(Weitergeleitet von ZAMG)
Wechseln zu: Navigation, Suche
<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Zentralanstalt_f%C3%BCr_Meteorologie_und_Geodynamik, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ist der nationale meteorologische und geophysikalische Dienst Österreichs. Sie ist eine nachgeordnete Dienststelle des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung. Die Zentrale der ZAMG befindet sich in Wien-Döbling, Hohe Warte 38. In Salzburg, Innsbruck, Graz und Klagenfurt ist die ZAMG durch Regionalstellen vertreten.

Die ZAMG vertritt die Republik Österreich in den wichtigsten meteorologischen (etwa WMO, EUMETSAT, ECMWF, ECOMET, EMS) und geophysikalischen (etwa CTBTO, ESC, IASPEI) Organisationen Europas und der Welt.

Bild:ZAMG Hann-Haus aktuell.jpg
Zentrale der ZAMG in Wien-Döbling

Inhaltsverzeichnis

Fachbereiche

Abteilungen

  • Abteilung für Synoptische Meteorologie:
Wettervorhersagen, Satellitenmeteorologie, Betrieb und Verbesserung numerischer Wettermodelle für Kurz- und Mittelfristvorhersagen, Unwetterwarnungen
  • Abteilung für Wetter- und Klimainformationen:
Theoretische und angewandte Klimatologie, Modellentwicklung und Anwendung, Klimavariabilität, Bio-Klimatologie, Klimatologische Landesaufnahme, Agrarklimatologie und Hydroklimatologie, Glaziologie
  • Abteilung für Umweltmeteorologie:
Beratung bei nuklearen Störfällen, Ozonberatung, Anwendung und Weiterentwicklung von Ausbreitungsmodellen und meteorologischen Präprozessoren, Vertikalprofilmessungen, Immissionsanalysen, Ausbreitungsstatistiken
  • Abteilung für Geophysik:
Erdbeben, Erdmagnetismus, Geophysikalische Landesaufnahme, Bodenuntersuchungen und Erschütterungsmessungen, Archäologie, Ingenieur- und Umweltgeophysik
  • Abteilung für Technik:
Betreuung der Messstationen und der Stationsnetze, Durchführung der Radiosondenaufstiege
  • Abteilung für ADV:
Betreuung der Datenbank und der Großrechenanlagen

Regionalstellen in den Bundesländern

  • Regionalstelle für Wien, Niederösterreich und das Burgenland (und zugleich Zentrale der ZAMG)
  • Regionalstelle für Salzburg und Oberösterreich (Stadt Salzburg)
  • Regionalstelle für Vorarlberg und Tirol (Innsbruck)
  • Regionalstelle für Kärnten (Klagenfurt)
  • Regionalstelle für die Steiermark (Graz)

Observatorien

Die ZAMG betreibt zwei international renommierte Observatorien. Das Sonnblick-Observatorium (Fachbereich Meteorologie) und das Conrad-Observatorium (Fachbereich Geophysik).

Aufgaben

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat umfangreiche gesetzliche Aufgaben zu erfüllen, und kann im Rahmen der Teilrechtsfähigkeit auch privatrechtlich agieren.

Beispiele für die gesetzlichen Aufgaben

Warnung vor gefährlichen Wetterereignissen
Beratung des staatlichen Krisenmanagements bei meteorologisch und/oder geophysikalisch bedingten Naturgefahren bzw. vom Menschen verursachten Gefahren
Führung von bundesweiten meteorologischen und geophysikalischen Messnetzen
Erstellung von Basis-Wettervorhersagen
Führung eines Datenarchivs aller relevanten meteorologischen und geophysikalischen Daten
Darstellung der meteorologischen und geophysikalischen Situation in Österreich (Landesaufnahme, Monitoring)
Behandlung einschlägiger meteorologischer und geophysikalischer Fragen des Umweltschutzes
(Angewandte) Forschung im gesamten Bereich der Meteorologie und Geophysik
Förderung der internationalen Zusammenarbeit von Meteorologie und Geophysik mit anderen wissenschaftlichen Fachgebieten.
Zusammenarbeit mit in- und ausländischen sowie internationalen Institutionen auf dem Gebiet der Meteorologie und Geophysik.

