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ZAK (Politmagazin)

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ZAK war ein Politmagazin des WDR (Westdeutscher Rundfunk), das von 1988 bis 1996 wöchentlich im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die Sendung war aufgrund ihres bissigen, satirischen Charakters vorwiegend in linksintellektuellen Kreisen beliebt. In konservativen Kreisen wurde die Sendung aufgrund ihrer als einseitig empfundenen Berichterstattung eher mit Verachtung als "linkes Magazin" abgestempelt. Zuerst wurde die Sendung von Désirée Bethge moderiert, in deren Fußstapfen anschließend Friedrich Küppersbusch stieg. Er verschaffte sich durch provokante Fragen gegenüber seinen Interviewgästen, denen er nicht selten rhetorisch überlegen war, zum Teil ehrfürchtigen Respekt und prägte damit das Image der Sendung. In einer Sendung verließ Hans-Jochen Vogel (SPD) wutentbrannt das Studio. Selbst dem österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider zeigte sich Küppersbusch gewachsen, was bislang keinem anderen deutschen Moderator gelang.</br> Zu den festen Elementen von ZAK gehörten auch die Kurzinterviews von Wolfgang Korruhn, der selbst zum Konzept der Sendung beigetragen hatte. In seinen Interviews rückte Korruhn seinen Interviewpartnern körperlich sehr nah und wurde hierdurch ebenso wie durch seine Art Fragen zu stellen bekannt. Berühmtheit erlangte insbesondere ein Gespräch mit dem damaligen Fuldaer Erzbischof Johannes Dyba, den Korruhn in eine Diskussion über Homosexualität verwickelte.

ZAK wurde zum Sendestart zuerst nur auf lokaler Ebene im Dritten Programm des WDR ausgestrahlt. 1993 folgte eine bundesweite Ausstrahlung in der ARD. Titelmusik war der Song Our Darkness von Anne Clark. 1996 wurde die Sendung zugunsten der Sendung "Privatfernsehen", die ebenfalls von Küppersbusch moderiert wurde, eingestellt.


Siehe auch: Politmagazine im Ersten.

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