Beispiele für Aufgaben im Rahmen der Teilrechtsfähigkeit

Bei Bauprojekten: Erdbebengefährdung, Bodenuntersuchungen, Erschütterungsmessungen, klimatologische und umweltmeteorologische Aspekte, Wetterprognose; Erdbebengutachten für Gebäude, Talsperren, Verkehrswege, Deponien
Energiesektor: Informationen und Beratung für den effizienten Einsatz herkömmlicher und alternativer Ressourcen.
Forschungsinstituten und Technikern stehen die meteorologischen und geomagnetischen Messreihen zur Verfügung.
Industrie und Gewerbe: Im Rahmen von Umweltverträglichkeitsprüfungen Immissionsanalysen und -prognosen. Messungen und Auswertungen zur Erfassung umweltmeteorologisch und umweltgeophysikalisch relevanter Daten.
Landwirtschaft: Unterstützung bei Entscheidungen für Ernte- und Beregnungszeitpunkt, Spritzmitteleinsatz, etc.
Medien: Wetterdaten und Wetterprognosen.
Rechts- und Versicherungswesen: Unterstützung bei der Beurteilung von Schadensfällen.
Straßenwinterdienst: Wetterdaten und Wetterprognosen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Senkung der Personal- und Sachkosten, sowie zur Schonung der Umwelt durch einen optimierten Einsatz von Streumitteln.
Tourismus, Alpinismus und Sport: Spezifische Wetterprognosen.
Archäologie und Altlastenauffindung: Unterstützung mit speziellen geophysikalischen Methoden.
Auskünfte und Gutachten: Z.B. für Versicherungen, Gerichte, Behörden, Private Beratung für Raumplanung, Industrie, Bauwesen, Landwirtschaft, Wind- und Sonnenenergie, Hagelabwehr Gutachten für Behörden (UVE/UVP), Abfallwirtschaft, Energiewirtschaft, Industrie, Verkehrswesen, Bauwesen, Landwirtschaft

Geschichte

Die ZAMG ist der älteste eigenständige Wetterdienst der Welt. Sie wurde am 23. Juli 1851 als „Centralanstalt für meteorologische und magnetische Beobachtungen“ von Kaiser Franz Joseph genehmigt.

Mit Erlass vom 23. Februar 1904, wurde der Zentralanstalt der gesamte seismische Dienst für Österreich übertragen, was auch die Namensänderung in Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik nach sich zog.

Im Amt als Direktor folgten Kreil hervorragende Wissenschaftler, wie etwa Julius Hann (1839 - 1921). Hanns Forschungen in der Klimatologie hatten einen weltweit hervorragenden Ruf. In seiner Ära begann man von der österreichischen Meteorologenschule zu sprechen. So bewies Max Margules (1856 - 1920) in seiner Arbeit „Über die Energie der Stürme“ elementare Mechanismen zur Entstehung von Tiefdruckgebieten. Victor Conrad (1876 - 1962) entdeckte die nach ihm benannte Diskontinuität im mittleren Bereich der Erdkruste.

1957 konnte ein Haus auf dem Nachbargrundstück erworben und in der Folge für Bürozwecke adaptiert werden; zwischen 1967 und 1973 wurden ein Radarturm, ein Ballonfüllhaus und ein neues Bürogebäude in zwei Baustufen auf dem Gelände der Zentralanstalt errichtet. Das neue Bürogebäude beherbergt unter anderem eine der weltweit größten Fachbibliotheken für Meteorologie und Geophysik.

Heute ist die Zentralanstalt mit ihren Regionalstellen als teilrechtsfähige Einrichtung des Bundes ein Dienstleistungsbetrieb,

Literatur

  • Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik 1851 - 2001 von Ch. Hammerl, W. Lenhardt, R. Steinacker und P. Steinhauser ISBN 3-7011-7437-7

Weblinks

Koordinaten: 48° 14' 55" N, 16° 21' 20" O

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Zentralanstalt_f%C3%BCr_Meteorologie_und_Geodynamik, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge